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Tanzwut & Null Positiv im Konzert (Dresden, November 2019)

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

In Sachen Mittelalter-Rock sind Tanzwut nicht nur ganz vorn mit dabei, sondern vor allem ein absoluter Garant für fette Live-Shows, die keinen Stein auf dem anderen lassen. Im Juni veröffentlichten die Berliner nun ihr neues Album „Seemannsgarn“, welches von ihrer Fan-Gemeinde völlig zurecht abgefeiert wurde. Wen wundert es also, dass trotz eines momentanen Überangebots an Konzerten in Dresden der Beatpol rappelvoll ist.

Null Positiv

Doch bevor Tanzwut ihr Liedgut gen Ohren bringen, gibt es mit Null Positiv noch einen Support zu vermelden, welcher aus dem pittoresken Lübbenau stammt. Mit beschaulichem Spreewald-Flair hat der Vierer allerdings so gar nichts gemein und erst recht herrscht hier keine Saure-Gurken-Zeit, als sie mit „Koma“ eröffnen. Stattdessen stampft hier handfester Metal über die Bühne, der bereits seine Fans gefunden hat, immerhin fliegen schon beim Opener massiv die Hände in die Höhe.

Frontfrau Elli Berlin erweist sich nicht nur als äußerst sehenswert, sondern wartet vor allem mit einem krassen Organ auf, welches recht mühelos zwischen Growls und klaren Tönen switcht. Zudem entpuppt sie sich als absolute Einpeitscherin, die den Zuschauern ordentlich Feuer unterm Allerwertesten macht. Insofern könnte der Vierer sein Programm eigentlich recht gelassen in die Meute hauen, macht man aber nicht, zu jedem Song gibt es erneute Anfeuerungen seitens der Band. Bei „Amok“ mag man schließlich gar symphonische Anklänge hören, wohingegen „Friss dich auf“ mit seinem anfänglichen Gitarren-Geschredder schon mal kräftig an den Mauern des Beatpol sägt.

Ruhig kann der Vierer allerdings auch, der beste Beweis kommt mit „Turm der Angst“ daher und diese kraftvolle Ballade funktioniert ebenfalls gut. Das war es allerdings schon in Sachen gemäßigten Musikstücken, stattdessen soll und darf nun wieder zu „Neue Matrix“ mitgeklatscht werden. Macht man auch, zumindest zu Teilen – ein nicht unerheblicher Anteil der Zuschauer verlegt sich dann doch lieber aufs Headbangen, was durchaus nachvollziehbar ist. Nachdem Elli noch kurz ihr Faible für menschliche Mikroständer ausgelebt hat, geht es allerdings schon hin zum letzten Song. „Kollaps“ lässt Pommesgabeln und Fäuste kreisen, knallt nochmals anständig und lässt damit ein Set energievoll ausklingen, welches wohl zur Aufforstung der Fan-Scharen beitragen sollte.

Setlist:

Koma
Labyrinth
Amok
Unschlagbar
Friss dich auf
Turm der Angst
Neue Matrix
Psychopath
Kollaps

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