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Summer Breeze 2010

Der große Abschluss der Festivalsaison

Rage sorgen für vergleichsweise ruhige Töne und können dennoch überzeugen

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Das Summer Breeze ist in den letzten Jahren zu einer festen Größe geworden und bildet quasi den Jahresabschluss der Festivalsaison. Auch in diesem Jahr haben sich wieder ca. 30.000 Headbanger auf den Weg in das bayrische Dinkelsbühl gemacht, um sich vier Tage lang ein buntes Programm anzusehen.

Am Mittwoch richteten sich noch viele skeptische Blicke in den Himmel, der das Bangervolk mit mehreren Regenschauern eindeckt und für eine weit ausgedehnte Schlammwüste sorgt. Nach einer ziemlich kalten Nacht hatte der Wettergott aber ein Einsehen und gönnte uns allen Sonne pur. Bei diesen Bedingungen stürzten sich natürlich auch die The-Pit-Redakteure gerne ins Getümmel.

Mittwoch, 18. August

 

Suicidal Angels

Nachdem bereits ab 15:30 der New Blood Award mit sechs Newcomer Bands im Gepäck für Unterhaltung sorgte, folgt nun die Nuclear Blast-Labelnight, die mit um 20:00 mit den Thrash Metallern Suicidal Angels startet.

Die Griechen starten voller Motivation und „Mourning Of Cursed“  in einem noch nicht vollständig gefüllten Zelt, da viele die Zeit unterschätzt haben, die man am Eingang verbringt.

Die Stimmung ist dennoch vom Anfang an super und das Outfit von den Suicidal Angels erinnert unweigerlich an den Thrash der 80er Jahre.

Unterstützung bekommen die Griechen in vollem Maße. Ein Tag auf dem Campingplatz, und das bei mäßigen Wetter, hat die Gemüter erhitzt und so hallen schon bald die ersten Wall Of Death-Rufe durch das große Zelt, das sehr an Roncalli und Co erinnert.

In der ersten Reihe geht derweil die Post ab und die Fans stehen, den Oberkörper möglichst weit über den Wellenbrecher geneigt, mit kreisenden Häuptern vor der Bühne und unterbrechen ihr Schleuderprogramm nur, um Teile der Texte mitzusingen.

Der Einstieg in das Summer Breeze 2010 zeigt sich musikalisch von seiner besten Seite und auch mit der Wall Of Death werden die Fans nicht mehr lange auf die Folter gespannt. „It's time for a Wall of Death! So open up!“ lässt Sänger Nick Melissourgos  verlauten, und schon dringen die ersten Gitarenklänge von „Vomit On The Cross“, ein Song von ihrem ersten Album „United By Hate“ durch die Boxen, und die Menschen prasseln aufeinander, als der Song anfängt rasant zu werden.

Die Musik erinnert dabei unweigerlich an die frühen Tage von Slayer, die bei der stetig wachsenden Zahl von Besuchern im Zelt sehr gut aufgenommen wird. So ragen bald hunderte Pommesgabeln zum Zelthimmel und der ein oder andere Mosh Pit sorgt bei gutem Sound dafür, dass die energiegeladene Fraktion möglichst viel davon los werden kann.

Mit dem Hit „Apokathilosis“  von dem aktuellen Album „Sanctify The Darkness“ gehört der Gig der Suicidal Angels auch schon der Vergangenheit an und die Party kann mit Suffocation in die zweite Runde starten.

Setlist

Mourning Of The Cursed
Pestilence Of Saints
Bloodthirsty
Bleeding Holocaust
Vomit On The Cross
Jesus Lies
Inquisition
Dead Again
Apokathilosis

Suffocation

Mittlerweile scheinen auch die letzten Pilger ihr Ziel erreiht zu haben, denn das Zelt, welches die Party Stage beherbergt, ist gerappelt voll. Suffocation stehen pünktlich auf der Bühne und der mächtig erscheinende Frontmann Frank Mullen kommt mit den anderen Bandmitgliedern und „Thrones Of Blood“ auf die Bühne gestürzt, um mit seinem mächtig tiefen Growlen Eindruck zu schinden.

Angeheizt von den Suicidal Angels, der guten Stimmung und dem ein oder anderem Bierchen im Camp kennen hunderte Fans kein Halten mehr und unterstützen die New Yorker Death-Walze nach Leibeskräften.

Auch Frank Mullen mag es sicherlich an dem ein oder anderem mangeln, aber Spaß ist es definitiv nicht. Wild gestikulierend präsentiert er sich auf der Bühne, streckt immer wieder, von Grimassen begleitet, seine Zunge raus und fordert das Publikum zu noch mehr Aktion auf. Nicht nur durch die Präsenz der Band, die ungefragt Eindruck hinterlässt, sind Suffocation eine kleine Urgewalt auf der Bühne, die keine Zeit zum Verschnaufen lässt. Dazu ist immerhin auch noch nach 4:00 Uhr morgens im Zelt ausreichend Zeit. Also werden unerbitterlich „Cataclysmic Purification“ und „Blood Oath“ von der letzten veröffentlichten und gleichnamigen Silberscheibe mit voller Wucht hinterher geschmettert. Aber auch „Catatonia“ verfehlt sein Zeil nicht, und schmettert unerbitterlich mitten ins Fressbrett. „Suffocation“ stellen auch heute Abend mal wieder unter Beweis, dass nicht nur der New Yorker Hardcore ein Extrem darstellt, sondern der Death Metal ihm in keiner Weise mit Brutalität nachsteht.

Die ausrastende Mitte des Zeltes gibt dem Recht, und so bekommen Suffocation ein vor gewaltiger Energie strotzendes Feedback, das bis zum letzten Faustschlag des Abends „Infecting The Crypts“ unermüdlich seine Wellen schlägt.

Setlist:

Thrones of Blood
Liege of Inveracity
Cataclysmic Purification
Catatonia
Pierced from Within
Blood Oath
Entrails of You
Infecting the Crypts

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