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The Prosecution im Konzert (Dresden, Dezember 2017)

Starkes Debüt, welches nach einer baldigen Wiederholung schreit

The Prosecution bieten Ska-Punk zum abfeiern und nachdenken

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Mit „The Unfollowing“ brachten The Prosecution im August ihr viertes Album an den Start, welches nun auch live dargebracht wird. Mittlerweile stehen die Bayern so ziemlich am Ende ihrer Tour und machen noch einen kurzen Zwischenstopp im Dresdner Beatpol, der gleich mal eine Special Show schmeißt, was bedeutet, dass der Eintrittspreis sich gerade mal auf 5€ beziffert. Trotz des recht niedrigen Eintritts und eines Sonnabends verirren sich leider nicht allzu viele in den Klub, allerdings sieht man anhand der Shirts, dass man eindeutig wegen der Band hier ist, was immerhin trotzdem einen stimmungsvollen Abend verspricht.

The Prosecution supporten sich dann quasi erstmals selbst. Gitarrist Kötti gibt als Gevatter Wolf einige Balladen von Metallica bis hin zu Adele zum Besten, eilig werden die Stühle in den Saal geschoben, immerhin will man die Vorstellung in Ruhe genießen. Textunsicherheiten und flapsige Sprüche gehören dabei zum Programm und können deutlich zum Amüsement der Zuschauer beitragen. Allerdings heißt es dann zügig „Viel Spaß mit The Prosecution“ und wenige Minuten später sind diese vollständig auf der Bühne versammelt.

Der Einstieg mit „The State Of Hate“ ist optimal gewählt, die Ska-Punk-Truppe schießt sofort aus vollem Rohr und wird dementsprechend abgefeiert. Die letzten Stühle wandern rasch an den äußersten Rand, immerhin braucht man sofort ausreichend Tanzfreiheit. Eine kurze Begrüßung folgt und schon geht es mit „Liar“ weiter. Die achtköpfige Truppe lässt auch hier nichts anbrennen, die Songs hauen aber nicht einfach nur derbe rein, sondern können zudem mit ansprechenden Texten aufwarten.

Nach „1989“ gibt es eine weitere Begrüßung, Frontmann Simon stellt dabei fest, dass man heute das erste Mal in Dresden spielt. Kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen, immerhin sind die Bayern mittlerweile seit fünfzehn Jahren unterwegs. Wenn man die Zuschauer anschaut, ist es allerdings wirklich höchste Zeit, dass nun endlich in der Landeshauptstadt aufgespielt wird. The Prosecution-Fahnen werden ausgepackt und voller Euphorie durch den Saal gewedelt, um dann gemeinschaftlich „Where The Belong“ vom neuen Album zu zelebrieren.

Simon stellt fest, dass man hier wohl doch schon neue Freunde gefunden hat und für die gibt es „Still Friends“. Posaunist Valentin zieht derweil einen Tisch in die Mitte des Saals, von dem aus er nun weiterspielt. Klar ziehen solche Aktionen unheimlich gut, es wird getanzt, der eine oder andere Circle-Pit tobt über die Tanzfläche und so hat man mittlerweile das Gefühl, dass sich auf jedem Quadratmeter feiernde Menschen befinden. So kann man zu „My Silent Phone And Me“ immerhin auch eine Wall Of Death testen, die natürlich ausnahmslos mitgenommen wird. Selbst wenn sich The Prosecution immer noch von der Größe des Klubs überwältigt fühlen, hat man das Gefühl, dass sie zwingend hier reingehören. Bedingungslos werden sie gefeiert, zu „40 Hours“ zieht sich der nächste Circle-Pit über die Fläche und „I Swear“ wird durchweg durch Mitklatschen unterstützt.

Leider heißt es zu „Voices“ ein letztes Mal richtig abgehen, der Bitte um Lärm wird dabei nur zu gern nachgekommen und schon verschwinden die Bayern von der Bühne. Lange bleibt diese aber nicht leer, den Zugabe-Rufen wird nachgegeben und mit „A New Sensation“ geht es in die kurze Dreingabe. „Melodies Of Timeless Stories“ beschließt den Gig, noch einmal wird kräftig mitgesungen und damit heißt es „Tschüss“. Was bleibt ist die Hoffnung, dass sich The Prosecution nicht wieder fünfzehn Jahre Zeit lassen, um hier aufzuspielen.

Setlist:

The State Of Hate
Liars
1989
Where We Belong
The Big Bad White
Still Friends
Band Of Brothers
Brainwashed Society
The Last Shot
My Silent Phone And Me
Angel For A Moment (Devil For A Lifetime)
40 Hours
I Swear
Forlorn
In Your Head
Shots & Sirens
Lifelines
Two Hearts One Chest
Voices

A New Sensation
Ironic Phases
Melodies Of Timeless Stories

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