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Subway To Sally im Konzert (Mannheim, Mai 2010)

Stromloser Tanz auf dem Vulkan
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Auf ihrer Nackt II-Akustik-Tour machten Subway To Sally am 4. Mai Station im Mannheimer Capitol. Das ehemalige Kino, das jetzt u.a. für Konzertveranstaltungen genutzt wird und 1200 Besucher fasst war gut besucht, aber nur zu ca. ¾ seines Fassungsvermögens gefüllt, was aber der Stimmung keinerlei Abbruch tat und auch der Tourmanager zeigte sich mit dem bisherigen Verlauf der Tour zufrieden. Aufgrund der besonderen Akustik des Konzertsaals fielen die Proben für die Akteure diesmal etwas aufwändiger aus, wie Eric Fish im Laufe des Abends erzählte; gelohnt hat es sich allemal, auch auf der letzten Sitzreihe der Empore hatten die Zuhörer ein unverfälschtes Klangerlebnis, das Publikum im unbestuhlten Auditorium zog es vor, sich von Eric zum Tanzen animieren zu lassen.

Für das Bühnenbild hatte wohl Caspar David Friedrichs Gemälde „Abtei im Eichwald“ Pate gestanden, eine karge Einöde, Ruinenreste im Hintergrund und ein ausgedörrter Baumstumpf in der Mitte, auf einem Aststück zwei Krähen und zwischen den Ausläufern und Wurzeln dieses künstlichen Baumes liessen sich die Bandmitglieder nieder. Die Percussionistin Nora Thiele wurde mit verbundenem Bein auf die Bühne getragen, sie hatte sich beim Konzert in Leipzig die Ferse gebrochen. Auch B. Deutung mit seinem Cello ist wieder mit auf der Tour.

Auf der Setlist standen die gleichen Titel wie bei den vorangegangenen Konzerten der Nackt II-Tour, nur die Reihenfolge der Songs wurde geringfügig geändert. Gestartet wurde aber wie bisher mit „Die Schlacht“, gefolgt von „Henkersbraut“. Bodenski stellte zwischendurch klar, dass Subway To Sally nicht so einfach in die Mittelalter-Schublade passe – für Subway To Sally brauche man einen Schrank! Bei „Eisblumen“ durfte das Publikum die ersten Zeilen alleine ansingen, bevor die Band Text und Melodie aufnahm, vom textsicheren Fanchor lautstark unterstützt. Auch zwei neue, extra für die Nackt II-Tour komponierte und arrangierte Titel befanden sich im Repertoire: „Bruder“, von Fish als „Schunkel-Lied“ angekündigt und „Spielmann“, das im Zugabeset zu Gehör gebracht wurde. Als die ersten Töne von „Tanz auf dem Vulkan“ erklangen, hielt es Fish nicht mehr auf seinem Baumstumpf – „tanz, tanz und dreh dich, spring und dreh dich“ er sprang und tanzte und mit ihm das Publikum im Saal und so ging es fast nahtlos weiter mit „Veitstanz“, dem letzten Lied im Set - und die Welt versank im Farbenmeer.

Keine Frage, dass die Potsdamer so schnell nicht von der Bühne durften – kaum war das erste Zugabeset, bestehend aus „Kaltes Herz“, „Ohne Liebe“, einem Wettkampf zwischen Drums und Percussions, und „Sieben“ gespielt, wurden erste, fordernde „Blut, Blut, Blut, Räuber saufen Blut“-Gesänge laut. Doch die Band blieb ihrer Setliste treu und performte zunächst „Die Jagd“ und „Spielmann“, bevor sie nach zweieinhalb Stunden den Konzertbesuchern als endgültigen Rausschmeisser „Julia und die Räuber“ mit auf den Heimweg gab. Subway To Sally blieben auch hier ihrem Ruf treu, jede Tour als etwas Besonderes zu begreifen und jedesmal auf's neue umfassende Konzepte einschließlich Bühnendeko, Outfits und Lightshow zu erarbeiten.

Setlist:

Die Schlacht
Henkersbraut
Die Rose im Wasser
Herrin Des Feuers
Krähenkönig
Kleine Schwester
Angelus
Eisblumen
Bruder
Versteckt
Accingite Vos
So fern, so nah
Wenn Engel hassen
Falscher Heiland
Krähenfrass
An der Zeit
Die Ratten
Auf Kiel
Tanz auf dem Vulkan
Veitstanz
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Kaltes Herz
Ohne Liebe
Sieben
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Die Jagd
Spielmann
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Julia und die Räuber

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