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Swallow The Sun, Oceans Of Slumber & Aeonian Sorrow im Konzert (Hamburg, Mai 2019)

Gelungener Tourabschluss in der Hansestadt

Oceans Of Slumber

Die Labelkollegen der heutigen Hauptband haben ihr letztes Album „The Banished Heart“, das zweite mit der charismatischen Cammie Gilbert am Mikrofon, vor rund einem Jahr herausgebracht, und dass das darauf enthaltene Material alles andere als leicht zugänglich ist, dürfte jeder festgestellt haben, der diese Scheibe bereits gehört hat. Wenngleich nicht so bärenstark wie der Vorgänger „Winter“, markierte das Werk dennoch eine beeindruckende Symbiose aus emotionalem Tiefgang und technischem Können.

So gestaltet sich der Einstieg mit „Sunlight“ von besagtem „Winter“-Album noch als verhältnismäßig gradlinig, die von Cammie wundervoll gesäuselten „Ooohoohoo“-Passagen streicheln die Ohren und betören die Sinne – da ist das Material vom Nachfolger noch mal ein anderer Schnack: „The Decay Of Disregard“, „Fleeting Vigilance“ oder der Titeltrack „The Banished Heart“ wechseln mit unglaublicher Dynamik zwischen ruhig und explosiv, sanft und hart, schnell und langsam – wer die Band noch nicht kennt, könnte etwas überfordert sein, doch auch hier sind die Reaktionen positiv, wie auch schon bei der ersten Formation gibt es keinen Sicherheitsabstand zur Bühne – die Stimmung ist weiterhin ausgelassen.

Im Übrigen haben die Texaner erst kürzlich fast die gesamte Band ausgetauscht: Nur noch Cammie und Drummer Dobber Beverly sind von der einstigen Besetzung dabei, die Saitenfraktion ist komplett neu (Neu-Bassist Semi Ozerkan, neben Gitarrist Alexander Lucian auch für Growls und Screams zuständig, sieht aus wie Mike Portnoy, by the way) und auch einen Live-Keyboarder haben die Amis inzwischen integriert, sodass sich nun immerhin sechs Leute auf der kleinen Headcrash-Bühne tummeln.

Trotz der Tatsache, dass sich demnach vier Mitglieder noch nicht lange in der Band befinden, zeigt man sich gut eingespielt und meistert das komplexe Material mühelos. Allerdings handelt es sich wie erwähnt um das letzte Konzert der Tour, es war also genügend Zeit vorhanden, sich aufeinander abzustimmen. Der Sound ist nicht ganz so stark wie bei Aeonian Sorrow – so sind die Drums im Vergleich zum Rest sehr dominant, was angesichts dessen, dass Dobber sehr viel macht (manchmal zu viel), hin und wieder etwas anstrengend ist.

Trotzdem ein guter Auftritt einer äußerst talentierten und vielseitigen Band, die von melancholischem, ehrlichem Herzschmerz bis zu wildem Black-Metal-Gehacke so ziemlich alles in kunstvoller Manier abdeckt und zudem auf eine der besten und charmantesten Sängerinnen der Szene zählen kann. Dass die Zuschauer mit dem progressiven, vertrackten Stoff des Sextetts offensichtlich gut klar kommen, untermauern allein schon die Zugaberufe, die jedoch unberücksichtigt bleiben müssen.

Setlist (ohne Garantie):

Sunlight
The Decay Of Disregard
Fleeting Vigilance
At Dawn
The Banished Heart
Howl Of The Rougarou
No Color, No Light

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