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Threshold, Damnation Angels & Day Six im Konzert (Hamburg, November 2017)

„Alles südlich der Elbe ist Norditalien“

Damnation Angels

Diese wie die Hauptband aus England stammende Truppe (bis auf ihren argentinischen Sänger) war bereits bei der letzten Threshold-Tour mit am Start, damals als Opener – heuer sind sie ein wenig „aufgestiegen“ und dürfen nun als zweites ran. Positive Randnotiz: Lediglich eine Viertelstunde dauert die Umbaupause und trotzdem ist der Sound danach besser als bei Day Six. Immer noch ausbaufähig, aber tauglich. Der erwähnte Sänger Ignacio Rodríguez hat sich im Vergleich zum letzten Mal optisch ein wenig verändert. So trägt er jetzt Glatze und hat offenbar auch ein wenig gepumpt, er wirkt weniger wie ein Wonneproppen, sondern eher stämmig.

Vor allem stimmlich aber hat er es immer noch tierisch drauf und zusätzlich offenbar einen besonders guten Tag erwischt, denn die hin und wieder eingestreuten Power-Metal-Screams sitzen wie eine Eins. Schade, dass die symphonischen Elemente, die trotz grundsätzlich vorhandener gesunder Härte eine recht große Rolle einnehmen, allesamt vom Band kommen, auch wenn Ignacio zwischendurch ein paar Mal zu einem im Hintergrund stehenden Keyboard stiefelt und ein paar Passagen live spielt – auch wenn da kaum jemand den Unterschied zum Material vom Band heraushören dürfte.

Wie dem auch sei: Wie man Stimmung macht, wissen die Jungs auf jeden Fall. Immer wieder werden die Fans zum Mitklatschen, dem Zeigen der Pommesgabel und Hey-Rufen animiert, die Bandmitglieder wechseln stetig die Positionen und sind für alle Posen des Rock’n’Roll-Spektrums zu haben. Die Musik ist allerdings auch deutlich eingängiger und griffiger als die des Openers und die Leute machen gerne mit. Ansagen der Marke „Do you like Heavy Metal?“ sind nun wahrlich nicht der Weisheit letzter Schluss und ähnlich cheesy und klischeehaft wie so manche Songpassage, für eine unterhaltsame Dreiviertelstunde versteht es die Truppe dennoch auch heute wieder zu sorgen. Guter, proggig angehauchter Symphonic Power Metal!

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„Weil wir einfach wissen, dass wir als Band nur funktionieren, wenn wir uns nicht verbiegen“