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Tiger Army, Grave Pleasures & The Sewer Rats im Konzert (Leipzig, November 2019)

Was für ein furioser und abwechslungsreicher Abend!

Mit feinstem Post-Punk grüßen Grave Pleasures

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Grave Pleasures

Die Umbaupause geht schnell vonstatten, mittlerweile ist das Conne Island recht gut gefüllt, so schließen sich endlich die Reihen vor der Bühne als Grave Pleasures selbige betreten. Von knackigen Punk Rock geht es nun hinüber zu etwas düsterem Post Punk.

2010 als Beastmilk gegründet, kam es vier Jahre später zum Zerwürfnis und damit zur Neugründung unter jetzigem Namen. Der Sound ist hingegen geblieben und mit Frontmann Mat McNerney steht weiterhin der stimmgewaltige Mittelpunkt bereit. Mit dem treibenden „Mind Intruder“ vom aktuellen Album „Motherblood“ starten die Finnen in ihr Programm, welches sich irgendwo zwischen Dark Rock und etwas poppigeren Wave-Einflüssen einpendelt. Allerdings muss man trotz der erfreulich hohen Qualität zugeben, dass es sicher nicht die optimale Besetzung des Einheizer-Jobs ist. Musikalisch sind sie von den anderen Bands meilenweit entfernt und die etwas düstere Stimmung lässt eben nicht wirklich Partylaune aufkommen.

Trotzdem bestreitet der Fünfer einen überaus anständigen Gig und umherwedelnde Hände gehören sicher eh nicht zu ihren Konzerten. So beschränkt sich das Publikum eher auf ein leichtes Mitwiegen und zünftigen Applaus. „Be My Hiroshima“ erntet schließlich noch etwas mehr Bewegung, zeigt es sich doch deutlich treibender und haut zudem mit den weit ausschweifenden Gitarren gut rein. Einzig der Anblick auf der Bühne wirkt etwas verstörend, scheinen doch die Saitenfraktion und Sänger Mat in verschiedenen Welten zu leben. Wo der eine reich an Mimik und doch introvertiert agiert, geht eben der Rest komplett im Posing auf und haut schon mal die Gitarre effektreich gen Decke. Auch das mit einem markigen Zwischenspiel gespickte „Haunted Afterlife“ kann absolut überzeugen und wird wohl ansonsten abräumen, heute und hier bleiben die Zuschauer allerdings weiterhin recht reserviert.

„Joy Through Death“ wabert schließlich wieder im typischen Post Punk-Stil durch den Klub, ein kurzer Gruß gen Tiger Army folgt und schon steht der letzte Titel „Love In A Cold World“ bereit. Damit kommt noch ein grooviger, energievoller Song aus der Beastmilk-Zeit auf die Bühne, der wieder einen ausschweifenden Part für Gitarre und Bass bereithält. Starker Titel und ein starker Auftritt der Finnen, die sich zwar alles andere als kommunikativ zeigen, aber letztlich komplett überzeugen.

Setlist:

Mind Intruder
Doomsday Rainbows
Infatuaion Overkill
New Hip
Be My Hiroshima
Haunted Afterlife
Fear Your Mind
Death Reflect Us
Joy Through Death
Love In A Cold World

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