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Thrashfest 2010 (Hamburg)

Fettes Thrash-Package zu einem fairen Preis

Guter Auftakt: Suicidal Angels

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Ein fetteres Paket in Sachen Thrash Metal hätte man wohl kaum zusammenstellen können: Die deutsche Ruhrpott-Legende Kreator hat sich zusammen mit den Bay-Area-Recken Exodus und Death Angel zusammengetan; komplettiert wird das Ganze noch mit den griechischen Nachwuchs-Thrashern Suicidal Angels, die in der Szene im allgemeinen als eine der besten Thrash-Bands der jüngeren Generation aufgeführt werden.

Sicher, es gibt da die Big Four-Tour, die sich aus Metallica, Slayer, Megadeth und Anthrax zusammensetzt, doch wer dafür nicht das nötige Kleingeld besitzt, kann sich mit dieser kleineren, aber mindestens genauso geilen Variante zufriedengeben. Außerdem ist die Atmosphäre bei dieser Clubtour definitiv intensiver als bei Konzerten von Hetfield, Araya, Mustaine und Co. in großen Arenen oder gar Stadien, und 30 Euro sind für dieses tolle Viererpack ein fairer Preis; dementsprechend ist die Hamburger Markthalle, wo man heute Station macht, auch ausverkauft. 

Suicidal Angels

Das griechische Quartett hat mit „Dead Again“ gerade erst ein brandneues Album herausgebracht, was doch recht fix ist, wenn man bedenkt, dass die letzte, starke Scheibe „Sanctify The Darkness“ gerade mal gut ein Jahr zurückliegt. Bereits jetzt, bei der allerersten Band, die glücklicherweise bereits um 19 Uhr und nicht erst um 20 oder gar 21 Uhr, wie oft der Fall, loslegt – der nächste Tag ist ein Montag, an dem die meisten natürlich arbeiten müssen und daher, sofern sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist sind, sicherlich keinen Bock darauf haben, mit Nachtbussen nach Hause fahren zu müssen –, ist es proppevoll und man malt sich schon aus, wie das wohl bei den nächsten Acts erst aussehen wird.

Die Jungs zocken einen soliden Gig, bei dem mit „Reborn In Violence“, „Bleeding Holocaust“, „Dead Again“, „Violent Abuse“, „Beggar Of Scorn“ und „Final Dawn“ gleich sechs Tracks der neuen Platte zum Zug kommen; ganz altes Material des ersten Albums „Eternal Domination“ oder der frühen EPs wird nicht berücksichtigt, und von „Sanctify The Darkness“ gibt es mit „... Lies“ und dem abschließenden „Apokathilosis“ lediglich zwei Nummern auf die Lauschlappen. Sicherlich nicht gerade besonders breit gefächert und exakt die gleiche Setlist wie bei den Gigs zuvor, aber angesichts der Tatsache, dass die Athener als Opener nur 35 Minuten zur Verfügung haben und natürlich in erster Linie ihre neue Scheibe promoten wollen, sicherlich verständlich.

Es gibt zwar genügend Lästermäuler, die den wenig originellen Stil, der halt absolut Old School und schon sehr auffällig an Slayer angelehnt ist, als reine Kopie ansehen, aber die wie erwähnt bereits zum jetzigen Zeitpunkt schon volle Hütte gibt der Band recht. Was erwartet man bei Thrash Metal denn außerdem bitte großartig an Innovativem – es muss drücken, es muss intensiv sein und man muss headbangen können, mehr kann man kaum verlangen. Und da die Jungs so gut es geht Alarm machen und das Songwriting völlig okay ist, gibt es eigentlich auch nichts zu meckern. Außer am Sound, der ist echt für’n Arsch; dieser Brei wird der Combo nicht gerecht – schade, in Oberhausen war es ja offensichtlich ähnlich, wie unser Bericht von der dortigen Thrashfest-Ausgabe zeigt.

Setlist:

Damnation (Intro)
Reborn In Violence
Bleeding Holocaust
Dead Again
Violent Abuse
Beggar Of Scorn
… Lies
Final Dawn
Apokathilosis

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