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Tremonti und Like A Storm im Konzert (Amsterdam, Juni 2015)

Didgeridoo, Romanze - und Musik gibt es natürlich auch noch

Sänger Chris Brooks animiert das noch etwas zurückhaltende Publikum

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Mit „Cauterize“ haben Tremonti erst vor zwei Wochen ihren zweiten Longplayer veröffentlicht. Dementsprechend gilt es jetzt natürlich, das gute Stück auch international angemessen zu vermarkten. An diesem Mittwoch schaut das neueste Projekt von Creed- und Alter Bridge-Gitarrist Mark Tremonti dazu in Amsterdam vorbei. Als Support haben sie sich die Neuseeländer von Like A Storm eingeladen. 

Like A Storm

Für die Kiwis ist die Supportingrolle für Mark Tremonti absolut nichts neues, waren sie doch zuvor schon sowohl mit Creed als auch mit Alter Bridge auf Tournee. Mit „The End Of The Beginning“ legt das Quartett dann auch gleich mal ordentlich los, um das Publikum für den Headliner aufzutauen, braucht es dann aber doch noch etwas mehr. Denn zu Beginn gibt es nicht mehr als ein sanftes Kopfnicken vereinzelter Fans in einem generell eher schüchternen Publikum, welches die Fläche vor der Bühne zu solch früher Stunde auch noch nicht komplett auszufüllen vermag.

Musikalisch gesehen bewegen sich Like A Storm irgendwo zwischen Hardrock und Metalcore mit den für letztgenanntes Genre typischen soften, bisweilen fast schon ein wenig poppigen Refrains. Gelegentlich übertreiben sie es dabei leider ein wenig, sodass nicht jeder Song hundertprozentig zündet, mit einer engagierten Liveperformance machen die vier Neuseeländer dieses Manko aber wieder wett.

Heraus sticht dabei vor allem der regelmäßige Einsatz eines Didgeridoos von Frontmann Chris Brooks. Irgendwie macht das Teil zwar vor allem relativ undefinierbaren Lärm, es bringt aber eben auch eine Prise exotische Faszination und da das Quartett es mit dem Einsatz nicht übertreibt, eine angenehme Abwechslung in die Show. Von den regelmäßigen Anstachelungen des Like A Storm-Fronters wachgerüttelt, beteiligt sich mit zunehmender Spieldauer dann auch das zu Beginn sehr zurückhaltende Publikum zunehmend, bis beim AC/DC-Cover "T.N.T." dann tatsächlich ein Großteil der vor der Bühne versammelten kräftig mitsingt. Frontmann Chris lässt es sich da auch nicht nehmen ein Bad in der Menge zu nehmen und springt kurzerhand in von der Bühne hinunter um die dort versammelten Metalheads noch ein wenig persönlicher anzustacheln. Von der positiven Reaktion motiviert, gibt es für den Abschlusssong mit dem etwas kitschigen Titel "Love The Way You Hate Me" dann auch noch ein kleines Mitsingspielchen bei dem sich das Publikum dankend beteiligt, bevor die Neuseeländer schlussendlich mit freundlichem Applaus angemessen verabschiedet werden.

Ihren Job als Warmmacher haben die Kiwis dabei definitiv mustergültig wahr genommen und einen positiven Eindruck werden sie wohl auch bei so manchen der angereisten Tremonti-Fans hinterlassen haben.

Setlist:

The End Of The Beginning
Chemical Infatuation
Never Surrender
Gangster’s Paradise
Become The Enemy
Drum Solo
Chaos
Wish You Hell
T.N.T.
Love The Way You Hate Me

 

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Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

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