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The Very End, Crossplane, CrossHead im Konzert (Essen, November 2012)

Runder Abend mit viel Schweiß und guter Musik

Frontmann Björn in Höchstform

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The Very End

Allmählich geht es auf Mitternacht zu und auch die Temperatur im Café Nord steigt auf beinahe unerträgliche schweißgetränke Maße an. Doch bevor The Very End ihre neue Langrille "Turn Off The World" präsentieren können, müssen erst mal ein paar Preise verlost werden. Dabei gehen unter anderem Shirts, Taschen und andere Merchandise-Artikel und natürlich auch die neue Platte an einige glückliche Gewinner weg. Danach ertönt schließlich das Rocky Theme als Intro, um die Band anzukünden und der Headliner betritt die Bühne.

Frontröhre Björn und seine vier Mitstreiter legen passenderweise auch direkt los mit dem Opener der neuen Platte namens "Splinters", der sofort einheizt und sowohl die Schweißdrüsen als auch die Nackenmuskeln der Fans nochmal voll auf Trab bringt. Sofort wandelt sich die Menge vor der Bühne in eine Szene, die hier jetzt um der Euphorie willen einfach mal als ein Meer aus wirbelnden Mähnen und überschwappenden Bierkrügen beschrieben wird. Weiter im Programm geht es mit "Infidel", ebenfalls einem neuen Track, und natürlich dem bekannten "A Hole In The Sun", bei dem dann auch der ein oder andere beginnt ordentlich mitzugrölen. Auch beim nachfolgenden "The Leper" lassen sich die textsicheren Fans nicht davon abhalten, den Refrain lautstark mitzusingen.

Lediglich ein kleiner Störenfried sorgt für Aufruhr. Ein sichtlich angetrunkener Fan, der bereits seit Konzertbeginn am Schubsen und Drängeln ist, beginnt plötzlich andere Besucher zu provozieren und tritt schließlich eine junge Frau. Dass das niemanden auch nur annähernd gefällt, zeigt sich schon daran, dass die Band ihr Set kurzzeitig unterbricht und darauf aufmerksam macht, dass so etwas alles andere als erwünscht ist. Ganz klar die richtige Reaktion. Der Besoffski wird erfreulicherweise sofort von der Security wenn auch widerwillig rausgeführt. Für ihn ist der Abend gelaufen, selbst Schuld. Entweder benehmen oder zu Hause bleiben. Allerdings ist dies ein kleiner Dorn im Auge des heutigen Abends, aber auch nur ein winzig kleiner, der dem Rest des Konzerts keinen Abbruch tut. Im Gegenteil, schön zu sehen, wie solidarisch sich die Szene zeigt, wenn mal einer daneben tritt.

Sobald der Störfaktor beseitigt ist, geht es aber auch schon feuchtfröhlich weiter. Sowohl die vertrauten Songs wie "Flatline" als auch die neuen wie "Iron Sky" kommen hervorragend beim Publikum an. Überraschend ist auch, wie viele der Anwesenden die neuen Songs bereits zu kennen scheinen. Beim melancholischen "Maelstrom Calling" stellt Björn noch einmal sein Gesangstalent unter Beweis. Doch nicht nur er ist in Höchstform, auch die Instrumentalfraktion gibt wie gewohnt ihr Bestes. Der sichtlich gut gelaunte René schmettert den Anwesenden ein knallhartes Riff nach dem anderen um die Ohren und Alex an der zweiten Klampfe scheint sich mittlerweile auch gut in die Band eingelebt zu haben. Die Soli sind einwandfrei, genauso wie die preschenden Drums und die groovigen Basslines, die ganz nach traditioneller TVE-Marnier aus den Boxen schallen. "Blacklisted" und "Memento" von der zweiten Bandplatte ergänzen die umfassend ausgeschmückte Setlist und sorgen für weitere Höhepunkte der aufreibenden Show.

Auch wenn es auf der kleinen Bühne hin und wieder ein wenig eng wird und man gelegentlich über den ein oder anderen Kollegen stolpert, lässt die Performance kaum etwas zu wünschen übrig. Basser Marc macht es dem Publikum gleich und ist ausgiebig am headbangen, während Drummer Daniel sich hinter der Schießbude austobt und neben den üblichen Groove-Parts gelegentlich ein paar irrschnelle Doublebass-Salven auf die Zuhörerschaft abfeuert. The Very End reißen wahrlich den Schuppen ab. Wie nicht anders zu erwarten, wird nach dem letzten Song lauthals nach einer Zugabe verlangt, und so gibt das dynamische Quintett noch den Rausschmeißer "The Loss Theory" und das altbekannte Metalcover von "Maniac" zum Besten.

Setlist:

1. Splinters
2. Infidel
3. A Hole In The Sun
4. The Leper
5. The Last Mile
6. Sixes And Nines
7. Letters To The Living
8. Sewn Eye Sleep
9. Iron Sky
10. Flatline
11. Maelstrom Calling
12. Blacklisted
13. Memento
14. Ball And Chain
15. The Loss Theory
16. Maniac

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