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Subway to Sally im Konzert (Abtsgmünd 2005)

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„Blut, Blut – Räuber saufen Blut!“ Auf der Main-Stage des Summer Breeze Festivals 2005 sind die vertrauten Kulissen bereits aufgebaut. Vor der Bühne drängen sich dicht an dicht die Subway To Sally Jünger und singen sich die Seele aus dem Leib. Fast könnte man meinen, dass einige den etwas kurz geratenen Auftritt der Band schon vorneweg selbst noch etwas ausdehnen wollen. Gerade mal 50 Minuten dürfen Eric Fish & Co bei ihrem hiesigen Auftritt ran – 50 Minuten, die sie aber bestens nutzen.

Zum Auftakt gibt es zunächst mal den Veitstanz, und schon dabei können viele Fans kaum mehr an sich halten. Die Party ist vom ersten Moment an in vollem Gange. In Anbetracht der frühen Tageszeit ist es zwar noch recht hell auf dem Gelände – aber auch dieser Zustand bleibt durch den verhangenen Himmel eher relativ. Für die von Subway verballerte Pyro-Technik erweist sich die dämmrige Atmosphäre jedenfalls als optimale Kulisse.

„Ich glaube, es hat aufgehört zu regnen!“ verkündet Frontman Eric zur Begrüßung des Publikums. Nun ja, so ganz recht hat er damit zwar nicht, aber wirklich gestört fühlt sich niemand von dem anhaltenden Schauer, der das Summer Breeze just zum Auftritt der Potsdamer ein weiteres Mal heimsucht. Eric jedenfalls bemerkt seinen Fehler recht schnell und fügt mit einem Grinsen hinzu: „Und wenn nicht, dann tun wir einfach so!“

Die dem Regen entzogene Aufmerksamkeit fokussieren die begeisterten Fans dann sogleich wieder auf die Mittelalter-Rocker, die neben gängigen Klassikern wie Knochenschiff, Unsterblich und Die Schlacht auch einen kleinen Vorgeschmack auf ihren neuen Silberling Nord Nord Ost kredenzen; dieser soll drei Tage später erhältlich sein. „Mit dieser Musik und dem folgenden Titel wollen wir Euch endgültig alle einfangen“, verkündet Sänger Eric. „Auch, wenn wir es dazu vielleicht sieben mal singen müssen...“ Mit der Single Sieben haben die Spielleute die deutschen Charts bereits erobert. Und die Fanreaktion auf dem Abtsgmünder Festival lässt vermuten, dass auch der Longplayer kein Ladenhüter bleiben wird.

Das Publikum jedenfalls ist begeistert, und brüllt diese Begeisterung auch gerne bei Die Schlacht heraus. „Und... der... Schrei!“ zelebriert Eric Fish den altbekannten Schlachtruf, und erhält von seinen Anhängern ein lautstarkes Retour – das von der Band durch reichlich Feuereinsatz noch zusätzlich angeheizt wird.

Ungemindert die Publikumsreaktionen auch auf den Meister, die Henkersbraut oder den Aufruf: „Sag dem Teufel in dir guten Tag!“ Die Potsdamer feiern mit ihren Fans ein zwar kurzes, aber sehr intensives Party-Gelage. Scharfe Würze erhält der Auftritt schließlich zum Ende hin noch mit einem Feuer spuckenden Eric bei Ohne Liebe, sowie einem zynisch angekündigten „Lied für den Frieden“: Falscher Heiland.

Wer jetzt jedoch denkt, dass der zu Anfang eindringlich vorgebrachte Appell der Fans nicht erhört wird, der kennt Subway to Sally schlecht. Die Fans skandieren weiterhin eifrig Julia und die Räuber und werden schließlich von den sieben Rockern erhört. „Was singt ihr da die ganze Zeit?“ fragt Bodenski grübelnd ins Publikum – Eric hat bereits den Dudelsack im Anschlag. Nachdem man sich dann auf einen gemeinsamen Rhythmus geeinigt hat, schmettern etwa 5,000 Fans volle fünf Minuten lang den Kehrreim des Subway-Zugabe-Rituals. Selbst als die Instrumente längst verstummt sind, klingt es noch aus allen Kehlen: „Blut, Blut, Räuber saufen Blut...“ – Na dann, Prost und auf bald, Subway to Sally, mit einem etwas längeren Auftritt und einem neuen Album voller künftiger Klassiker.

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