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The Creepshow & The Anti-Queens im Konzert (Dresden, Oktober 2019)

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

The Anti-Queens bieten den perfekten Auftakt in den Abend

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Die kanadische Psychobilly-Band The Creepshow ist auf ausgedehnter Europa-Tour, die nun in Dresden ihren Abschluss findet. Gar zu viele Zuschauer suchen den Club Puschkin zwar nicht heim, aber immerhin lohnt sich die etwas längere Verweilzeit bis zum Konzertstart insofern, als dass der Club sich dann noch bis zu einem guten Drittel füllt.

Neues Material können die Kanadier ihren Gästen zwar leider noch nicht anbieten, vielmehr steht die Konzertreise noch unter dem Motto „Death At My Door“, also unter jenem Album, welches bereits vor zwei Jahren erschienen ist.

Aber wenn es schon kein neues Werk zu vermelden gibt, hat man mit

The Anti-Queens

immerhin eine hierzulande bislang eher unbekannte Band eingeladen. Zusammengesetzt aus vier Frauen, die ebenfalls Kanada als ihr Zuhause benennen können, wird nun geradliniger Rock geboten. Sie selbst betiteln das Ganze etwas schnoddriger und nennen dieses Konstrukt einfach: „8 tits with some intruments“.

Und so unkonventionell diese Aussage, so auch ihre Musik. Hier gibt es kompromisslosen Rock auf die Ohren, der nicht nur einen anständigen Zug nach vorn hat, sondern völlig aus dem Bauch zu kommen scheint. Unterstützt wird dies noch durch die markante Stimme von Fronterin Emily, die eine Rockröhre auspackt, welche man der zarten Frau ja mal so gar nicht zugetraut hätte. Insofern scheinen die Zuschauer die ersten Titel eher zur Orientierung zu nutzen; wirklich mitgegangen wird noch nicht und der obligatorische Sicherheitsabstand zur Bühne bleibt ebenfalls erhalten.

Allerdings sind die Mädels einfach mal zu gut, um weiterhin gelangweilt herum zu stehen und so sieht man schon beim „Sorry Babe“ die Ersten munter mitwippen. Gitarristin Valerie gibt hiernach bekannt, dass die Band erstmals in Europa sei und wohl auch Gefallen daran findet – ein gemeinsames Zuprosten wird da quasi zur Pflicht und mit „Leave Me Out“ kann es dann im Programm weitergehen. Übrigens war diese Ansage auch einer der wenigen Momente, bei denen man die Kanadierinnen endlich mal sehen konnte, ansonsten stehen sie den ganzen Gig lang mehr oder weniger im Finstern.

Mit „What It’s Worth“ schließt sich ein weiterer treibender Titel an, der gar noch ein Drum-Solo bereithält. „What Do I Know“ zeigt sich hingegen deutlich ruhiger und selbst wenn hier noch eine gewisse Dynamik ins Spiel kommt – letztlich agiert man hier doch schleppender. Die Variationen im Programm sind dementsprechend durchaus gegeben, was die Stimmung im Puschkin mittlerweile auf ein mehr als annehmliches Niveau treibt.

Beim abschließenden „Worse Than Death“ geht es schließlich nochmals in die Vollen, The Creepshow-Gitarrist Chuck wird mit auf die Bühne geholt und so hat Fronterin Emily gar noch frei Kapazitäten, um die Gäste komplett in den Bann zu ziehen. Die nachfolgenden Zugabe-Rufe sind mehr als gerechtfertigt und werden sogar beantwortet. Mit „Read My Mind“ gibt es einen kurzen Nachschlag; etwas mehr in Richtung Metal strebend, darf man nicht nur den „whohoho“-Gesängen folgen, sondern auch mal kräftig die Köpfe kreisen lassen. An der Stelle darf man sich auch recht sicher sein, dass dies nicht der letzte Besuch Europas gewesen ist.

Setlist:

Mean Genes
Miss Scarlett
Sorry Babe
Leave Me Out
What It’s Worth
Game Over
What Do I Know
Small Victory
Run
Worse Than Death

Read My Mind

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