Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Turbostaat und Kafvka im Konzert (Dresden, März 2016)

Phänomenaler Abend vor ausverkauftem Haus

Einen sensationellen Auftritt bieten Turbostaat

Zum Thema

Turbostaat

Die Umbaupause folgt, schnell werden noch die besten Plätze verteilt und schon starten Turbostaat gewaltsam dröhnend mit „Ruperts Grün“ in ihr Konzert. Nicht nur, dass hier schon der erste phänomenale Song auf die Bühne kommt, jetzt zeigt sich auch im Saal deutlich, wie Begeisterung aussieht. Kein Bein bleibt ruhig am Boden, wer gerade noch einen perfekten Sichtplatz hatte, wähnt sich innerhalb von Sekunden zwei Meter von diesem entfernt, nicht mal das mitgeführte Bier mag noch ruhig im Glas verharren und kühlt lieber dem Vordermann vorsorglich den Rücken. Vielleicht nicht die angenehmste Art, um an Frisches zukommen, aber bei der aufgeheizten Stimmung auch nicht wirklich nachträglich.

Auch bei den nachfolgenden Titeln ist keine Spur von Müdigkeit zu spüren. Ein Song wie der andere wird lauthals mitgesungen, „Der Zeuge“ wird zum absoluten Selbstläufer, bei dem die pogende Masse immer noch genug Kontrolle hat, um die Arme hoch zu reißen. Selbst bei dem eher als gemäßigt einzustufenden „Die Arschgesichter“ bleibt es im Club nicht still, sondern wird dieser mit lautstarkem Gesang gefüllt. Allerdings kann man hier tatsächlich wieder etwas Kraft schöpfen, was den zahlreichen Stagedivern ebenfalls zu Gute kommt, denn schon bei „Surt & Tyrann“ heißt es wieder Bühne erklimmen und ab in die Menge. Manch einer lässt sich aber immerhin noch genug Zeit vor dem Absprung und verbeugt sich noch kurz vor der Band, was zugegebenerweise absolut zurecht geschieht.

Turbostaat bieten eine schweißtreibende und intensive Show, bei der einfach jeder der Songs auf seine eigene Weise funktioniert. Egal ob das rockig treibende „Sohnemann Heinz“, ob das mit einem ausschweifenden Einstieg versehene „Wolter“ oder das minimalistische „Eisenmann“, hier gelingt alles und wird dementsprechend enthusiastisch abgefeiert. Auf Ansagen wird hingegen weitestgehend verzichtet und wenn werden sie sehr knapp gehalten. Die wohl längste ist die, mit der sich das Quintett vom Publikum verabschiedet und den letzten Song ankündigt. Das für das aktuelle Album titelgebende „Abalonia“ dringt in den Saal und wird dort ebenso euphorisch aufgenommen wie sämtliche Titel im Vorfeld. Wen wundert es also, dass hier sofort die Zugabe-Rufe angestimmt werden.

Mit „Geistschwein“ kehren Turbostaat zurück und schicken die Fans in die nächste ekstatische Runde, bei der besonders „Wels“ hervorsticht, welches direkt für die Gastgeberstadt geschrieben zu sein scheint. Abgeschlossen wird mit dem umjubelten „Vormann Leiss“ und wieder folgt, was folgen muss: Zugabe-Forderungen. Auch diese werden erhört, Frontmann Jan kniet aber zuerst vor den Zuschauern nieder, um dann mit „Drei Ecken – ein Elvers“ wieder einzusteigen. Die „Monstermutter“ wird frenetisch gefeiert, der nächste Stagediver geht über die Bühne und fordert den Frontmann zum Mitspringen auf, der bleibt aber lieber am Gesang und stimmt den allerletzten Song des Abends an: „Schwan“ wird aus voller Kehle mitgegrölt, die letzten Reserven zum wogenden Tanz freigesetzt und damit endet ein sensationelles Konzert, welches keine Wünsche offen lässt.

Setlist:

Ruperts Grün
Haubentaucherwelpen
Tut es doch weh
Der Zeuge
Die Arschgesichter
Surt und Tyrann
Insel
Wolter
Eisenmann
Nach fest kommt ab
Pennen bei Glufke
Ufos im Moor
Die Toten
Frieda und die Bomben
Sohnemann Heinz
Alles bleibt konfus
Harm Rochel
Abalonia

Geistschwein
Fraukes Ende
Der Wels
Vormann Leiss

Drei Ecken – ein Elvers
Charles Robotnik seine Frau
Monstermutter
Schwan

Seite
  • 1
  • 2
comments powered by Disqus