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Symphony X, Pagan's Mind, DGM im Konzert (Hamburg, September 2011)

Dreimal volle Prog-Power!

DGM waren ein würdiger Eröffnungsact

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Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr gastieren Symphony X in Hamburg, nachdem sie bereits im Frühjahr an der Power-Of-Metal-Tour mit unter anderem Nevermore und Psychotic Waltz teilnahmen und dabei auch in der Hansestadt Station machten. Damals stellte man mit „The End Of Innocence“ und „Dehumanized“ bereits zwei Songs aus dem zu der Zeit noch nicht erschienenen neuen Album „Iconoclast“ vor, die deutlich machten, dass die Band willens war, den Härtegrad noch einmal zu erhöhen. Nachdem die Scheibe nun inzwischen erhältlich ist und den Fans die Gelegenheit gegeben war, die Songtexte schon mal zu lernen, konzentriert man sich auf der aktuellen Tour, bei der Hamburg nicht nur die Deutschlandpremiere, sondern sogar den Erstauftritt der gesamten Rundreise durch Europa überhaupt darstellt, hauptsächlich auf diese Platte und spielt fast gar keine alten Klassiker. Dazu jedoch später mehr, zunächst einmal stehen zwei gut zum Headliner passende Vorbands auf dem Programm.

DGM

Den Anfang machen die italienischen Proggies von DGM, die hierzulande eher unbekannt sein dürften, tatsächlich aber schon auf stolze sieben Longplayer zurückblicken können; der letzte, „Frame“, datiert aus dem Jahr 2008. Obgleich der offizielle Beginn der Show mit 21 Uhr angegeben ist – einmal mehr unverständlich, wenn man bedenkt, dass hier drei Bands zocken werden und wir uns mitten in der Woche befinden –, marschiert der Fünfer bereits zwanzig Minuten vorher auf die Bühne und kann auf eine, dafür, dass man die erste Combo des Billings markiert, recht ordentliche Menge an Leuten blicken. Natürlich gibt es noch die ein oder andere Lücke im Publikum und auch bis zum Ende des Abends werden sich nicht alle schließen, dennoch sind mehr Menschen an den Mitte der Neunziger als reine Instrumentalgruppe gestarteten Italienern interessiert, als man vorher annehmen durfte.

Vielleicht gibt es ja doch mehr Insider als gedacht, denen die Band ein Begriff ist, vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass die Jungs ihr Handwerk sehr gut beherrschen. Klar, wenn man bereits sieben Full-Length-Platten herausgebracht hat, besitzt man Routine und agiert auf der Bühne sicherer als blutige Anfänger, ob man nun der Opening Act ist oder nicht. Die Band macht Stimmung, so gut sie kann, und hat richtig Bock, auf der Bühne zu stehen, wie man den lächelnden Gesichtern und den zwar etwas Standard-mäßigen, aber dennoch eindeutig von guter Laune zeugenden Ansagen von dem mit einem HIM-Shirt bekleideten Fronter Mark Basile, die er mit charmantem italienischen Akzent zum Besten gibt, entnehmen kann. Die Mucke hat durchaus etwas von Dream Theater und vor allem dem heutigen Headliner, allerdings sind Songs wie „In A Movie“ oder „Hereafter“ kompakter und straighter und noch etwas näher am Power Metal, wodurch sie sich allerdings noch leichter zum Abfeiern und Mitsingen eignen.

Ein sehr motivierter und guter Auftakt, der Spaß macht, und endlich mal wieder eine Vorband, die kurzweilig ist und einen nicht dazu bringt, ständig auf die Uhr zu schielen, weil man nicht erwarten kann, dass es endlich vorbei ist. Es wäre DGM zu gönnen, wenn sie angesichts der schon zahlreichen Veröffentlichungen ihren Bekanntheitsgrad endlich ein wenig erhöhen könnten.

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Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann