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Subway To Sally, Megaherz im Konzert (Dresden, Dezember 2011)

Schwarzes Feuerwerk zu ungewohntem Termin

Megaherz geben einen Vorgeschmack auf ihr neues Album

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Für die schwarze Szene in Dresden gab es immer einen festen Termin und dieses war der 29.12.! Frontmann von [Subway To Sally] Eric Fish bezeichnete dieses Datum ursprünglich selbst als Kult, doch Traditionen sind dazu da, um gebrochen zu werden. Auf Grund der Termine „Eisheiligen Nacht“ startet das Konzert schon zwei Wochen früher. Den Flexibilitätstest besteht das Dresdener Publikum aber ausgezeichnet. Schon weit vor Konzertbeginn bilden sorgsam gestylte Zuschauer eine große Traube vor dem Alten Schlachthof. Es erscheint also alles wie immer, nur das Datum hat sich verändert.

Megaherz

Redet man von der Rubrik „Neue Deutsche Härte“, darf sicher ein Name nicht fehlen: Megaherz. Zwar ist kein einziges Gründungsmitglied mehr in der aktuellen Besetzung zu finden, jedoch gehören die Urgesteine des Industrial-Rock immer noch zu den Dauerbrennern der Szene.

So wundert es nicht, als zum Intro „Es wird einmal ein Wunder geschehn“ die Band schon beim Einzug gefeiert wird. Mit „Dein Herz schlägt“ steigen Megaherz brachial ein und die Spielfreude steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Eigentlich bedarf es kaum einer Ansage, um das Publikum mit sich zu ziehen, aber Sänger Alexander treibt trotzdem immer wieder an, fordert zum Mitklatschen auf und lässt selbst keinen Millimeter der Bühne aus. Es ist deutlich zu spüren, dass es sich nicht um Unbekannte handelt, die Songs sind gängig und so wird auch ordentlich mitgesungen.

Bei „Jagdzeit“ ändert sich dies, denn jetzt stellen Megaherz einen neuen Song vor. So bieten die Bayern den ersten Einblick in ihr im Januar erscheinendes Album „Götterdämmerung“. Danach erweist sich Alex wieder als gnadenlos, lässt die Hände der Zuschauer in die Höhe schnellen und sich von ihnen zu „Freiflug“ tragen.

Mittlerweile von der Sonnenbrille entledigt, kniet sich der Frontmann zum Gebet auf die Bühne und eingefleischte Fans behalten mit ihrem Tipp auf „Gott sein“ recht. Hier kommt die eindringliche Stimme besonders gut zur Geltung und dies macht den Song zu einem Highlight des Auftritts. Es schließt sich mit „Heute Nacht“ der zweite neue Song an und mit „Heuchler“ wird wieder in gewohnter Weise losmarschiert. Die Gitarren können ein weiteres Mal auftrumpfen und ihre Bühnenpräsenz ausbauen.

Die Ankündigung zum letzten Song folgt und mit ihm die Ansage, dass dieser Auftritt nicht mit „Miststück“ abgeschlossen wird. Es fliegen einige missmutige Blicke durch den Saal, jedoch gibt man sich mit „Beiss mich“ durchaus zufrieden und genießt einfach den letzten Titel.

Megaherz bieten einen überdurchschnittlich guten Support. Lex Wohnhaas zeigt sich als stimmgewaltiger, charismatischer Frontmann, der es schafft das Publikum immer wieder mit sich zu reißen. Dieser Kurzauftritt bietet, zwischen all den bekannten Songs, einen ersten Einblick in das kommende Album. Diese Titel fügen sich nahtlos ein und schaffen Interesse  auf ihre neue Platte und die anstehende Tour. Megaherz werden vom ersten bis zum letzten Song gefeiert und bieten somit eine ausgezeichnete Grundlage für den weiteren Abend.

Setlist:

Dein Herz schlägt
Kopfschuß
5. März
Jagdzeit
Freiflug
Gott sein
Heute Nacht
Heuchler
Beiss Mich

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