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Triptykon & Valborg im Konzert (Essen, August 2016)

Düster bleibt die Metalwelt im Gleichgewicht

Triptykon

Zeit für pechschwarze Lava, für den Fürst der Finsternis, für gediegen eiskalte stählerne Musik fernab jeglichen Positivums, und doch stehen die Fans schon vor der ersten Tönen dicht an dicht in freudiger Erwartung, was da denn kommen möge. Und längst haben natürlich die ersten mit einem stibitzenden Blick auf die ausgelegte Setlist geblickt, wobei das Old-School-Celtic Frost-Herz im rasend Takt davon galoppiert – gleich sechs Nummern aus dem Fundus der Helenen der Prä-Triptykon-Phase – da kann man schon jetzt absehen, was hier gleich los ist.

Überraschend viel Licht bieten heute Triptykon auf, das sah vor sechs Jahren hier noch anders aus. Passend zum Stimmungsbild aber ist Tom G. Warrior der Ruhepol, während sich die von vielen heiß verehrte Vanja und V. Santura die Hirnschalen blutig headbangen. Und auch wie kaum anders zu erwarten, sind auch die Ansagen sehr spärlich, doch als es um das „Scheiß Wacken“ geht, da lässt Tom alle wissen, dass er sich nicht einschleimen wolle, hier aber viel lieber spiele. On Top setzt er mit dem „man passe schließlich kaum zu Sabaton und Blind Guardian“ für die anwesenden schwarzen Seelen noch eins drauf. Da geht den Anwesenden glatt das Herz auf, fetter Applaus und zustimmendes Gejohle der Norden-Verweigerer macht sich breit.

So ist das mit der als öffentliche Probe ausgelobten Show, wie Tom ebenfalls zum Besten gibt, ansonsten aber reicht auch ein kurzes und umso bestimmteres „Nein“, als ein Fan „Babylon Fell“ in den Raum wirft (welches übrigens noch vor sechs Jahren auf der Agenda stand, ebenso ein Kracher wie „Abyss Within My Soul“). Als ganz besonderes Schmankerl dürfen wir heute auch Simone Vollenweider bei „Obscured“ und „Boleskine House“ begrüßen, die auch mit beachtlichen Applaus willkommen und verabschiedet wird.

Im Publikum selbst ist dann eher neben andächtigem Lauschen Headbangen angesagt, was Tom auch kurzerhand mit einem „Ihr seid ganz schön ruhig“ treffend kommentiert. Erst zu „Morbid Tales“ kommt dann mehr Bewegung auf, zwei Fans in der ersten Reihe sind eh die ganze Zeit in besonderer Verzückung – an dieser Stelle schöne Grüße an Blackwhole und Erazer – und wie im Rausch. Fetter Applaus hier, Pommesgabeln dort, am Ende auch phonstarke Zugabe-Rufe, aber kompromisslos wie Triptykon nun mal sind, wird nicht nachgelegt – und keiner ist wirklich böse drum. Dafür war das Gebotene schon intensiv genug.

Setlist:

Intro Crucifixus
Procreation (Of The Wicked) (Celtic Frost-Cover)
Dethroned Emperor (Celtic Frost-Cover)
The Usurper (Celtic Frost-Cover)
Goetia
Obscured (Celtic Frost-Cover)
Boleskine House
Circle Of The Tyrants (Celtic Frost-Cover)
Morbid Tales (Celtic Frost-Cover)
Aurorae
The Prolonging
Outro Winter

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