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The Hourglass, Layment, Infinite Horizon im Konzert (Münster, November 2013)

Dark Dreams in Metal - abwechslungsreicher Abend im Café Sputnik

Infinite Horizons stellen heute auch neue Songs vor

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Das Café Sputnik zu Münster glänzt mit einer Besonderheit, die so wohl selten irgendwo zu finden ist: Der Duft frisch gebackener Pizza durchflutet den Raum und macht Hunger auf mehr als nur Musik. Letztere aber ist dann doch der Grund für eine Münsteraner Stippvisite, denn der heutige Headliner The Hourglass aus Rumänien ist für lediglich zwei Shows in Deutschland, supportende Unterstützung (oder doch unterstützenden Support?; Anm.d.Red.) liefern dabei die Herner Layment sowie als Opener

Infinite Horizon

aus dem Siegerland, genau genommen aus Neunkirchen. Lange war es ein wenig ruhig um die progressiven Power Metaller, was sich aber hoffentlich bald wieder ändern wird, kredenzen sie doch heute nicht nur ein paar Songs von ihren bisherigen vier Studioalben – das aktuelle Album „Dominion“ datiert aus dem Jahre 2009 (!) –, sondern legen auch ein paar Neukompositionen vor.

Pünktlich um acht stehen sie heute als Quintett auf der Bühne, da Bassist Armin aus privaten Gründen passen muss. Aber auch ohne den Tieftöner, der auf der sehr beengten Bühne auch noch ein bisschen mehr Platz weggenommen hätte, hinterlassen Infinite Horizon einen richtig guten Eindruck, auch wenn sie selbst erst ein wenig brauchen, um wirklich „warm“ zu werden, was man schön an den beiden Gitarristen Thomas und Jens ausmachen kann, stehen sie doch bei den ersten Songs eher wenig präsent am Bühnenrand, vor allem der vorm Zuschauerraum stehende Thomas befindet sich noch dazu komplett im Dunkeln und ist eher zu erahnen als wirklich zu sehen – hier sollten die Sputnik-Betreiber ruhig die durchaus vorhandenen Strahler einfach mal besser ausrichten und gut ist.

Und wenn so häufig die erste Band ganz gerne mit Ignoranz gestraft wird, so kann man das für den Abend in Münster nicht stehen lassen, denn das Café ist nicht nur prima gefüllt, sondern die Fans geizen nicht mit Applaus, und auf Drängen von Fronter Marc wird dann auch sukzessive etwa nach vorn gerückt, allerdings nicht bis an die Bühne heran. „Ihr dürft ruhig näher kommen, wir beißen nicht“, so die eindeutige und auch erfolgreiche Ansage, bevor es mit „Lost In The Future“ auch gleich einen neuen Song auf die Mütze gibt.

Auch wenn die Band eigentlich weitestgehend unbekannt sein dürfte, die Stimmung ist schon früh ein bisschen aufgeheizt. Bei „Code Of Decadence“ klatschen gleich fast drei Viertel der Anwesenden mit, beim „Daydreamer/ Gutter Ballet“-Medley sollten eigentlich alle wissen, dass hier mighty Savatage perfekt integriert werden – unglaublich, wie geil Marc den Song auf den Punkt bringt –, da passt es dann auch prima, dass sich keiner mit Applaus zurückhält und dementsprechend die Band lautstark belohnt – zu Recht. Ebenfalls passend, dass Infinite Horizon sogar für eine Zugabe heran müssen – wie viele Opener können das schon wirklich von sich behaupten? Mit „Pay High Fly Low“ verabschieden sich die Siegerländer dann jedoch mit der Gewissheit, heute hier alles richtig gemacht zu haben.

Setlist:

Return To Babylon
28 Days
Lost In The Future
Code Of Decadence
Fallen Empires
Thrones Of Grief
Daydreamer/ Gutter Ballet/ Daydreamer
The Reaper
Dark Side Of The Sun
-------------------------
Pay High Fly Low

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