Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Subway To Sally, Darkhaus im Konzert (Leipzig, April 2014)

Ein mörderisch guter Abend

„MitGift“ ist der Titel des im März erschienenen Konzeptalbums von Subway To Sally. Am dritten Tag der gleichnamigen Tour ist man in Leipzig angekommen, um die Songs, die sich fast ausschließlich um Kriminalfälle drehen, unter die Leute zu bringen.

Dass das Album durchaus gut bei den Fans angekommen ist, verkündet die nicht abreißen wollende Schlange, die sich schon lange vor Beginn vor dem Werk 2 bildet. Die fehlende Abendkasse ist nicht nur ein gutes Indiz für ein gut gefülltes Haus, sondern vor allem Ansporn, sich schnell ein Plätzchen mit guter Sicht zu sichern. Denn so schön dieser Club auch ist, man sieht und hört durch die vielen Pfeiler eben nicht an allen Stellen gut.

Darkhaus

Der Umstand der früh gefüllten Reihen kommt dem Support Darkhaus sicher nicht ungelegen. 2011 gegründet, sind sie sicher als Band noch nicht ein wirklicher Begriff. Interessant wird es allerdings, wenn man sich die einzelnen Musiker anschaut. Rupert Keplinger sollte sicher einigen an diesem Abend von Eisbrecher bekannt sein. Was der Songwriter, der ebenfalls schon für Der W und Peter Maffay aktiv war und ist, um sich schart, dürfte aber durchaus auch für Interesse sorgen. Denn spätestens der Anblick der beiden Pro Pain-Aktivisten Gary und Marshall ruft etwas Überraschung hervor. Komplettiert wird das Quintett durch Paul Keller an den Drums und Ken Hanlon am Gesang.

Eigentlich sollte schon der Anblick der äußerst motiviert zu Gange gehenden Band Begeisterung auslösen, aber so richtig will dies anfangs nicht gelingen. Mag sein, dass der nicht allzu hohe Bekanntheitsgrad zu dieser Tatsache beiträgt und sich das Publikum erst einhören muss. Zum anderen scheint der Bandname etwas irreführend, denn Darkhaus rocken mehr, als das sie mit einem düsteren Klangbild vorstellig werden.

Songs wie „Looks Like The Rain“ oder „Son Of A Gun“ brechen allerdings die Zurückhaltung des Publikums auf, es wird mitgewippt und auch der Applaus zieht deutlich an. Verdient ist dies allemal, denn handwerklich bewegt sich die Band auf einem exzellenten Niveau. Dies setzt sich mit „Break Down“ auch weiter fort. Griffige, schnittige Gitarrenriffs, die mit einem einpeitschenden Schlagzeug gepaart werden, lassen die Stimmung weiter aufbrodeln.

„Don’t Close“ geht hingegen mit einigen Samples einher. Im Anschluss bedankt sich Ken bei Subway To Sally und verkündet auch den letzten Titel des Abends. „Breaking The Silence“ macht seinem Namen durchaus alle Ehre. Gut gesetzte Tempoverschiebungen und der eingängige Refrain lassen den Song zu einem echten Tanzflächenstampfer werden.

Damit ist auch schon die Vorstellung von Darkhaus beendet. Es geht ein letzter Dank an das Publikum, der mit einem frenetischen Applaus beantwortet wird und schon sind die fünf Herren von der Bühne verschwunden. Was bleibt ist die Erinnerung an eine gut aufgelegte Band, die mit treibenden Titeln gut einheizen konnte, auch wenn sie stellenweise recht glatt wirkten.

Setlist:

Drive
Ghost
Hour Of Need
Looks Like The Rain
Life Worth Living
Break Down
Don’t Close
Breaking The Silence


Seite
  • 1
  • 2
comments powered by Disqus

Die High- und Lowlights der Redaktion im vergangenen Jahr

Von ausgelassener Stimmung, Perfektion und einer fetten Panne

"Ich mache im Grunde all das, worauf meine Kollegen bei Ctulu keinen Bock haben und was immer schon mal aus mir raus musste."

Überraschungen zum 30-jährigen Geburtstagsrausch

Wer hat Angst vorm Saxophon?

Von Gänsehautmomenten bis hin zum Circle-Pit

Starkes Debüt, welches nach einer baldigen Wiederholung schreit

„Weil wir einfach wissen, dass wir als Band nur funktionieren, wenn wir uns nicht verbiegen“