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Subway To Sally, Versengold, Russkaja & Paddy And The Rats im Konzert (Alter Schlachthof, Dresden 2018)

Eisheilige Nacht heizt kräftig ein

Russkaja

Mit Russkaja schließt sich eine Band an, die bestens für ihre Entertainer-Qualitäten bekannt ist. Zu spüren ist dies schon als die Österreicher zur „Love Revolution“ rufen, sofort ist beste Laune in der Hütte und die ersten Hände fliegen mit nach oben. Wie gut die russische Speed-Folk-Walze funktioniert, sieht man spätestens bei „Change“: Hier gibt es nicht nur eine ausgedehnte Choreographie auf der Bühne, auch im Saal schwappt die gute Laue komplett über. Zwar bittet Frontmann Georgij noch alle Hände nach oben, aber eigentlich hätte er sich dies auch sparen können, immerhin funktioniert dies im weiten Feld von allein.

Als er hiernach schließlich vom Kollektiv Russkaja spricht, ist den meisten schon klar, was nun von statten geht: Der Psycho-Traktor rückt an. Wenn andere Bands einen Circle-Pit ausrufen, wird hier eben um Kollektivbildung geworben. Die Darstellung ist die gleiche, es toben ein paar hundert Mann im Kreis umher und werden anschließend mit einem „Respekt Dresden!“ belohnt. Eine Ruhepause wird ihnen aber nicht gegönnt, zu „Hometown Polka“ muss schließlich gemeinschaftlich mitgesprungen werden und weil das alles so gut hinhaut, darf man sich nun einen kurzen Einblick in das im Frühjahr erscheinende neue Album abholen. „No One Is Illegal“ ist nicht nur der titelgebende Song, sondern zeigt die Band auch mal von einer anderen Seite, die ihnen nur zu gut steht.

Dem Avicii-Cover „Wake Me Up“ schließt sich eine kleine Lektion der russischen Sprache an, selbst wenn hier einige noch Russisch in der Schule hatten, die Übersetzung für Bart bekommen wohl nur noch die wenigsten hin. „Barada“ ist das gesuchte Wort und dies wird nun ausgiebig eingeübt. Ganz ohne Hintergedanken geschieht dies natürlich nicht, man sichert sich so einen fetten Chor im Refrain des wehmütigen Titels und damit geht es schon hinüber zum letzten Song. Hier sind schließlich die Headbanger gefragt, zu „Energia“ darf der Kopf geschüttelt werden bis die Nackenmuskulatur fest geht, was von Russkaja vorbildlich demonstriert wird.

Selbst wenn man noch einen kleinen Zuschlag vertragen hätte, eine kleine Pause und etwas an Getränkenachschub tut nach der fordernden Show doch gut.

Setlist:

Love Revolution
Hey Road
Change
Traktor
Druschba (You're Not Alone)
Hometown Polka
No One Is Illegal
Wake Me Up (Avicii-Cover)
Barada
Energia

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Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann