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The Chariot, Mychildren Mybride, Doyle im Konzert (Hamburg, April 2011)

Christlicher Höllenlärm!

Doyle eröffnen den grandiosen Abend

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Am Freitag, dem 25. März 2011, um Punkt 18:30 Uhr, öffnete das Hafenklang Hamburg seine Pforten. Die aus Georgia stammende Band The Chariot versprach eine äußerst verrückte und brutale Show abzuliefern. Mit im heiligen Schlepptau wurden die sechs Jungs von der christlichen Metalcore-Band Mychildren Mybride unterstützt. Überraschenderweise und äußerst spontan wurde die französische Band Doyle noch mit an Bord genommen, welche das Line-Up dann komplett machte. Ungefähr 130 Fans fanden ihren Weg in den kleinen Club, das nicht allzu junge Publikum wirkte gelassen und die Stimmung war heiter im dunklen Raum.

Auf der Bühne, die ohne Banner oder großen Schnickschnack verziert war (aus sehr gutem Grund), bauten Doyle ihre Instrumente auf und eröffneten den Abend.

Doyle

Die Jungs von Doyle wirkten unglaublich glücklich darüber, in Hamburg und dem weiteren Verlauf der Tour teilnehmen zu dürfen. Sie sagen von sich selbst, dass sie ungern in irgendein Genre eingeordnet werden wollen, sie spielen eine Mischung aus Post-Hardcore, Screamo, Ambient und ein wenig Metal. Eine christliche Band, wie die beiden Bands, welche nach ihnen spielen würden, wären sie aber nicht. 2006 durch den Gitarristen Takami Nakamoto und Alexis Tomeno (Bass) gegründet, stießen Augustin Pecnard (Gitarre) und Sebastien Benolts (Schlagzeug) später dazu. Anfangs noch mit einem anderen Sänger, welcher die Band dann verließ, kam Thomas V. später in die Band und vervollständigte die Formation. Zuletzt unterstützten die Franzosen Deftones und Coheed And Cambria, als sie im Dezember 2010 durch Frankreich tourten.

Das Publikum war zu Beginn wahrscheinlich etwas irritiert, da sie eigentlich Mychildren Mybride erwartet haben. Skeptisch über die doch ziemlich jung aussehende Band (Durchschnittsalter beträgt 25), blieben die Leute noch etwas zurückhaltend und schauten aus der Ferne dem Geschehen zu. Der Opener „New Season“ aus ihrem Debütalbum „And Gods Will“ (2010), welcher übrigens von Ulrich Wild (Deftones, Incubus, Bleeding Through) produziert wurde, machte ordentlich was her. Die unglaubliche Power, die sich durch die gesamte Performance durchzog, war beeindruckend. Sänger Thomas forderte die Leute nach dem Song auf, näher an die Bühne zu kommen, doch blieb die Forderung vorerst unerfüllt. Selbstbewusst und professionell machten die Jungs bei ihrem zweiten Song „Almost Quiet“ erstmal richtig Krach und Thomas brüllte sich die Seele aus dem Leib, während die cleanen Parts im Refrain sich bestens ergänzten. Gitarrist Takami schleuderte nur mit seinem Instrument um sich herum, drehte sich so schnell, dass einem beim Zusehen schwindelig wurde und katapultierte sich von der Bühne direkt in die Masse rein. Voller Elan sprang auch der Frontmann ins Publikum und zettelte einen kleinen Pit an.

Die Band nutze den leeren Raum vor der Bühne und entertainte das Publikum durch die gesamte Show. Mit ordentlich Feuer unterm Hintern und großer Leidenschaft, versuchte man den Zuschauern zu imponieren, man hatte den Eindruck, dass der eine oder andere gern mitgemacht hätte, doch war die Scham aus irgendeinem Grund noch zu groß. Langsam tauten die Fans jedoch auf und der Applaus wurde von Song zu Song lauter. Nach weiteren Aufforderungen und Handzeichen gingen die ersten und letzten nach vorne, nickende Köpfe und hier und da eine erhobene Faust, mehr konnte man aus dem Publikum nicht herauskitzeln. Der Band machte das jedoch anscheinend überhaupt nichts aus, so spielte sie voller Freude einfach weiter.

Nach dem dritten Song „And Gods Will“ aus ihrem gleichnamigen Album, verließ Sänger Thomas abrupt die Bühne. Was war geschehen? Hatte er nun endgültig von der müden Crowd die Nase voll? Nein. Die Band spielte währenddessen eine langsame, melancholische Melodie und nach über drei Minuten betrat Thomas auch wieder die Bühne und schrie zu dem Song „John Airence“ leidenschaftlich in das Mikrofon. „I want sand in my eyes, I want sea water in my veins“ riefen die Jungs zum

Schluss gemeinsam. Ohne Mikrofon und voller Stolz – vor einer beeindruckten Menge.

Applaus.

Der letzte Song „Submerge“ aus ihrer gleichnamigen EP wurde gespielt, und noch ein letztes Mal für diesen Abend zeigten die Franzosen, was in ihnen steckte. Die unglaublich sympathische Band darf auf einen gelungenen Auftritt zurückblicken und sie war ein super Opening-Act für den Abend. Merci!

Setlist:

New Season
Almost Quiet
And Gods Will
John Airence
Submerge

Die Jungs findet man auf Facebook, Myspace, Youtube und Twitter.

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