Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

The Adicts & Bad Co. Project im Konzert (Berlin, November 2017)

Schweißtreibende Release-Party

Street-Punk aus Berlin: Bad Co. Project

Zum Thema

Wenn man The Adicts als Punk-Ikonen einstuft, dürfte dies wohl niemand als übertrieben ansehen. Gut vierzig Jahre im Geschäft, konnten sie mit ihren intensiven, farbenfrohen Shows nicht nur eine weltweite Fan-Base einspielen, sondern sich vor allem einen absoluten Kult-Charakter erarbeiten. In Sachen Studioalben hielten sich die Engländer dafür eher zurück, immerhin ist ihre letzte Scheibe „All The Young Droogs“ mittlerweile schon wieder fünf Jahre alt. Mit „And It Was So“ gibt es nun endlich Nachschub und der wird mit einer Release-Party in Berlin gefeiert.

Mit

Bad Co. Project

steht pünktlich die erste Band bereit, die nicht nur auf einen gut gefüllten Klub schauen kann, sondern auch noch Heimvorteil genießt. 2007 aus der Band Oxymoron hervorgegangen, kann man die Berliner als legitime Erben beschreiben, zumal Frontmann Sucker auch hier seinen Stempel aufdrückt. Und selbiger schießt gleich zu Beginn mit „Obscene Army“ wie ein Pitbull über die Bühne, was zugegebenerweise etwas aggressiv wirkt, aber seine Wirkung nicht verfehlt und direkt die ersten Zuschauer abholt.

Dabei kann man die Auswahl des Supports fast schon als ungewöhnlich empfinden, immerhin geht es hier deutlich ruppiger als bei den Engländern zu. Der angebotene Street-Punk knüppelt anständig durch den Saal, selbst wenn der Sound nicht optimal ausgesteuert ist, funktioniert das Ganze bestens. Größtes Problem mag sein, dass ausgerechnet der Frontmann etwas leise gestellt wird und man selbst bei seinen Ansagen ordentlich die Ohren spitzen muss. Aber immerhin erfährt man gleich zu Beginn, dass er ausgerechnet in Berlin immer extrem aufgeregt sei. Zu spüren ist während des Gigs davon allerdings herzlich wenig, Songs wie „Life's A Bitch“ oder „10 Years On“ knallen dermaßen gut, dass vor der Bühne kräftig abgefeiert wird.

Während sich Bassist Stephan ebenfalls freut, heute hier spielen zu dürfen, zeigt Gitarrist Billy the Cunt, dass Männer ohne Bauch Krüppel sind und lüftet sein Shirt. Gut zu wissen, dass er etwas Energiereserven mit sich trägt, immerhin geht es mit „Crossfire“ wieder dynamisch weiter. In der Mitte des Saals lässt sich mittlerweile ein euphorischer Fan-Kreis der Band ausmachen, welcher direkt auch das Mikro angeboten bekommt, um die Berliner lauthals zu unterstützen. Viel Zeit bleibt allerdings nicht, mit „Kids Of The Nation“ prügelt sich leider schon der letzte Song ins Astra. Der wird nicht nur kräftig abgefeiert, sondern im Nachgang gleich noch eine Zugabe eingefordert. Mit „Bored And Violent“ folgt sie auf dem Fuß, ein zweiter Song wird durch einsetzende Konserven-Musik allerdings unterbunden. Der Unmut darüber wird von einzelnen Bandmitgliedern mit einem direkten Gang ins Publikum beruhigt, sodass nun einem fröhlichen Weitergang des Abends nichts mehr entgegensteht.

Setlist:

Obscene Army
The Pigs
Mission Mohahawk
All U Kids
Life’s A Bitch
10 Years On
Crisis Identity
Can’t Keep Us Silent
Crossfire
Cure & Curse
Beware
Kids Of The Nation

Bored And Violent

Seite
  • 1
  • 2
comments powered by Disqus

„Weil wir einfach wissen, dass wir als Band nur funktionieren, wenn wir uns nicht verbiegen“

Auf dass der Schweiß von der Decke tropft

Vigilance, Erazor & Spiker im Konzert (Essen, Oktober 2017)

„Bisschen Bier, bisschen Headbangen, bisschen Metal“

Insgesamt gelungener Tourauftakt im verregneten Hamburg

Würdiges Jubiläum im Lünener Lükaz