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The Creepshow & The Anti-Queens im Konzert (Dresden, Oktober 2019)

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

The Creepshow lassen es zum Tour-Abschluss nochmals richtig krachen

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The Creepshow

Vor einer guten Stunde hätte wohl kaum einer der Gäste gedacht, dass nun beim Start von The Creepshow so ein gut vorgeheizter Klub vorzufinden ist. Es sind zwar auch beim Opener „Rue Morgue Radio“ nicht mehr Zuschauer geworden, dafür stehen diese nun wenigstens dicht gedrängt an der Bühne und sind allerbester Laune. Endlich hat man auch eine gewisse Textsicherheit vorzuweisen und die wird von der ersten Sekunde an genutzt. Von nun an herrscht geballte Psychobilly-Power und Feierwut bis zum Abwinken.

Sean am Kontrabass beweist sich als ständiger Antreiber, ihm gegenüber wird Kristian am Keyboard ebenfalls nicht müßig, sein Instrument zu beackern oder eben dies schnell festzuhalten, wenn es sich zu sehr in Richtung Saal bewegt, und der stimmgewaltige Mittelpunkt Kenda ist eh nicht zu bremsen. Schade bloß, dass auch sie über weite Strecken so gar kein Licht abbekommt, immerhin kann sie neben ihren musischen Qualitäten auch noch optische Reize bieten. Mit „Hey! Oh! Let’s go!“-Rufen geht es weiter und „Born To Lose“ verkörpert wieder eine dieser ungezügelten Rock’n’Roll-Nummern, die sofort ins Blut und in die Beine schießen.

Zugleich wird schnell deutlich, dass der Fünfer nicht nur auf das aktuelle Album setzt, sondern ebenso eine Zeitreise durch ihre bisherige Discographie macht. „Run For Your Life“, bei dem sich The Anti-Queens noch einen kräftigen Applaus abholen dürfen, und „Sell Your Soul“, welches gar vom Debüt stammt, beweisen sich als die ultimativen Klassiker, die komplett abräumen. Angekündigt werden sie von Kristian, der zugleich noch mit seinen Deutschkenntnissen überrascht.

Mit „Gravediggers“ schiebt sich die nächste amtliche Psychobilly-Nummer in den Saal, zu „Garden“ gibt es gar noch Unterstützung von Emily an der Akustikgitarre, die hiernach gemeinsam mit Kenda die Bühne verlässt, denn immerhin gehört „Hellbound“ den Jungs. Und die brettern nun den Song bis zum Anschlag gen Publikum; wer da aber denkt, dass nun langsam das Ende der Fahnenstange erreicht sei, täuscht sich gewaltig: Zu „Shake“ wird der Kontrabass direkt mal über Kopf oder auch wahlweise reitend bedient, Kenda heizt derweil dem Publikum ein, bloß Gitarrist Chuck zeigt sich als ruhender Pol auf der Bühne. „See You In Hell“ lässt das Puschkin seinen Grundmauern erbeben, aber leider geht es damit auch schon straff Richtung Ende, welches mit „Get What’s Coming“ folgt.

Dabei bleibt es natürlich nicht, mit „The Devil’s Son“ kommt prompt ein Nachschlag, der live deutlich ruhiger dargebracht wird. Aber natürlich können sich The Creepshow nicht verabschieden, ohne es ein letztes Mal krachen zu lassen. „Buried Alive“ bietet schließlich den ultimativen Schlusspunkt, bei dem schließlich gar The Anti-Queens noch die Gitarren übernehmen. Emily rockt auf dem Kontrabass, der Rest singt, tanzt und schafft damit einen unvergesslichen Abschluss des Abends! Großes Kino, für das man sich nur ein größeres Publikum gewünscht hätte.

Setlist:

Rue Morgue Radio
Born To Lose
They All Fall Down
Creatures Of The Night
Run For Your Life
Keep Dreaming
Sell Your Soul
Zombies Ate Her Brain
Gravediggers
Garden
Hellbound
Death At My Door
Shake
Sticks & Stones
See You In Hell
Psycho Ball And Chain
Demon Lover
Get What’s Coming

The Devil’s Son
Buried Alive

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