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The Mystery, Ivory Night, Fairytale im Konzert (Heiligenhaus, September 2012)

Wo alles anfing…

The Mystery stellen die neue CD komplett vor

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The Mystery

Nach kurzer Umbauspause kommen dann endlich diejenigen auf die Bühne, um die sich dieser Abend dreht, weswegen die Fans dann doch in den Club gewandert sind. Unter den Gästen hat sich dann sogar ein wenig Metal-Prominenz eingeschlichen, stehen an der Bar doch zum einen Henning Wanner von Jaded HeartEarthmover sowie der Edguy-Schlagzeuger Felix Bohnke. Die Fanaugen sind aber mehr auf die Bühne gerichtet, der Club ist mittlerweile gut gefüllt, auch die letzten, die lieber bei der lauen Sommernacht im Freien standen, lassen sich nun im Innenraum blicken.

Ein wenig nervös sind The Mystery schon; verständlich, präsentieren sie heute doch ihre neue CD/Vinylplatte „Apocalpse 666“ mit der neuen Stimme am Mikrofon, Iris Boanta. Zwar haben sie schon vereinzelte Shows in der neuen Besetzung gespielt, doch eine CD-Präsentation ist da doch von ganz anderem Wert. Die neue CD konnte in den letzten Tagen pressetechnisch dagegen förmlich abräumen, ständig hagelte es weltweit Höchstnoten, vielleicht auch hier ein Grund mehr, dass die Nerven ein wenig flattern.

Doch dieses legt sich schnell, denn auf der Bühne wissen sie, was zu tun ist, sind ja auch durchweg alte Hasen – auch wenn Iris mit ihrem Alter ein wenig tiefstapelt - und so können sie auch diverse persönliche Zipperlein locker wegstecken und nur regelmäßige The Mystery-ShowbesucherInnen dürfte auffallen, dass die Agilität auf der Bühne heute ein wenig eingeschränkt ist. Musikalisch wollen sie allerdings nichts anbrennen lassen und haben ein knapp zweistündiges Programm geschnürt, welches nicht nur das komplette neue Album, sondern auch ein paar Klassiker der letzten beiden Scheiben beinhaltet. Schade nur, dass sie so überhaupt keinen Ausflug auf das Debüt „Where The Wind Blows Freedom“ oder das Nachfolgealbum „Facing The Storm“ präsentieren – nun ja, auch so haben sie genug Stoff zusammen.

„Wo kommen denn die Leute her“ will Iris schon früh wissen, wobei sie im Hinterkopf hat, dass sogar Fans aus Holland angereist sind. Gesanglich liefert sie eine äußerst starke Leistung ab, die Ansagen funktionieren allerdings nicht immer so wie gedacht. So zündet die „Wir hassen Frankfurt“-Einlage zum Track „Cashgame“ eher bedingt, wobei der Song selbst so eiige Powerfäuste zum Leben erwecken kann.  Iris lässt allerdings auch nicht locker und animiert immer wieder zum Mitmachen (wobei sie dann auch manchmal den Bogen ein bisschen überspannt), teilt den Saal für „Suicidal Thoughts“ in zwei Hälften und lässt die Seiten wahlweise mitsingen, macht auf das vielen bekannte „Nailed To The Cross“-Video aufmerksam und für „Hells Gate“ springt unvermittelt ohne Ankündigung Gastsänger Dave zum vokalistischen Duett auf die Bühne. Nach Heiligenhaus will sie ziehen, wenn die Fans auch ordentlich mitmachen, nur ob sie die Ankündigung auch wirklich wahr macht, lässt sie den Abend über offen – man weiß es nicht.

Heiß ist es im Club, vielleicht ein Grund dafür, dass sich auch die ersten Fans schon nach der Hälfte des Sets in die kühlende Nachluft schleichen und lieber vor der Tür die eine oder andere Gerstenkaltschale verköstigen. Im Saal merkt man aber noch deutlich den Unterscheid zwischen neuen und alten Songs – die alten Sachen sind natürlich bekannt und so fällt es den Fans leicht, hier eher mitzufeiern. Keine schlechte Wahl also von The Mystery, die lautstark eingeforderte Zugabe mit drei Klassikern des letzten Albums zu füllen, wobei sich „Judas Betrayed“ wohl ganz oben auf der Fanwunschliste befand und dementprechend abgefeiert wird.

Setlist:

Intro Doomsday Prophecy
Apocalypse 666
Blackened Ivory
Restless Heart
Cashgame
Ride On
Suicidal Thoughts
Vengeance Is Mine
Nailed To The Cross
Death Lullaby
Hells Gate
In Heaven Or Hell
Outlaw
Intro The Catchers Prelude
Soulcatcher
Fire Keeps On Burning
My Heart Lies Bleeding
Assaulted Minds
War Cry
The Great Escape
Take Me To The Light
1.000.000 Light Years Away
Judas Betrayed

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