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Thrash Speed Burn Fest 1

Gelungene Erstauflage

Na, das lässt sich schon mal gut an: Das erste Thrash Speed Burn Fest ist ganz gut besucht, auch wenn an diesem Freitag, den 13., einmal mehr der Konzertwahnsinn ausgebrochen ist. Unmittelbar neben dem Kulttempel in der Turbinenhalle sind gleich zwei „Konkurrenzveranstaltungen“ anberaumt, weit über Oberhausen hinaus sieht das dann noch „dramatischer“, oder je nach Sichtweise, „bunter“ aus.

Zumindest wohnen dem Thrash-Event ausreichend Fans bei, sodass die Organisatoren schlussendlich nicht noch auf Rechnungen sitzen bleiben. Um die positive Entwicklung gleich mal zu untermauern, kündigt Orga-Martin auch Part II für den 12. Januar 2018 an, für den dann auch schon Darkness und Deathfist bestätigt werden – Applaus dafür und auch für den ersten Abend.

Eins noch kurz: Die eigentlich für heute ebenfalls geplanten Sunchair mussten leider ein paar Tage zuvor verletzungsbedingt absagen (gute Besserung übrigens) – im Vorfeld gab es ja schon ein Hin und Her über diese polarisierende Band. Das an diesem Abend aber auch so genug Stoff zum ausführlichen Diskutieren zusammenkommt, war ja vorher so nicht wirklich zu erkennen.

Antagonist

Den Auftakt machen dann die durch ein Voting zum Billing dazugestoßenen Black Thrasher Antagonist aus Essen. Das Trio ist somit gleich auch Teil eins einer im Kulttempel spaltenden Diskussion und machen somit per se einfach alles richtig: Wer allen gefällt, ist nichts. Und so sind vorne Bandsupporter, Freunde und Fans schon früh zum gemeinsamen Headbangen angetreten, im hinteren Bereich mischt sich das Desinteresse mit ablehnender Haltung – „Die machen ja nichts Neues“ oder auch „Black Thrash hab ich eh noch nie verstanden“, so das häufige Credo.

Egal, Antagonist habe sich ihre eigene Fanbase erspielt, das aktuelle Demo – welches es natürlich auf Tape gibt – ist schon längst ausverkauft, da lässt sich dann auch mit gaaaanz altem Sodom-Feeling gut rumrumpeln – tight ist nicht immer der wahre Schluss der Stunde. Dazu kommt auch die auch heute noch ungewöhnliche Konstellation, dass Drummer Bestial Butcher für das Gros der Vocals zuständig ist und nur einmal durch Bassist Riot Messiah (eher weniger gut, sein trockes Bellen) und auch einmal durch Gitarrist Nekromaniak (mit der für Thrash Metal wohl am ehesten geeigneten Kehle) abgelöst wird.

Zu hören gibt es dann Tracks von den letzten beiden Demos „Rehearsal Demo 2014“ und „Bombs Of Hades“ sowie gleich einen ganzen Schwung an neuen Songs, die dann ab nächster Woche im Studio auch für das Debütalbum eingetrümmert werden. Einiges an Bewegung vor, auf der Bühne dagegen so gut wie nichts, da müssen die sicherlich auch an deutlich kleinere Bühnen gewohnten Antagonisten noch reichlich nachjustieren, um mehr Protagonisten zu sein. Der Applaus ist trotzdem gut, der Auftakt gelungen, viel will man da gar nicht für knapp 35 Minuten Spielzeit verlangen.

Setlist:

Ruhrpott Terror Squad
Intro + Bombs Of Hades
Thrashing Bastards
Vicious Attack
Omen Of Death
Depths Of Hell
Destruction
Mörderbande
Possessed
Vulcanic Eruption

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