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The Vision Bleak, Saturnus im Konzert (Hamburg, April 2016)

Etliche Klassiker und ein toller Ausblick aufs kommende Album

Dass eine Band eine Tour zu ihrem neuesten Album absolviert, noch bevor das Album überhaupt veröffentlicht wurde, ist zwar selten, aber nichts, das noch nie in der Musikgeschichte vorgekommen wäre; hin und wieder entschließt sich die eine oder andere Formation aus welchen Gründen auch immer doch für diese Maßnahme. So auch The Vision Bleak, die am 3. Juni ihr sechstes Full-length-Werk „The Unknown“ herausbringen werden, damit allerdings bereits im April auf Rundreise gehen – konsequenterweise unter dem Titel „Into The Unknown“ firmierend. Nicht nur, dass die selbsternannten Horror Metaller damit austesten können, wie die neuen Stücke bei ihrer Anhängerschaft ankommen – für einige glückliche Fans ergab sich mittels Verlosung sogar die Gelegenheit, gemeinsam mit der Band im Tourbus vor der Show das komplette neue Album durchzuhören.

Bereits einen Abend zuvor in Berlin durften sich ein paar Gewinner dieser Aktion über dieses Privileg freuen, einen Tag später in Hamburg sind nun die nächsten dran. Letzten Endes allerdings ist es neben dem anwesenden The-Pit.de-Schreiberling, dem im Rahmen der Akkreditierungsanfrage großzügigerweise einfach so angeboten wurde, der Listening Session beizuwohnen, nur ein Einziger, der sich eingefunden hat, da zwei Leute abgesagt haben, wie Frontmann Allen B. Konstanz zu Protokoll gibt. Warum, wissen wohl nur die betreffenden Personen selbst, schließlich kriegt man es nicht alle Tage offeriert, zusammen mit einer seiner Lieblingsbands in deren Tourbus abzuhängen, ihrer neuen Platte zu lauschen, die erst in knapp zwei Monaten auf den Markt kommt und den Bandmitgliedern direkt Feedback zu geben.

Später als geplant startet die Session um kurz vor acht bei ein paar Bier und ein paar Gläsern Rotwein, nachdem es zuvor ein paar Unstimmigkeiten wegen der genauen Zeit gab. Aus diesem Grund ist es mir leider auch nicht möglich, über die erste Vorband zu berichten, bei der es sich um John Haughm, den Sänger von Agalloch handelt, der im Laufe der Jahre immer mal wieder die eine oder andere Soloplatte veröffentlicht hatte.

Dafür aber lässt sich schon nach einem Durchgang von „The Unknown“ sagen, dass die Scheibe verdammt mächtig und äußerst beeindruckend tönt. Man ist von The Vision Bleak zwar bisher stets Qualität gewohnt gewesen, dennoch sollte lobend hervorgehoben werden, dass der Band ganz offensichtlich auch nach immerhin einem halben Dutzend Platten noch keineswegs die kreative Puste ausgegangen ist: Im Gegenteil, es gibt jede Menge Details zu entdecken und einige spannende Wendungen in den Songs. Da wir anschließend noch relativ spontan ein (wenn auch sehr kurzes) Interview führen (demnächst auf The-Pit.de zu lesen), kriege ich auch von der zweiten Band am heutigen Abend, Saturnus, lediglich (schätzungsweise) das letzte Drittel mit.

Saturnus

Die Dänen sind bereits seit den frühen Neunzigern im Geschäft und haben schon endlos viele Besetzungswechsel hinter sich – seit einigen Jahren jedoch ist das Line-up recht stabil. Dennoch: Die einzige Konstante bildet Frontmann Thomas Akim Grønbæk Jensen, der durchgängig dabei war und sich heute – wie auch die gesamte Truppe – in guter Form präsentiert. Das kleine Marx ist recht gut gefüllt und die Fans scheinen Gefallen am melodischen Doom-Death der Skandinavier zu finden, wie zwar nicht gerade ekstatischer Jubel, aber doch mehr als nur anerkennender Applaus zwischen den meist überlangen Songs beweist, für den sich der Sänger artig bedankt – ansonsten hält er sich ansagentechnisch eher zurück.

Klassisch-melancholischer Trauerweiden-Doom mit wunderschönen Melodien, die vor allem von einer häufig sehr dominanten Lead-Gitarre, aber auch etlichen Harmonieläufen dargeboten werden und einen tollen Kontrast zu Jensens grummeligen Grabes-Growls bilden. Wer auf Doom steht, kommt um diese Truppe eigentlich nicht herum; da auch der Sound wirklich gut ist, kann man sich hier wunderbar mit geschlossenen Augen fallen lassen und sich Zeitlupen-Headbanging hingeben. 

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