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Turock Open Air 2010

„Wenn die Turock Bühne das Essen Original nicht bereichert, dann sollte das komplette Event abgesagt werden. Ohne die Metaller geht nichts."

Nachdem im Jahr 2009 kein Turock Open Air die Essen Original Festivitäten bereicherte, tummelten sich dieses Jahr schnell viele Metalheads auf dem Festivalgelände am Rande der Innenstadt und feierten zunehmend ausgelassen. Zwar trübten am Freitag zuerst noch ein paar Regenwolken mit leichtem Ausfluss dieses Open Air, aber die gute Laune ließ auch die letzten Wolkenfetzen verschwinden. Ein trüber Gedanke machte sich allerdings doch breit: Warum war am Freitag kurz nach der letzten Band Entombed das Polizeiaufgebot so massiv? Mussten mal wieder die ach so bösen Metallerinnen und Metaller eingekesselt werden? Wirkte da noch das Love Parade Syndrom nach?

Doch die wichtigste Erkenntnis fernab von guter Musik, bester Laune und hervorragender Organisation: Wenn die Turock Bühne das Essen Original nicht bereichert, dann sollte das komplette Event abgesagt werden. Ohne die Metaller geht nix.

Freitag

Dew-Scented mussten aus gesundheitlichen Gründen leider passen – und das waren auch schon alle schlechten Nachrichten. Das Turock Open Air war die perfekte Gelegenheit, Freunde zu treffen, neue Freunde zu gewinnen und Freude zu erfahren.

Final Depravity

Hä? Sollte da nicht eigentlich Thomas Gurrath mit seinen Big Balls auf der Bühne stehen? Hat er sich gar die Haare gefärbt – und überhaupt: Wo kommt diese Haarverlängerung her? Nach ein paar Sekunden der Desorientierung fiel dann der Blick auf das für diese Bühne zu kleine Backdrop: Final Depravity. Dann kam der zweite Teil der Verwirrung: Fehlt da nicht etwas? Warum singt denn der Gitarrist Dennis?

Erst im Nachgang löste sich die Geschichte auf. Fronter Schumi ist gegangen worden, und auch der bisherige Schlagwerker Luc ist nicht mehr mit von der Partie. So übernahm halt Gitarrist Dennis den Vokalposten, zusätzlich durch die Gitarre belastet. Beim Turock Open Ait mussten sie zwar noch auf den zweiten Gitarristen verzichten, aber bei den nächsten Gigs ist mit Oliver Hey (ex-Dead Eternity) auch schon eine Lösung gefunden.

So litt natürlich gerade das bei allem thrashigen Geriffe filigrane Gitarrenspiel, denn nur selten konnten bei den Soli die Soundlücken wirklich geschlossen werden. Dieses soll allerdings kein schlechtes Karma bilden, denn mit ihrem High Energy Thrash Marke Final Depravity hobeln die Jungs schon sehr gefällig ins Gemächt.

Zu so früher Stunde, dazu noch an einem Freitag, ließen die Publikumsreaktionen zwar noch etwas auf sich warten – da nützte auch kein aggressives „Wie geht’s euch!“ – doch ab „Turn This Life“ standen schon ein paar mehr Nasen auf dem Gelände und labten sich an den frischen Gerstenkaltschalen. Vielleicht war die noch maue Zuschauerresonanz dafür verantwortlich, dass Bassist Tobias ein wenig gelangweilt grimmig dreinblickte.

Setlist:

Veil Of Secrecy
As The Crow Flies
Turn This Life
Persecution
Vortex

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Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging