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Tarja, Leaves' Eyes, Kells im Konzert (Osnabrück, Mai 2011)

Drei Stimmgewalten erobern den Rosenhof

Frontfrau Virg spielt mit dem Publikum und setzt auf ihre knappen Shorts

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Vor dem Rosenhof in Osnabrück, ein umgebautes altes Kino, ist schon die Schlange schwarz gekleideter Menschen zu sehen und der Tourbus parkt auf der Baustelle direkt davor. Die Fans, die ganz vorne in der Schlagen stehen, drängen sich bei Einlass durch und stürmen zur Bühne, um die besten Plätze zu ergattern. Aber ein Großteil der Leute hat keine Eile, es ist schließlich noch eine Stunde, bis es losgeht. Viele schauen lieber an den drei Merch-Ständen oder trinken sich an der Bar noch ein Bier. Probleme, die Bühne zu sehen, gibt es sowieso nicht. Der Raum ist in zwei gleichgroße Ebenen unterteilt, mit einem Höhenunterschied von etwa einem Meter, sodass der Blick auf die Bühne frei ist.

Kells

Wer von dieser Band noch nichts gehört hat, dem sei gesagt: Kells haben schon einige erfolgreiche Touren hinter sich. Mit ihrem besonderen Mix aus Symphonic und Nu-Metal waren sie schon mit Bands wie Epica, Apocalyptica und Paradise Lost auf Tour. Die Franzosen, die gerade ihr drittes Album produzieren, sollten den Fans von der letzen Tarja-Tour bekannt sein. Dort waren sie ebenfalls im Line-Up gesetzt und eröffneten den Abend.

Harte Riffs bestimmen den Sound von Kells. Hinzu kommt die Stimme von Frontfrau Virg, die regelmäßig in Screamo übergeht. Headbangen gehört ebenso zum Auftritt wie das gemeinsame Springen auf der Bühne. Auf den ersten Blick passen Kells wunderbar ins Line-Up mit der Besetzung Band mit Frontfrau. Auch musikalisch haben die Franzosen einiges zu bieten und heizen dem Publikum ein. Nur die Screamo-Einlagen von Virg wollen nicht ganz zu den opernhaften Stimmen von Tarja und Liv Kristine passen. Umso mehr strengt sich die Band an, das Publikum zu überzeugen. Virg spielt mit dem Publikum und setzt auf ihre knappen Shorts. Sie setzt sich auf den Bühnenrand und geht sogar zu den Leuten runter. Aber es hilft alles nichts. Es hat den Eindruck, als wenn das Publikum unter der Woche immer früh zu Bett geht und schon müde ist. Begeisterung sieht zumindest anders aus, aber das scheint nicht an Kells zu liegen. Es wird sich noch den ganzen Abend fortsetzen und die Leute müssen immer wieder wachgerüttelt werden.

Trotzdem kommen Kells gut an; man kann es in den Gesichtern sehen, auch wenn der restliche Körper still steht. Die Band hat Spaß und ist von Anfang an sympathisch. Vor dem letzten Song „Se Taire“ bedanken sie sich beim Publikum. Sie blicken auf eine tolle Tour zurück, die an dem Tag in Osnabrück enden wird. Für die restliche Deutschland-Tour wird Markize ihren Platz einnehmen. Als Erinnerung wird ein Foto vor dem Publikum gemacht. „Horns up“ heißt das Stichwort, und alle Strecken ihre Hände in die Luft. Unter dem Applaus der Leute geht für Kells eine erfolgreiche Tour zu Ende.

Setlist:

  • Reminescence
  • Avant Que Tu
  • Mes Rêves
  • Le Mánège
  • Sans Teint
  • La Sphère
  • Lueur
  • Se Taire
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