Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Tokyo Blade, Iron Kobra, Attic im Konzert (Helvete, Oktober 2011)

Freud und Leid liegen immer nah beieinander

Attic springen kurzfristig ein

Zum Thema

Ein skurriler Abend ist durchaus der passende Begriff für die Metal-Night in der Helvete – es ist Freitagabend, und schon zum Opener Attic, die kurzfristig für die erkrankten Metalety einspringen, tummeln sich mehr Fans als erwartet im Kellergewölbe. Iron Kobra können wie schon einen Monat zuvor an gleicher Stelle einmal mehr vollauf überzeugen. Der Headliner Tokyo Blade muss nach anfänglich überschwänglicher Stimmung gegen den Zuschauerschwund ankämpfen und kann froh sein, dass sie nicht durch einen Blödian, der sich einfach eine Gitarren nimmt und verschwinden will, um halt dieses Arbeitsgerät erleichtert wird.

Attic

Na, sind Attic schon auf dem persönlichen Radar aufgetaucht? Bei einem Nein sollte sich das aber schnell ändern, denn hier reift allmählich eine weitere Undergroundperle im Ruhrgebiet heran. Aufmerksame The-Pit.de-Leser dürften das erste Mal mit dieser Combo im Januar 2011 in Kontakt gekommen sein, weswegen hier wegen der Bandkonstellation auf den Bericht zur Heavy Metal Mania verwiesen wird (siehe unten).

Was hat sich denn bisher getan? Attic haben bislang nur wenige Shows gespielt, das für März/ April 2011 anvisierte Demo ist bisher ebenfalls noch nicht veröffentlicht. Allerdings sind wohl aktuell alle Instrumentalparts schon aufgenommen, lediglich die Gesangsspuren müssen noch über die Bühne gebracht werden; laut Gitarrist Katte arbeiten sie allerdings mit Nachdruck daran, denn auch an diesem Abend stehen recht viele Fans vor den Bandmitgliedern und möchten mit Stoff versorgt werden.

Dafür, dass dort eine absolute No-Name-Band steht, sind schon früh überraschend viele Fans vor Ort – gute 90 Metaller-Seelen tummeln sich im Helvete-Keller, halten sich allerdings mit feiernden Emotionen zurück. Immerhin macht schon eine kleine Unterstützer-Gruppe ordentlich Krach, aber auch der Rest wird von den Band nach und nach eingefangen, denn mal ehrlich: welche(r) traditionsbewusste MetallerIn kann sich gegen diese Songs wehren? Spontan holt man gerne die „Der King kommt aus Gelsenkirchen“-Phrase hervor (vielen Dank an dieser Stelle für die Kleindiskussion, ob sich denn nicht ein bisschen Roughness von James Rivera in die Stimme einmischt – ebenfalls als weiteres Kompliment zu werten). Aber im Endeffekt ist das egal, denn Fronter Mario legt eine astreine Gesangsperformance an den Abend, nur bei seinen Bühnenansagen sollte er noch die Feinschlifffeile herausholen, denn Kommentare wie „wir machen nun weiter mit“ oder „wir spielen jetzt“ sind schlichtweg trocken und langweilig und so zu dem okkulten Auftreten ein wenig kontraproduktiv.

Doch Attic rocken wie Sau –allem voran das perfekte „Devourer Of Souls“ oder das fiese „On The Bellfry“, ganz zu schweigen vom dem Pentagram-Cover „Dying World“ – den abschließenden Jubel haben sich die Fünf redlich verdient. Da werden weitere Showbesuche schon im frühen Bandstadium zur Pflicht.

Setlist:

Intro Night Of The Living Dead
Funeral In The Woods
Sinless
Devourer Of Souls
The Headless Horseman
Hexenintro
On The Belfry
Schwarze Messe Intro
Satans Bride
Dying World (Pentagram-cover)

Seite
comments powered by Disqus