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The Faim & Normandie im Konzert (Dresden, November 2019)

Energiegeladener Abend, bei dem die Bands überzeugen können

The Faim können sich über ein euphorische Publikum freuen

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The Faim

Lange haben sich die Australier mit ihrem Debütalbum „State Of Mind“ Zeit gelassen und auch jetzt fällt die Umbaupause etwas üppiger aus. Schließlich ist es soweit, die am Rand stehenden Zuschauer werden noch etwas beiseite geschoben – immerhin soll der Weg für die Musiker ohne Behinderungen sein. Die nun gebildete Gasse nutzt der Vierer mit großem Selbstbewusstsein: Einzeln wird einmarschiert, sodass der Start mit „Tongue Tied“ schonmal recht heroisch ausfällt.

„Amelie“ wird gleich hinterhergeschoben und sich im Anschluss kurz erkundigt, ob sich alle auf den Abend freuen. Nachdem sich Musiker und Publikum auf ein klares „ja“ einigen, kann es mit dem hymnischen „Beautiful Drama“ weitergehen. Grund zur Freude darf man auf beiden Seiten der Bühne haben, so kann sich der Vierer an einer euphorisch mitfeiernden Zuschauerschaft laben und dieses hat bei der überaus engagierten Perfomance der Australier wirklich keinerlei Grund zum Meckern. Hier vereinigen sich verschiedene Stile zu einer mitreißenden Alternativ-Rock-Orgie, die man schon als beachtlich einstufen muss. Sicher gibt es in puncto filigraner Instrumenteneinsatz noch etwas Luft nach oben, aber aufgrund der eher kurzen Bestandszeit der Band, will man die Maßstäbe eben keinesfalls zu hoch setzen.

Das ruhige „Human“ wird überschwänglich mitgefeiert und vor allem Frontmann Josh muss man höchstes Lob aussprechen, kann er doch mit seiner kräftigen und einfühlsamen Stimme ein paar Extrapunkte sammeln. Im Gegensatz zu ihren Vorgängern gibt es hier das Keyboard nicht vom Band, sondern Bassist Stephen spielt ebenfalls dieses Instrument. So gibt es die Ballade als Duett aus Piano und Gesang und damit können The Faim gar ihre Albumversion um einiges übertreffen. An dieser Stelle ist der ruhige Teil des Gigs beendet, zu „Saint Of The Sinners“ darf wieder abgegangen werden. Pommesgabeln kreisen über den Köpfen und der extrem eingängige Chorus lädt natürlich sofort zum Mitgrölen ein.

Beim nachfolgenden „My Heart Needs To Breathe“, welches mit reichlich Sprechgesang ausgestattet ist, kann das Fitness-Level getestet werden. So wird den gesamten Titel gehüpft was das Zeug hält, beim stark mit Pop-Einflüssen aufwartenden „Fire“ gibt es hingegen eine kleine Verschnaufpause. Einen Stimmungsabbruch kann man allerdings mitnichten verzeichnen, besonders das weibliche Publikum frisst den Jungs mittlerweile komplett aus der Hand. „Summer Is A Curse“ wartet mit einem großartig groovenden Bass auf und schon ist es an der Zeit, das Finale zu zelebrieren. „State Of Mind“ steht bereit, was nicht nur den titelgebenden Song ihres Debüts darstellt, sondern zugleich den wohl stärksten Titel der Australier überhaupt markiert. Emotional und kraftvoll schiebt sich der Track in den Saal, ein großartiger Abschluss eines intensiven Konzerts, bei dem sich The Faim gar noch um einiges dynamischer präsentieren als man es im Vorfeld vermutet hätte.

Setlist:

Tongue Tied
Amelie
Beautiful Drama
Infamous
Humans
Make Believe
Words Apart
Saints Of The Sinners
My Heart Needs To Breathe
Midland Line
Fire
When It Comes
Summer Is A Curse
Buying Time
State Of Mind

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