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Summer Breeze 2010

Der große Abschluss der Festivalsaison

Funktionieren wohl vor jedem Publikum: Fiddler's Green

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Freitag, 20. August

Mono Inc.

Es ist der zweite Auftritt auf der Main Stage an diesem Festival-Tag, erwartet werden Mono Inc. aus Hamburg und das von einigen Fans, die schon um 12.15 Uhr die ersten Reihen füllen.

Mono Inc. bekannt als Vorband von ASP und auch Subway to Sally, die gestern Abend dieselbe Bühne rockten, ist seit einiger Zeit auf der „Voices of Doom“-Tour und nach dem „Castle Rock“ in Mülheim, dem „Amphi Festival“ in Köln sind sie nun in Dinkelsbühl angekommen, bereit die Metal-Fans von ihrem Können zu überzeugen.

Die Show beginnt pünktlich: Katha Mia nimmt Platz an ihrem Schlagzeug und zeigt schnell ihr Können, Carl Fornia bearbeitet seine Gitarre und auch Manuel am Bass sieht man direkt die Begeisterung auf dem Summer Breeze zu spielen an. Die ersten Takte von „This Is The Day“ sind verklungen und Martin Engler, der ehemalige Schlagzeuger und jetzt Frontsänger von Mono Inc., betritt die Bühne. Er steht von nun an nur ein einziges Mal still, besser gesagt er fällt bei „Forgiven“ vor Katha Mia auf die Knie. Die Band ist eins und Martin bedankt sich auch bei Manuel und Carl. Martin versteht es mit dem Publikum zu kommunizieren, jeder fühlt sich von ihm angesprochen, als er bei „Bloodmoon“ in die Menge singt: „You are all I ever needed“. Die vier zeigen, was sie können und sie sind sehr gut drauf. Martin, der ein echter Allrounder ist, zeigt dies deutlich als Sänger und auch als Gitarrist bei dem Iggy Pop-Song „The Passenger“, aber auch als Unterhalter ist er großartig. Während er sich mit der Akkustikgitarre hinsetzt, fällt ihm auf, dass seine Hose offen ist und er fragt direkt bei der Menge nach, wieso ihm dies niemand gesagt hat. Als die Menge ihn daraufhin auffordert: „Ausziehen, ausziehen!“ erwidert er schlagfertig, dass dies doch später bei: Schweigen, gefordert werden könne. Das Publikum wird wieder eng geführt und aufgefordert mitzusingen.

Die Menge steht kopf, mittlerweile haben auch die Ordner ein Einsehen und spritzen diese nass, was die Stimmung noch mehr hebt und zum Höhepunkt bei „Voices of Doom“  führt. Die Auswahl der Songs ist deutlich angelegt auf die frühe Spielzeit, die Band bedankt, sich, dass die Fans schon zu so „früher“ Zeit aus dem Zelt gekrochen ist und es werden als Abschluss  „Sleeping My Day Away“ und „Get Some Sleep“ zum besten gegeben.

Die Hamburger beweisen einmal mehr, dass von ihnen noch viel zu erwarten ist und fordern die Menge auf, sie auf ihrer Tour, die am 1. Oktober in Bochum startet, zu begleiten. Durch die Art der Interaktion, die Vielfältigkeit der Bandmitglieder, die sowohl singen, als auch ihre Instrumente beherrschen, als auch durch die Lebendigkeit auf der Bühne, haben sie heute wohl wieder neue Fans hinzugewonnen.

Setlist:

This Is The Day
Temple Of The Thorn
Forgiven
Bloodmoon
The Passenger
Voices
Sleeping My Day Away
Get Some Sleep

Letzte Instanz

Es wird neblig, es ist 13.35 Uhr und sieben Instanzler betreten die Pain Stage und werden jubelnd begrüßt, während die ersten Töne von „Mein Engel“ erklingen. Muttis Stolz spielt springend seine Violine, Benni Celini bearbeitet Rastazöpfe schwingend sein Cello, während der neue Schlagzeuger David Pätsch durch sein kraftvolles Spiel aufzeigt: „Ja ich gehöre voll dazu.“. Aber auch Holly D und Oli an den Gitarren blühen nicht erst beim zweiten Song „Flucht Ins Glück“ auf. Holly begrüßt das Publikum und zieht fortan, wie er selbst von sich behauptet, seinen Stiefel durch und lenkt die Fans durch 45 Minuten Musik. Musik, die nach wie vor schwer einzuordnen ist. Die Instanzler zeigen aber deutlich, dass sie auch gar nicht eingeordnet werden müssen, denn was sie machen, machen sie sehr gut und das Publikum feiert sie wie Helden. Holly lässt es sich nicht nehmen, einen neuen Song darzubieten, der erst im Oktober 2010 auf dem neuen Album „Heilig“ erscheinen wird: „Dein Gott“. Jener Song wurde erst in der aktuellen Ausgabe des Orkus (Nr.9/2010) als Herzstück des kommenden Albums bezeichnet und der Song kommt so gut an, dass schon beim zweiten Refrain laut mitgesungen wird.

Anschließend beginnt Holly, grinsenderweise: „Einige von euch wissen nun, was jetzt kommt!“, die Fans aufzufordern, laut bzw. leise zu singen: das Publikum wird zur Marionette des Lautstärkereglers Holly, und schon beginnt das Lied „Finsternis“. Hier zeigen Oli an der Gitarre im Solo und anschließend Muttis Stolz auf der Violine, was sie aus ihren Instrumenten rausholen können. Und als hätten die Ordner es gewusst, welches Stück als nächstes kommt, werden die ersten Reihen mit viel Wasser abgekühlt, während zeitgleich die Instanz „Komm“ anspielt; alles tanzt, feiert. Die Show der Letzten Instanz neigt sich dem Ende zu, aber nicht ohne dass sich alle an den Händen fassen sollen. Der Moderator Holly schlägt ein Spiel vor: diejenigen, die es schaffen, das gesamte nächste Lied „Das Stimmlein“ die Hände oben zu halten, dürfen der Letzten Instanz bei der Autogrammstunde ein Bier ausgeben. Viel zu schnell erklingen die ersten Takte von „Wir sind allein“ und somit des letzten Lieds für den heutigen Festival Auftritt. Aber nach dem Abgang der Band gibt es lautstarke Zugabe-Rufe, und sehr schnell finden sich die Sieben erneut auf der Bühne ein und spielen das ersehnte: „Rapunzel“.

Die Sieben zeigen, dass sie auf der Bühne vereint zuhause sind, und dass die ins Haus stehende Tour ein Muss für jeden Fan ist.

Setlist:

Mea Culpa
Mein Engel
Flucht ins Glück
Ohne Dich
Dein Gott
Finsternis
Komm!
Wir sind allein
Rapunzel

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Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging