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Summersend Open Air 2010

Große Partystimmung bei Folk, Industrial und Metal

Mono Inc. mussten um ihr Publikum kämpfen

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Deutlich mehr als 2100 Fans machten sich auf den Weg, um bei dem von The-Pit.de präsentierten Summersend Open Air 2010 mitzufeiern. Zwar spielte der Wettergott nicht ganz so mit und verwässerte einige Pausen, aber größtenteils blieb es doch trocken – somit stand einer ausgelassenen Feierstimmung nichts im Wege. Aber nicht nur die Fans waren nicht aus Zuckerguss, sondern auch die Bands selbst ließen sich in keinster Weise abschrecken und standen auch vor oder nach ihren Auftritten mehr oder weniger regelmäßig zur Verfügung. Kontaktpflege am Merchstand, am Tresen, oder einfach nur als Teil der Zuschauermenge wurde da groß geschrieben. Musikalisch gab es die volle Breitseite – von Folk über Industrial bis hin zu beinharten Metalriffs – da kam jede/r auf seine/ihre Kosten.

Sons Of Seasons

Ein kurzer Regenschauer zerstob ins Nichts, als die ersten Introklänge aus den Boxen klimperten. Der Himmel war noch bedeckt, und die Sonne schien keinen Grund zu finden, doch mal durch die eine oder andere Lücke einen Lichtstrahl zu riskieren, doch die zwei frechen Tröpfchen, die vorlaut daherrieselten, störten nicht.

Mit dunkel geschminkten Augen und knallroten Lippen schritt eine Braut im entsprechenden Kleid mittig auf die Bühne, tanzte wortlos ein wenig, und verließ recht schnell wieder den Ort des Geschehens, als die ersten fetten Riffs des Albumnamensgebers „Gods Of Vermin“ loswummerten. Schnell wurde klar, wie sehr die Band an Charakter gewonnen hatte. Einer der ersten Auftritte im Mai 2009 im Dortmunder Garageland war zwar schon recht ordentlich (und wurde so ganz nebenbei auch mit einem Gastauftritt durch Epicas Simone gekrönt), und auch ihr Auftritt in der Bochumer Zeche im Oktober letzten Jahres im Vorprogramm von Epica war nicht von schlechten Eltern.

Doch beim Summersend wirkte alles noch ein wenig spielfreudiger, ein wenig routinierter, allerdings nicht auf Kosten der Show – vielmehr konnte man den Eindruck gewinnen, dass die Band endlich ihren Platz gefunden hat. Dabei war der etatmäßige Drummer leider verhindert, aber auch hier wurde die enge Bindung zu den holländischen Epica einmal mehr unter Beweis gestellt – Ariën erledigte einen souveränen Job an der Fellen. Zwar sind Sons Of Seasons alles keine Anfänger mehr, doch mussten sie sich zur Gründung 2007 schon die Frage stellen lassen, warum sie denn um Gottes willen noch eine Power Metal-Band gründeten.

Diese Zweifel wurden vom Opener gleich weggerockt, und Sons Of Seasons konnten auch schon schnell auf die Unterstützung von gut 400 Fans bauen – nicht schlecht, wenn man als Opener um 15 Uhr die Bühne betreten muss. Frontmann Henning, der stimmlich sehr gut aufgelegt war und zwischen melodischen Parts und aggressiven Vocals sehr harmonisch hin- und herschwenkte, konnte auch wie der Rest der Combo erfreut feststellen, dass die Zuschauermenge beständig anstieg. Aber auch der Rest der Aachener Truppe glänzte mit zarten rifforientierten Songs bis zum fetten Doublebasstretern. Gitarrist Oliver hatte zwischendurch auch das Keyboard zu bedienen – und endlich mal Keys, die den Song episch unterstützen und nicht penetrant zuschwurbeln. Das sahen die Fans wohl ähnlich, denn für einen Opener war die Resonanz doch schon beachtlich.
Bei „Fallen Family“ wurde Fronter Henning dann nochmals von der Braut umschmeichelt, bevor nach knapp einer halben Stunde der erste Teil des Festivals als gelungen betrachtet abgeschlossen wurde. Starker Auftritt – und wenn die zweite CD ähnlich starke Tracks in petto hat, dann können die Fans auf ein starkes 2011 hoffen.

Setlist:

Gods Of Vermin
Dead Man’s Shadow
Fall Of Byzanz
Belial’s Tower
Fallen Family

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