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Subway To Sally, Letzte Instanz, Fiddler’s Green, Versengold im Konzert (Dresden, Dezember 2015)

Auf dass die Nacht nie vergeht

Letzte Instanz

Nachdem Fiddler’s Green eine furiose Vorlage geliefert hat, ist es nun an Letzte Instanz, die gute Stimmung auch weiter oben zu halten. Leicht fallen sollte es dem Sechser eigentlich schon, zumal sie hier einen Heimvorteil genießen, welcher aber wiederum für eine größere Anspannung bei der Band sorgt. Zumindest weist Frontmann Holly Loose auf die gestiegene Nervosität hin, von der allerdings schon beim Start mit „Nur für uns“ herzlich wenig zu spüren ist.

„Flucht ins Glück“ ist nicht nur der zweite Titel, sondern könnte auch symptomatisch für die nächsten Minuten stehen. Zumindest wirkt man auch auf der Bühne unglaublich gut gelaunt und voller Umtriebigkeit. Besonders Violinist M. Stolz und Cellist Benni sind kaum zu bändigen und nur höchst selten auf ihren bereitstehenden Stühlen zu sehen, was zwar sicher nichts Neues, dafür aber immer wieder erfreulich ist. Selbst die sonst eher verhalten agierenden Oli an der Gitarre und Michael am Bass zeigen heute eine erhöhte Bewegungsfreudigkeit, was der Konzertwirkung deutlich zugutekommt und vom Publikum entsprechend honoriert wird. Auch hier bleibt die Stimmung weit über einem Gefälligkeitsnicken und ehrlich gesagt zweifelt man auch langsam dran, dass für Subway To Sally noch genug Energie da sein wird. Wobei sich die Letzte Instanz doch sehr gnädig zeigt und immer wieder ruhige Titel einstreut, so kann man wenigsten hin und wieder innehalten.

Aber nicht nur, dass das Sextett immer wieder zwischen schnell und ruhig, zwischen laut und leise jongliert, auch ihr Repertoire schwankt zwischen alten und neuen Titeln. Ein ganz neuer Song kommt mit „Wir sind eins“ zum Vorschein, erscheinen wird dieser erst am 12. August 2016 und zwar auf dem neuen Album „Liebe im Krieg“. Auch wenn hier nur ein kleiner Einblick in das neue Werk geboten wird, darf man auf dieses durchaus gespannt sein. „Jeden Morgen“ zählt hingegen schon fast zu den Oldies, funktioniert aber ebenfalls sensationell und spricht vor allem durch einen wirklichen geilen Cello-Start an.

In „Von Anfang an“ bildet sich nicht nur ein kleiner, sondern ein flächendeckender Ozean der Begeisterung, wenn dieser auch recht gemäßigt vor sich hin wogt. Dafür fliegt zu „Komm!“ wieder die musikalische Peitsche über den Köpfen, um über „Finsternis“ und dem immer wieder stimmungsvollen „Wir sind allein“ wieder der Besinnlichkeit zu huldigen. Ganz im Gegensatz dazu steht „Mein Todestag“, der die Gebeine gleich reihenweise vor sich her treibt. Weil dies scheinbar noch nicht reicht, gibt es zum Abschluss noch den endgültigen Sprunggelenkkracher „Rapunzel“, bei dem noch einmal bis zur Selbstaufgabe mitgetanzt werden kann.

Auch hier hätte man gerne noch ein paar Minuten mehr von dem gewohnt souveränen Auftritt genossen, aber nun heißt es: Letzte Kräfte sammeln, immerhin steht noch eine Band bevor.

Setlist:

Nur für uns
Flucht ins Glück
Blind
Ganz Egal
Wir sind eins
Jeden Morgen
Der Garten
Von Anfang an
Komm!
Finsternis
Wir Sind Allein
Mein Todestag
Rapunzel

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