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The Devil's Blood, Griftegård, Verdunkeln im Konzert (Flensburg, November 2009)

Gekürzter Set des Headlines, ein lahmes Publikum - dennoch insgesamt ein gutes Konzert

Litten unter einem matschigen Sound: Verdunkeln

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In Hamburg darf man sich traditionell über einiges wundern: Beispielsweise, warum man 1978 sämtliche Straßenbahnschienen aus dem Asphalt riss, ohne über die Konsequenzen nachzudenken (nur kurze Zeit später nämlich kamen Pläne auf, die Straßenbahn wieder einzuführen; mittlerweile sind diese Pläne wieder sehr konkret geworden), oder warum man eine vierte U-Bahn-Linie einrichtet, die kein Mensch braucht und hunderte von Millionen verschlingt, die besser im Bildungswesen angelegt wären.

Doch auch in Flensburg gibt es Merkwürdiges: Jedenfalls muss die Frage gestattet sein, wer auf die selten dämliche Idee kommt, einen Veranstaltungsort für Konzerte mitten in ein Gewerbegebiet zu legen, das am Arsch der Heide liegt und in dem logischerweise nichts los ist. Als wir uns nach einer kleinen Odyssee jedenfalls in Richtung Roxy-Concerts begeben, wo heute abend The Devil’s Blood, Griftegård und Verdunkeln spielen sollen, begegnen wir keinem einzigen Menschen, geschweige denn einem Metalhead. Drinnen herrscht absolut tote Hose, obwohl immerhin schon seit gut zwanzig Minuten Einlass ist. Okay, man sagt sich natürlich, was nicht ist, kann ja noch werden, aber irgendwie haben der Freund, mit dem ich unterwegs bin, und ich nicht so den Eindruck, dass hier noch so wirklich richtig was abgehen wird.

Verdunkeln

Als Verdunkeln jedenfalls die Bühne betreten, ist vor selbiger überhaupt nichts los. Es gibt keinen Fotograben, es ist lediglich ein Zaun direkt am Rand aufgestellt, doch von diesem Privileg macht kaum einer Gebrauch, nur ein enthusiastischer Zuschauer zieht einsam seine Runden und bangt vor sich hin.

Laut ist es, ordentlich laut, was ja zu verkraften wäre, wenn der Sound auch differenziert aus den Boxen ertönen würde. Bedauerlicherweise aber ist der Bass völlig übersteuert und die verzerrte Gitarre klingt nur nach Brei, während die clean gespielte Klampfe positiv aus dem Matsch hervorsticht. Die Mucke selbst weiß durchaus zu gefallen, gerade die cleane Gitarre gibt dem Black Metal der Westfalen eine sehr eigene Note und trägt viel zu der dunklen Atmosphäre und der speziellen Melodik der Band bei. Gesungen wird auf deutsch, dennoch sind auch die Vocals leider nur sehr schwer zu verstehen, was sicherlich nicht am Frontmann liegt, der einen guten Job hinlegt, sondern erneut am undifferenzierten Sound, der sich im Laufe des Sets nicht wirklich bessert.

Verdunkeln selbst bieten eine solide Performance, vor allem wenn man den Umstand bedenkt, dass kaum einer vorne steht und sich fast sämtliche Zuschauer brav zurückhalten und sich – wenn sie nicht gerade an der Bar hocken oder es sich an den Tischen bequem gemacht haben – lieber ans Mischpult, welches in der Mitte des Saales steht, pressen.

Man möge mir nachsehen, dass ich keine Songtitel nennen kann, da ich die Gruppe bislang nur vom Namen her kannte, keine einzige Ansage vollzogen wird und auf der Bühne keine Setlists ausliegen.

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