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Subway To Sally, Fiddler’s Green, Knasterbart & Vogelfrey im Konzert (Dresden, Dezember 2019)

Hier hat wohl jeder seinen eigenen Headliner gefunden

Spielfreude pur: Fiddler's Green

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Subway To Sally

Endlich ist es soweit, der Gastgeber Subway To Sally ist am Start und sicher werden wohl nicht allzu wenige Zuschauer Bedenken haben, dass nun vielleicht gar nichts mehr geht. Schließlich hat man bereits drei zehrende Konzerte in den Beinen und die meisten Dresdner lassen sich in der Pause doch lieber mal gen Boden gleiten.

Erfreulicherweise sind beim Opener „Messias“ alle wieder an Bord und sofort bester Stimmung. Aber immerhin tafeln die Potsdamer hier einen für die Band fast ungewöhnlichen Song auf, zwar beherrscht eine gewisse Grundhärte den Titel, dafür stehen allerdings auch einige „Ohoho“-Mitsingparts bereit. Genutzt werden diese sofort und ganz nebenbei kann man sich noch etwas am goldenen Glitzeroutfit des Septetts laben. Die zwar zum Song passende, allerdings doch recht ungewöhnliche Klamotte geht zügig zurück in die Garderobe und zum nachfolgenden „Island“ steht die Band wieder in gewohnten Schwarz auf der Bühne.

Auch Subway To Sally setzen auf einen Mix aus altem und neuem Liedgut, vom neuen Album geht es nun direkt hinüber zum Klassiker „Kleid aus Rosen“. Die aus dem Saal gereichte Rose wandert nach einigen Liebkosungen von Frontmann Eric Fish an Geigerin Ally, welche nicht nur am Instrument eine gute Figur abgibt, sondern eben auch ein absoluter Hingucker ist. Wobei die Musiker leider gar nicht so gut sichtbar sind, ist die Bühne doch meist in ein stimmungsvolles und düsteres Licht gehüllt.

Nun sind die Potsdamer wohl am ehesten als Schöngeister des Mittelalter-Rock bekannt, lyrische Tiefe und ausgefeilte Arrangement sind eben an der Tagesordnung. Dass es auch anders und derber geht, beweist man mit dem mittlerweile zwanzig Jahre alten „Henkersbraut“, welches komplett abgefeiert wird. Davon mal abgesehen, kann man eh feststellen, dass beim Publikum noch keinerlei Müdigkeit an der Tagesordnung ist. Powerfäuste und Crowdsurfen sind auch hier an der Tagesordnung, bei Songs wie „Eisblumen“ oder „Tanz auf dem Vulkan“ gehen die Gesangsparts stellenweise komplett an die Zuschauer, die die vorherigen Bands scheinbar bestens zum Einsingen genutzt haben.

Zu „Anna's Theme“, welches direkt in „Am tiefen See“ übergeht, erhält Ally ihr Solo, bei dem etwas Zeit zum Durchatmen bleibt. Zu viel Luft braucht man nun allerdings nicht mehr, denn mit einem Medley aus „Alles was das Herz will“, „Aufgewacht“ und „Ausgeträumt“ beschließen Subway To Sally schon ihr Programm. Zugabe-Rufe gibt es nicht, dafür erschallt sofort „Blut, Blut, Räuber saufen Blut“, was letztlich die gleiche Wirkung erzielt und das Septett zurück auf die Bühne bringt.

„Sieben“ eröffnet standesgemäß die Dreingabe, langsam muss man doch die letzten Kräfte aktivieren, um den Titel ordentlich zu unterstützen. Zu „Veitstanz“ gibt es hingegen nicht nur Unterstützung von den Zuschauern, sondern ebenso von den Mitgliedern der anderen Bands und damit steht zum Ende noch ein weiteres Highlight bereit. Aber wenn es am schönsten ist, soll man ja bekanntlich gehen und dieser Weisheit kommt man auch hier nach. Nun gut, noch nicht ganz. Natürlich fehlt noch „Julia und die Räuber“ und dafür kehren die Potsdamer ein weiteres Mal zurück. Dies war es aber endgültig, eine perfekte Eisheilige Nacht, in der es wohl vier Headliner gab, ist nun amtlich beschlossen.

Setlist:

Messias
Island
Kleid aus Rosen
Falscher Heiland
Imperator Rex Graecorum
Henkersbraut
Unsterblich
Eisblumen
Tanz auf dem Vulkan
Anna's Theme
Am tiefen See
Arme Ellen Schmitt
Alles was das Herz will
Aufgewacht
Ausgeträumt

Sieben
Ohne Liebe
Veitstanz

Julia und die Räuber

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