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Summer Breeze 2010

Der große Abschluss der Festivalsaison

Sick Of It All begeistern in erster Linie ihre Fans

Zum Thema

Korpiklaani

"Vodka!, Vodka!" tönt es aus den Schallwandlern und es ist sofort klar: Korpiklaani haben die Pain Stage geentert. Geschätzte 0,5 Sekunden hat es gedauert bis die ersten Reihen begonnen haben zu hüpfen. Die Message "drinking is good for you" ist zwar medizinisch höchst zweifelhaft, doch trifft sie hier auf breite Zustimmung. Den Zuhörern wird keine Ruhe gegönnt, denn mit „Journey Man“ kommt gleich das nächste Schmankerl auf den Tisch. Schon jetzt wird die Meute aufgrund der Temperaturen mit Wasser aus dem Schlauch versorgt.

„Korpiklaani“ bremst das Tempo etwas und das Volk kann sich etwas beruhigen. Diese Ruhe ist allerdings äußerst trügerisch, denn schon mit „Cottages and Saunas“ nehmen die Finnen wieder Fahrt auf. „Kipumylly“ tritt wieder etwas aufs Bremspedal. Optimal, um wieder kurz Luft zu holen. Dem lower Midtempobereich frönt auch „Tuli Kokko“. Durch seine Melodien kann aber auch dieser Song voll überzeugen. Vom Album „Tervaskanto“ stammt „Viima“, der nächste Titel. Durch seinen eingängigen Refrain kann dieses Stück wieder volle Begeisterung hervorrufen. Die Spaßinterpretation von „Juodaan Viinaa“ findet sogleich wieder vollen Anklang. „Pellonpekko“ und „ Paljon On Koskessa Kiviä“ unterstreichen diesen Trend und „Crows Bring The Spring“ sichert das Fundament.

„Pinewoods“ und „Wooden Pints“ öffnen dann die Tore für die Sauflieder „Happy Little Boozer“, das grandiose „Beer Beer“ und den leider schon finalen Song "Let’s Drink“. Korpiklaani haben mit ihrem Gig voll überzeugt und mit absoluter Sicherheit den Bierverkauf angekurbelt. Schön, dass man aus Folk so geile Musik machen kann.

Setlist:

Vodka
Journey Man
Korpiklaani
Cottages & Saunas
Kipumylly
Tuli Kokko
Viima
Juodaan Viinaa
Pellonpekko
Paljon On Koskessa Kiviä
Crows Bring The Spring
Pinewoods
Wooden Pints
Happy Little Boozer
Beer Beer
Let’s Drink

Manegarm

Um 19.40 Uhr stehen Månegarm aus Schweden im Partyzelt auf dem Plan. Mit „Mina Fäders Hall“ vom aktuellen Album „Nattvasen“ wird das Set eröffnet und die in großer Zahl anwesenden Viking Metal Fans reagieren mit fliegenden Haaren. Der ruhige Anfang von „Bergagasten“, ebenfalls auf der aktuellen Langrille zu finden, wird kurz aufmerksam beobachtet, doch sobald der Song in den groovigen Teil übergeht, kreisen die Matten wieder. Der Klassiker „Sigrblot“ wird begeistert aufgenommen und das ganze vordere Partyzelt brüllt mit, stellenweise sogar lauter als die PA. So ist es auch nicht verwunderlich das die Stimmung auch bei „Vedergällnigens Tid“ nicht einbricht.

Manchmal bekommt man das Gefühl, Band und Zuschauer stacheln sich gegenseitig auf. Auf der Bühne findet immer mehr Bewegung statt und man merkt den Nordländern deutlich ihre Spielfreude an. Spätestens bei „Havets Vargar“ vom gleichnamigen Album ist die Begeisterung auch bis nach außerhalb des Zeltes gedrungen. Sogar hier wird jetzt eifrig gemosht. „I Evig Tid“ dreht das Tempo wieder etwas runter, wird aber genau so abgefeiert wie das Vorgängerstück. Das äußerst kurzweilige Set geht mit „Hemfärd“ leider schon zu Ende und das ganze Zelt zollt der Band mit dem Gruß des Gehörnten während des Outros Tribut.

Setlist:
Mina Fäders Hall
Bergagasten
Sigrblot
Vedergällningens Tid
Havets Vargar
I Evig Tid
Hemfärd
Outro

Surprise Act Bülent Ceylan

Bei dem Suprise Act haben sich die Veranstalter des Summer Breeze wirklich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Statt eine besondere Band auf die Bühne zu holen, verpflichteten sie den Comedian mit dem Herz für Metal, Bülent Ceylan. Dieser betritt headbangenderweise die Bühne, die bereits für Sick Of It All bereit gemacht wurde, und die ersten Worte, die ihm gleich mehrfach über die Lippen kommen sind „Oh, wie ist das geil!“. Damit trifft er den Nagel auf den Kopf. Jeder Ticketbesitzer scheint sich irgendwo auf dem Festivalgelände eingefunden zu haben, um dem Türken aus Mannheim ein Ohr zu schenken und sich von ihm das Zwerchfell bearbeiten zu lassen. Da der Name des Comedian auf den Festivalshirts gedruckt wurde, wussten viele, worauf sie sich einzustellen hatten und brüllten lauthals „Wir wollen den Türken sehen“.

Bülent Ceylan sorgt mit trockenen Witzen, gekonnten Improvisationen und ein paar seiner bekanntesten Charaktere 20 Minuten lang für ein lachendes Summer Breeze. Viele lassenn es sich nicht nehmen und feiern den Mannheimer mit Circle Pits, die alles andere als klein sind und fordern sogar eine Wall Of Death. Wenn das mal keine Ehre für den komischen Metal-Türken ist. Am Ende wird die Zeit allerdings knapp. Bülent und Fans scheinen sich nicht trennen zu wollen.

Zum Abschluss lässt Bülent sich die Freude nicht nehmen und macht sich für eine Runde Crowdsurfen bereit. Unter lauten Zugabe-Sprechchören macht sich der Comedian auf den Weg von der Bühne, um für Sick Of It All das Feld zu räumen.

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