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Threshold, Overtures, The Silent Wedding im Konzert (Hamburg, November 2014)

Mehr als gelungener Deutschland-Auftakt!

Overtures sind echte Energiebündel auf der Bühne

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Overtures

Die Italiener Overtures sind schon ein bisschen länger im Geschäft und haben bereits drei Full-length-Alben unters Volk gebracht. Möglicherweise wirken sie deshalb in ihrem Auftreten auch etwas selbstsicherer – Sänger Michele ist sehr umtriebig, pusht das Publikum, fordert Applaus für die anderen Bands, rennt von einem Ende der Bühne zur anderen, quasselt mit charmantem italienischem Akzent teilweise ganz ordentlich zwischen den Songs und macht natürlich auch darauf aufmerksam, dass man am Merchstand das aktuelle Album „Entering The Maze“ kaufen kann, von dem man am heutigen Abend gleich sieben Stücke darbietet.

Auch sonst könnte man zunächst meinen, man sei auf einem Dragonforce-Konzert, so wie diese Jungs über die Bretter pesen und ständige Positionswechsel vornehmen. Wenn man in Klischees denkt, würde man sich nicht wundern, dass die Truppe aus Italien kommt, da man sich im melodischen, teils speedigen Power-Metal-Bereich wohl fühlt und Michele auch einige typische hohe Screams auf der Pfanne hat. Wenn er in tieferen Frequenzen agiert, ist er allerdings oft schlecht zu hören, da auch bei den Ouvertüren der Sound eher in den Sand gesetzt wird – wiederum ist vor allem das Schlagzeug zu laut. Zum Ende hin fällt dann außerdem eine der Gitarren aus, es ist aber nicht ganz zu erkennen, ob eine Saite gerissen, das Kabel kaputt ist oder was auch immer; der Musiker ist jedenfalls kurz verschwunden und kehrt dann schnell wieder zurück.

Witzig wird es ganz zum Schluss: Anscheinend haben die Jungs schneller performt als gedacht, denn als sie schon gehen wollen, wird ihnen doch noch ein Song zugestanden – das erlebt man auch nicht alle Tage. Da die Kerle eh sichtbar Spaß in den Backen haben, lassen sie sich natürlich nicht lumpen und kredenzen mit „Here We Fall“ noch eine Zugabe vom 2011er Album „Rebirth“. Die inzwischen durchaus zahlreich anwesenden Zuschauer danken es ihnen und verabschieden sie mit recht euphorischem Applaus, den sich die sympathische Band mit einem engagierten Auftritt wohl verdient hat. Man merkt, dass sie schon etwas weiter sind als The Silent Wedding und auch wenn sämtliche Keyboards vom Band kamen und der Sound weit vom Optimum entfernt war, handelte es sich um eine unterhaltsame und kurzweilige Dreiviertelstunde.

Setlist:

The Maze
Under The Northern Star
Of Nightmares
Savior
Empty Trails
Programmed To Serve
The Oracle
Fly, Angel
Here We Fall

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