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Subway To Sally, Mono Inc. & Feuerschwanz im Konzert (Dresden, Dezember 2017)

Von ausgelassener Stimmung, Perfektion und einer fetten Panne

Subway To Sally

Die letzte Umbaupause folgt, „Blut, Blut, Räuber saufen Blut“ klingt durch die Halle und schon ist es an der Zeit, dass Subway To Sally den Abend beschließen. Doch ganz so einfach gestaltet sich dies nicht, kaum sind die ersten Klänge ertönt, herrscht schon wieder komplette Ruhe und eine technische Panne zwingt in eine längere Pause. Die Zuschauer sehen es gelassen und stimmen einfach wieder ihren Chor an, den sich Ingo Hampf und Eric Fish in aller Ruhe anhören und weil die Stimmung eben jetzt schon so gut ist, probiert sich Frontmann Eric Fish gleich noch im Stagediven.

Nach gut zwanzig Minuten ist die Panne behoben und man kann mit „Schneekönigin“ endlich das Programm beginnen. „Henkersbraut“ wird nachgeschoben und nun ist es auch an der Zeit, die Anwesenden zu begrüßen. Zu lang fällt dies nicht aus, und irgendwie wird man auch infolge des Gefühls bemächtigt, dass man etwas von den verlorenen Minuten wieder reinholen will. Die Kommunikation mit dem Publikum fällt heute doch etwas spärlicher aus, was glücklicherweise allerdings nicht auf die Laune drückt, denn immerhin haben die Potsdamer mit „Falscher Heiland“ und „Kleid aus Rosen“ gleich noch zwei Klassiker im Gepäck, die eh als Selbstläufer deklariert werden können. Zu „Kleid aus Rosen“ bekommen die Potsdamer auch etwas Verstärkung, diesmal allerdings aus den Zuschauerreihen, von wo aus ein kleines Mädchen auf die Bühne geholt wird, die sich nun emsig im Takt dreht. Auch zu „Eisblumen“ darf sie mitsingen, hier natürlich mit kräftiger Unterstützung aus den Reihen vor der Bühne, welche sich kurz darauf zu einer Woge formieren und damit die Grundlage für „Grausame Schwester“ bieten.

Umherwogende Hände sind allerdings noch zu wenig an Bewegung, so wird zu „Besser du rennst“ ein Circle-Pit einberufen. Sicher hier etwas ungewohnt, trotzdem haut es bestens hin und da man so schön in Schwung gekommen ist, kann gleich zu „Tanz auf dem Vulkan“ weiter seinem Bewegungsdrang gefrönt werden. Leider heißt es zu „Sieben“ nicht nur kräftig mitsingen, sondern auch schon von einander Abschied nehmen. Mit einem letzten Schrei wird sich gegenseitig verabschiedet, zumindest für die nächste halbe Minute, schließlich wird auch hier eine Zugabe eingefordert.

Die Dreingabe startet etwas persönlich, immerhin gesteht Eric Fish, dass seine Asche im Mahlstrom ausgestreut und sein Herz in Dresden begraben werden soll. Für etwas Beklemmung sorgt eine solche Aussage schon, zum Glück gibt es mit „Veitstanz“ gleich das Grande Finale, bei welchem alle heute tätigen Musiker mitwirken und so trübe Gedanken verbannen. Selbst wenn es mittlerweile gegen ein Uhr ist, herrscht immer noch ausgelassene Stimmung bis hin in die letzten Reihen und diese wird auch in das abschließende „Julia und die Räuber“ mit hinübergenommen. Damit endet ein Abend, den man trotz Panne nur als perfekt beschreiben möchte.

Setlist:

Saraband de Noire
Schneekönigin
Henkersbraut
Falscher Heiland
Kleid Aus Rosen
IX
Eisblumen
Feuerkind
Grausame Schwester
Arme Ellen Schmitt
Besser Du rennst
Tanz Auf Dem Vulkan
Sieben
Veitstanz
Julia & Die Räuber

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