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Storm Crusher Festival 2012

Ein schmuckes Festival, das mit tollen Bands glänzen konnte

Growling Jones arbeiten an progressivem Material

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Zum zweiten Mal findet das Storm Crusher Festival nun statt. Nachdem die erste Auflage mit hauptsächlich kleineren Bands bestritten wurde, will man es in der zweiten Auflage wissen. Das Billing kann sich wirklich sehen lassen und mit der Turnhalle in Waldsassen hat man auch eine Location gefunden, die ausreichend Platz bietet.

Vor der Halle wird die Fläche für einen Imbissstand, die Bändchenausgabe und einige Merchstände genutzt. Hier ist die Fläche aber recht begrenzt und aus diesem Grund stehen vor allem während der Umbaupausen die Besucher hier dicht gedrängt. In der Halle sieht es anders aus. Zwei große Schanktheken finden ihren Platz, ohne irgendwie zu stören. Zentral gelegen befindet sich der FOH-Bereich, der recht kompakt ausgefallen ist und somit auch niemanden behindert. Man kann sogar in der Regel über die Licht- und Tontechniker hinwegsehen. Einen großen Nachteil hat die Halle. Wenn sie nicht gut gefüllt ist (und das ist sie an diesem Wochenende nur selten), wird der Schall aus den Lautsprechern fast eins zu eins von der gegenüberliegenden Wand reflektiert, woraus fast unweigerlich ein Soundbrei resultiert. Hier hätte im Vorfeld gegengesteuert werden können und müssen.

Preislich darf man sich wiederum nicht beschweren. Die 0,4 Liter Bier gibt es für 2,50 € und auch die Essenspreise sind erschwinglich.  Die Organisation ist manchmal leicht konfus, das sind aber Babykrankheiten, die jedes Festival durchlaufen muss und eine große Schar sehr freundlicher Helfer und Helferinnen macht die kleinen Wirrungen leicht wieder wett.

Growling Jones

Progressive-Death-Metal aus Weiden gibt es zur Eröffnung des Festivals. Das Quartett Growling Jones spielt auf und kann sogar schon einige Besucher in die Halle locken. Der Sound ist zu Beginn schwierig bis scheiße. Wie eingangs schon beschrieben produziert die Halle mächtig viel Hall, der den kompletten Soundteppich verwäscht.

Die Band ist dagegen unerwartet gut. Dafür, dass es die Combo erst ein paar Jahre gibt, klingen die Songs sehr homogen. Technisch sind die Musiker alle recht fit, aber bis zum wirklichen Progressive-Death-Metal sind schon noch einige Bandproben erforderlich. Die Lieder sind schön strukturiert und ausgeführt. Der Opener „Heartbeat“ beinhaltet sehr viele Rhythmikwechsel und unterschiedlichste Arrangements, die manchmal verwirrend, manchmal überraschend und sehr oft logisch anmuten. Damit ist die Aufmerksamkeit der Zuhörer gewiss. Nie kann man sich sicher sein, was als nächstes auf einen wartet.

Direkt nach dem ersten Titel und einem kurzen Hallo dauert es eine ganze Weile, bis die Band in die zweite Nummer, die mit einem cleanen Gitarrenintro beginnt, startet. So lange Pausen sind der Stimmung immer sehr schnell sehr schädlich. Dafür gibt es im Anschluss wieder einen coolen Song. „War“ setzt sich aus vielerlei verschiedenen Tempi und Muster zusammen. Beeindruckend sind Fronter Fabi und Drummer Adrian. Der erste kann trotz der Tatsache, dass er „nebenbei“ noch Bass spielt, mit einer wuchtigen Growlstimme aufwarten und der zweite spielt ein solch verschrobenes Schlagzeug, dass einem ganz duselig werden kann.

Eine weitere längere Pause verlangt dem Publikum Geduld ab. Nachdem ein Titel vermutlich wegen Monitorsoundproblemen abgebrochen werden muss, vergehen abermals viele stille Sekunden, bevor die Band wieder zum normalen Geschäft übergeht. Sobald die Sache aber wieder läuft ist alles wieder okay. Insgesamt ist der Auftritt als verbesserungswürdig zu werten. Die Ansätze sind sehr gut und auch vielversprechend. Einige Gitarrensoli lassen einen fast schwindelig werden. Die Auftrittsroutine muss sich aber noch sehr merklich verbessern.

Setlist:

  • Heartbeat
  • War
  • Brokkoli
  • Blind Shell
  • Sahne
  • Sturm und Drang
  • You knooooooow
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