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The Rules, The Hellboys im Konzert (Essen, Juni 2012)

Trotz „Schlaaand“ ein gelungener Abend

Björn alias Bon Scotch singt auch bei The Rules

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The Rules

Vor knapp zwei Wochen hatten The Rules schon einen Auftritt, den die Band allerdings lediglich als Warm-Up und nicht als Show bezeichnet. Warum das wichtig ist? The Rules selbst geben zu Protokoll, dass sie gerade nicht die Livemonster sind, liegt die letzte Show schon gute drei Jahre zurück, damals noch im Essener Sounds, einem kleinen Club, der leider nicht mehr besteht. Dort spielten sie, kurioserweise auch mit The Hellboys – so schließen sich schnell die (Bekanntheits-)Kreise.

Und wer sich die Bilder ansieht und mit einem "Nanu?" im Gesicht sich fragend die Kopfhaut blutig kratzt, weil das Gesicht des Frontmannes doch so bekannt ist: Richtig, bei The Rules steht Bon Scotch alias Björn von The Very End und den Night in Gales hinter dem Mikrofon – so klein ist die Welt.

„Action Rock“ nennt das Quintett die favorisierte Mucke – eine gehörige Portion Punk und Rock’n’Roll wird also der noch weiter angewachsenen Fangemeinde vor den Latz geknallt. „Wir hatten ja schon befürchtet, dass das hier kein gutes Ende nimmt, denn wir hassen Happy Ends“ – na klar, Bon Scotch haut so die Überleitung für „I Hate Happy Ends“ heraus, der brandneue, fast fünf Jahre alte Song „Beat Me“ hat nichts mich der Pop-Ikone Jackson zu tun, „alte und neue Gesichter“ werden mit „Rock’n’Roll Idiots" begrüßt – es ist jetzt wohl kaum verwunderlich, dass das Stimmungsbarometer auf Party getrimmt ist.

Besonders zwei Punks nehmen sich das zu Herzen, Schattenboxen schon geraume Zeit und sorgen so für einige Lacher. Bei „Mudfight“ kippen sie Bon Scotch gleich den letzten Bierflaschenrest über das Shirt und lecken das heruntertropfende Nass wieder auf  - alles ein wenig eigenwillig und irgendwie genau richtig – Freak Show heißt ja schließlich der Club in Essen Steele, mit Liebe zum Detail.

Und so haben wir schon fast Mitternacht, einige „Schlaaand“-Shirts-Träger verirren sich noch ebenfalls ins Kellergewölbe, „Oh No/Oh Yeah“ wird den Hellboys gewidmet, die meisten stehen und transpirieren – zum Schluss steht fest, dass irgendwie alle anwesenden Freaks nur Gewinner sind – herrlich, wie die Polen-Strategen auf dem Bolzplatz lediglich Randfiguren sind.

Setlist:

Back To Trouble City
Ballad Of John Doe
Sixpack Soul
Beat Me
I Hate Happy Ends
Fake Hope & Bad Dope
Rock’n’Roll Idiot
Oh No/Oh Yeah
Poison Blue
Rip Off Boy
Bye Bye You’re Gonna Die
Mudfight

Song Without A Name

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