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Subway To Sally, Letzte Instanz, Fiddler’s Green, Versengold im Konzert (Dresden, Dezember 2015)

Auf dass die Nacht nie vergeht

Fiddler’s Green

Folkig geht es auch nach der Umbaupause weiter und tatsächlich soll es im Saal noch Leute geben, denen Fiddler's Green bisher noch kein Begriff ist. Mit „The More The Merrier“ schicken die Erlangener aber gleich zu Beginn einen Titel, mit dem sie sich spektakulär vorstellen können. Schon der erste Song lässt hören, was hier von der Bühne brettert: gnadenloser Speedfolk, gepaart mit Lebensfreude und unnachahmlicher Spiellaune.

Fiddler's Green schaffen es einmal mehr, binnen Sekunden die Zuschauer zu begeistern und natürlich auch zum Mitmachen zu bewegen. Selbst wer die Texte noch nicht kennt, bemüht sich alles schnellstmöglich aufzusaugen, um vielleicht den einen oder anderen Refrain doch noch mitschmettern zu können. Leicht gemacht wird dies besonders bei „Old Dun Cow“, immerhin stiften die Musiker hier direkt zum Schreien an und verlangen immer wieder den „MacIntyre“-Ruf, dem die Dresdner nur zu gern und mit voller Kraft nachkommen. „Victor And His Demons“ lässt die Stimmung weiter am Brodeln und die nachherige Frage, ob man denn auch Spaß hat, ist eigentlich rein obligatorisch, aber mit dem einhelligen Klatschen wird auch dies hinreichend beantwortet.

Das Ganze ist aber noch nicht der Höhepunkt des Geschehens. Zu „Raise Your Arms“ werden nicht nur alle Arme in die Höhe geworfen, sondern zugleich auch alle unnötigen Kleiderstücke vom Körper gerissen und damit über dem Kopf gewedelt. Dies sorgt nicht nur für ein hinreißendes Bild, sondern schafft auch eine anständige Luftumwälzung, die angesichts der herrschenden Temperaturen nur zu gut passt. Nicht nur schön anzusehen, sondern auch angenehm für die Gehörgänge, stellt sich das nachfolgende Geigensolo von Tobias Heindl dar, bei welchem er im Spotlicht seiner Kunst freien Lauf lässt.

Mit dem mitreißenden „Yindi“ geht die Reise weiter und die Stimmung auf einen gnadenlosen Höhepunkt zu, der scheinbar nicht mehr zu übertreffen ist und den Anwesenden sämtliche Energie abfordert. Umso besser, dass mit der grandiosen Ballade „Down By The Hillside“ endlich wieder etwas Zeit bleibt, um neue Kräfte zu sammeln. Diese sind allerdings auch dringend nötig, denn auch infolge lassen Fiddler’s Green nicht von ihrer exzessiven Spielweise ab, die aber mit „Folk’s Not Dead“ ihrem Schlusspunkt entgegen schreitet. Nochmals trifft die Zuschauer die geballte Spiellust, welche so viel Faszination auslöst, dass die Folk-Rocker gleich noch eine Dreingabe mit „Bugger Off“ nachschieben dürfen. Dies war es dann aber endgültig und nicht wenige werden froh sein, nun wieder ein paar Minuten zur Ruhe zu kommen.
 
Setlist:

The More The Merrier
Scolding Wife
A Bottle A Day
Old Dun Cow
Victor And His Demons
A Night In Dublin
Raise Your Arms
Rocky Road To Dublin
Yindi
Down By The Hillside
The Night Pat Murphy Died
Folk's Not Dead
Bugger Off

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