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Subway To Sally, Fiddler’s Green, Knasterbart & Vogelfrey im Konzert (Dresden, Dezember 2019)

Hier hat wohl jeder seinen eigenen Headliner gefunden

Vogelfrey eröffnen die Eisheilige Nacht

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Das Jahr geht zu Ende und damit wird es wieder Zeit für die Eisheiligen Nächte, jenem kleinen Festival, welches Subway To Sally seit 2009 initiieren. Für viele der Besucher wird es somit auch das letzte Konzert im Jahr sein, insofern darf man auch einen kleinen Blick zurückwerfen. So stand mehrfach ein Konzertreview in direkter Verbindung zum neuen Alben und man wird sich wohl einigen können, dass 2019 ein großartiges Jahr in puncto Veröffentlichungen war.

Auch die hier anwesenden Bands warfen neues Material gen Fans und „Hey!“ (Subway To Sally), wie auch „Heyday“ (Fiddler’s Green) zählen zu den stärksten Neuzugängen an Silberlingen. Ähnlich im Namen und musikalisch doch recht weit voneinander getrennt, möchte man die Silberlinge beschreiben und ähnlich bunt zeigt sich auch das heutige Programm.

Vogelfrey

Zum Start in den Abend gibt es aber erstmal Folk-Rock von Vogelfrey, welche ebenfalls Einblicke in ein neues Album geben können. Von „Nachtwache“ stammt schon der Opener „Ära des Stahls“ und wer vermutet hat, dass beim Auftakt noch nicht besonders viel Stimmung vorhanden sein oder es an Zuschauern mangeln würde, sieht sich komplett getäuscht. Der Saal ist bis auf wenige Plätze voll und auch die Pfötchen gehen direkt mal mit nach oben.

Die fünf Herren und die eine Dame lassen sich die entgegenschlagenden Vorschusslorbeeren auch nicht wirklich aus der Hand nehmen, mit „Hörner hoch“ und „Magst du Mittelalter“ wird scharf nachgewaschen und das ebenfalls neue Material kommt bestens an. Dabei heizt Frontmann Jannik immer wieder kräftig an, geht dabei schon mal straff Richtung Zuschauer, die ihm sofort die Fäuste entgegenstrecken. Ein kurzer Hinweis auf die anstehende Frühjahrstour, die man mit Harpyie bestreitet, wird eingestreut und schon kann es mit „Schüttel dein Haupt“ weitergehen. Zum Schütteln des Haupthaars gibt es hier ausreichende Grund, die Mischung aus Folk, Metal und in diesem Fall einen kleinen Schuss NDH, kracht dermaßen kräftig, dass wohl niemand stillstehen kann.

Gespickt mit einer kräftigen Prise Humor geht es auch künftig im Programm weiter – „Mittelalter Rockstar“ wird mit einem Ticken „Thunderstruck“ auf Betriebstemperatur gebracht, was im Saal mit Begeisterung aufgenommen wird und so kann nun auch getrost der „Heldentod“ eintreten. Beim gemeinschaftlichen Springen erleidet man diesen fast auch, immerhin kommt nun der komplette Saal in den Schwung. Das war es auch schon von Vogelfrey, die man nun am Merch-Stand treffen kann.

Setlist:

Ära des Stahls
Hörner hoch
Magst du Mittelalter
Schüttel dein Haupt
Mittelalter Rockstar
Heldentod

###morer###

Knasterbart

Gut aufgewärmt geht es nun hinüber zu Knasterbart, die mit „Gossenhauer“ den Abend eröffnen. Empfangen von einem fetten Jubel, kann bei ihnen eigentlich gar nichts mehr schief gehen, zumal sie doch wie die schönen Brüder von Versengold aussehen. Aber Aussehen allein reicht nicht, um die Mauern des Alten Schlachthof zum Beben zu bringen, hierfür steht lebensfroher Gossen-Folk bereit. Und selbst wenn das Ganze recht speziell ist, den Nerv der Zuschauer trifft es auf alle Fälle. Kein Song, der nicht gnadenlos abgefeiert und von enthusiastischem Klatschen begleitet wird. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man stellenweise glauben, hier ist bereits der Headliner unterwegs.

Frontmann Hotze betont nun, dass nicht alle Menschen so viel Glück im Gesicht haben wie sie selbst, ein probates Mittel dagegen sei aber der Alkohol. Folgerichtig stimmt man nun „Sauf mich schön“ an, dem direkt „Mein Stammbaum ist ein Kreis“ folgt. Was bisher an Stimmung aufkam, scheint allerdings nur ein Vorgeschmack zu sein, denn mit dem Rednex-Cover „Cotton Eye Joe“ hebt nun endgültig das Dach ab. Da wird jeder Millimeter der Bühne beackert und im Saal kräftig mitgeträllert.

Auch hiernach befeuern Knasterbart mit guter Laune und diversen Geschichten die Zuschauer, die dem Schauspiel mit bedingungsloser Hingabe danken. „Laich mich ein“, welches vom frisch erschienenen Album „Perlen vor die Säue“ stammt, bringt gar noch ein paar karibische Klänge in den Saal. Und dann gibt es gleich noch eine gute Nachricht: Knasterbart gehen auf Tour! Eine schlechte gibt es auch: Sie spielen nicht in Dresden. Da ja aber Berlin nicht so weit entfernt sei, sind nun doch alle Zuschauer eingeladen. Eingeladen sind sie auch, den letzten Song gemeinschaftlich zu zelebrieren. Natürlich lässt man es sich nicht nehmen, „Gossenabitur“ zum absoluten Happening zu gestalten und bis zur kompletten Raserei den Schlusspunkt zu feiern. Wen wundert es also, dass im direkten Anschluss Zugabe-Rufe erschallen. Die gibt es zwar nicht, aber dafür lässt man Knasterbart zu „We Are The Champions“ kräftig hochleben.

Setlist:

Gossenhauer
Mein Körper ist ein Tempel
Kneipenschlägerei
Sauf mich schön
Mein Stammbaum ist ein Kreis
Cotton Eye Joe (Rednex-Cover)
Laich mich ein
Gossenabitur

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