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Stone Sour, Hellyeah im Konzert (Hamburg, November 2010)

"Wunderbar"

Stone Sour füllten das Docks komplett

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Gerade mal fünf Monate sind vergangen und dieselbe Konstellation Hellyeah und Stone Sour findet sich erneut in der Hansestadt ein. Erst im Juni haben sie im Grünspan gerockt und nun präsentieren sich die Jungs eine Nummer größer im Hamburger Docks, mitten auf der Reeperbahn. Das passt auch auf jeden Fall zu Hellyeah – mit denen die Verfasserin wenige Stunden vorher ein Interview geführt hat -, die das Leben als reine Party ansehen und sich nun in Europa etablieren wollen. Stone Sour sind aufgrund von Corey Taylor (ebenso Vokalist bei Slipknot) bekannt und gern gesehen. Beide Bands haben eine neue Scheibe im Gepäck, welche den diesjährig erneuten Tourtermin in Hamburg rechtfertigt.

Interessanterweise standen zum Interviewtermin schon einige junge Mädchen in auffälligem Emo-Style vor den Toren des Docks – drei Stunden vor Einlass! Dieselben wurden später in der ersten Reihe im Publikum wieder entdeckt – das Warten hat sich anscheinend also gelohnt. Dass diese nicht die einzigen Fans sind, lässt die bis zur letzten Reihe gefüllte Halle andeuten. Auch die oberen Ränge sind gut belegt. Und es ist so verdammt brüllend heiß – noch bevor es überhaupt anfängt.

Hellyeah

Die Cowboy-Jungs aus den USA sind alle kein unbeschriebenes Blatt – sozusagen eine Metal-Supergroup. Sänger Chad Gray und Gitarrist Greg Tribett entstammen Mudvayne, Gitarrist Tom Maxwell ist bei Nothingface, als Drummer haben Hellyeah niemanden geringeres als Vinnie Paul – Ex-Pantera und Damageplan – der Bruder des ermordeten Dimebag Darrell und als Bassmann Bob Zilla, auch von Damageplan. Dementsprechend sind gewisse musikalische Grundzüge zu erwarten. Southern-Groove-Metal nenn ich das jetzt mal.

Einer nach dem anderen betritt gemütlich die Bühne und wird jubelnd empfangen, Tom Maxwell stilecht mit schwarzem Ledercowboyhut. Doch einer fehlt: Chad kommt auf die Bühne gejumpt als gäbe es kein Morgen. Das ist mal Power, er fetzt zum Einsteigersong „Hellyeah“ los in seinem feinen Karohemd, die Haare wild wedelnd, macht zwei Meter hohe Luftsprünge von den Monitorboxen. Er begießt sich selbst mit Wasser und gönnt  diesen Spaß auch dem Publikum (und die Fotografen *grummel*) großzügig mit Wasserduschen, ausartend in Wasserflaschenwerf-Attacken. Auch Basser Bob Zilla macht zwischendurch als Springbrunnen-Wasserfontäne eine gute Figur.

Nachdem Hellyeah drei Songs ihrer ersten Scheibe „Hellyeah“ von 2007 zum Besten gaben, wird nun zu „Hell Of A time“ der aktuellen „Stampede“ gerockt. Chad animiert regelmässig zu Klatschtiraden und ist auch sonst ein recht gesprächsfreudiger Kumpane, der gern mit den Fans interagiert. Der Sound ist in den ersten Reihen unglaublich durchdringend, so dass man fast Herzrhythmusstörungen bekommt...Herzmassage für lau sozusagen.

Insgesamt liegt der musikalische Schwerpunkt auf der alten Platte, jedoch fehlt natürlich nicht der Plattentitel tragende Song „Stampede“. Das gesamte Publikum ist mitgerissen von der Energie und Partylaune der Amis, welche sich freundlich und offensichtlich ehrlich bedanken. Chad stellt alle Musiker vor und ermuntert zum Weitersagen, wem Hellyeah gefallen hat. Es ist wahr, noch sind Hellyeah nicht ganz so populär und wohl noch ein wenig auf Mundpropaganda angewiesen, aber bei solchen sympathischen Leuten macht man das gerne. Auch Drummer Vinnie ergreift das Wort und kriecht hinter seinem Versteck hervor. Er bedankt sich ebenso, zeigt mit dem Finger nach oben und ruft seinen verstorbenen Bruder in Erinnerung. In Zeiten der Vergangenheit schwelgend, passt dazu natürlich DER Hellyeah Track „Alcohaulin’ Ass“ von der ersten Scheibe, gefolgt von „Cowboy Way“. Chad lässt noch ein „We’re all the same bad ass!“ raus und prompt ist eine dreiviertel Stunde Programm vorbei und die Jungs von der Bühne. Ein kurzes Tschüß, keine Zugabe. Aber sehr kurzweilig war’s – macht Lust auf mehr!

Setlist:

Hellyeah
Goddamn
Matter Of Time
Hell Of A Time
You Wouldn’t Know
Stampede
Alcohaulin’ Ass
Cowboy Way

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Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen