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Steelpreacher, Dragonsfire im Konzert (Bayreuth, November 2013)

Sehr klein, aber auch sehr fein

Steelpreacher

Von einem Quartett geht es weiter zu einem Trio. Steelpreacher aus Koblenz treten an, um den schon vorgeschädigten Metaljüngern den Rest zu geben. Um die Stimmung müssen sich die drei Recken kaum Gedanken machen. Lauthals wurden schon vor Dragonsfire Songtexte der Combo zitiert.

„Are You Ready For Rock`N´Roll?“ schallt es aus den Boxen und Steelpreacher legen los. Der erste Titel, „Hell Bent For Beer“, spricht den Zuhörern praktisch aus der Seele und der Punk geht sofort wieder ab. Die Ansage, dass die Fans wieder zwei stabile Reihen bilden sollen, hätte sich Preacher sparen können, denn es sammelt sich sowieso wieder alles direkt vor der Bühne.

„I’m Fucking Metal“ rockt dann gleich noch eine Ecke mehr. Vor der Bühne wird wild getanzt und auch auf dem kleinen Podest geht es ganz schön ab. Die drei Musiker rocken wie Hölle und „Bitchcraft“ liefert den richtigen Soundtrack für die ausgelassene Feier, die nun im Glashaus stattfindet. Der blanke Wahnsinn ist Drummer Hendrik, der fast völlig hinter dem Drumset verschwindet. Trotzdem lässt er vermuten, dass er heute nicht von seinem Hocker aufsteht, bevor er nicht auch jedes Becken und jedes Fell zerstört hat.

Dazu ist es aber noch zu früh, denn jetzt wird erst mal einer mit dem Teufel getrunken. Eine nicht ganz koschere „angeschwulte“ (O-Ton Steelpreacher) Version von „Atlantean Dawn“ wird angekündigt, aber nicht gespielt. Der Song kracht wie alle anderen Songs des Abends durch das Glashaus und es lässt sich gar nichts „angeschwultes“ darin erkennen (vielleicht ist der hier schreibende Redakteur aber auch auf diesem Auge blind). Eine Akustik-Coverversion von Dragonsfires „Speed Demon“ sorgt für allgemeine Belustigung, vor allem bei den Jungs von Dragonsfire.

Damit ist aber gleich wieder Schluss, als Steelpreacher „Give ’em Hell“ auspacken. Nach dem Genickbrecher fordern die unkapputtbaren Franken doch tatsächlich noch eine Wall Of Death. Gut, auch damit können Steelpreacher dienen. Zu „Forces Of Hell“ soll das Gemetzel stattfinden. Dumm nur, dass niemand den Befehl zum loslaufen gibt und die duellierwütigen nicht so recht wissen, wann sie sich denn nun so ganz genau die Köpfe einrennen sollen. Das Ergebnis sind ein paar kleinere Scharmützel, bevor sich die Lage wieder entspannt. Ernsthaft passiert ist nichts, aber die Tatsache alleine, dass bei der Besucherzahl eine WOD stattfindet, ist schon mehr als nur erwähnenswert.

Eine kleine Lektion in „Leg dich nicht mit dem Drummer an“ gibt es auch noch, als Preacher dem Schlagwerker gebietet, doch ruhig zu sein und dieser der Forderung einfach gar nicht nachkommt. Bands sind schon ein wenig wie Beziehungen. Nach einer weiteren Covereinlage von „Dragonsfire Rockxxx“ geht es weiter mit dem Titelsong der aktuellen Platte. „Hellraiser“ kommt mit seinem AC/DC-Touch ziemlich gut an und kann das Publikum wieder dicht vor die Bühne scharen.

Nun endlich kommt der Song, der schon seit Beginn der Veranstaltung rezitiert wird. „We Want Metal“ scheppert durchs Glashaus und weckt auch die müdesten und betrunkensten Metaller wieder auf. Die Party ist noch nicht zu Ende. „Metal Hangover“ könnte die Klappe zumachen. So einfach lassen die Bayreuther die Bands heute aber nicht von dannen ziehen.

Ein Highlight haben beide Bands allerdings noch parat. Gemeinsam, also mit sieben Musikern auf der Bühne zelebrieren sie noch “Heavy Metal Breakdown“ von Grave Digger. Einen würdigeren Abschluss mit Freundesbeweis unter zwei Bands kann man sich kaum wünschen. Eine weitere Feststellung bleibt: Eine Party kann man auch sehr hart ohne viele Gäste feiern. Die Ausmaße, die dieser Abend annehmen sollte, waren vorab nicht absehbar. Umso besser, dass alle Erwartungen mehr als nur übertroffen wurden.    

Setlist:

  • Hell Bent For Beer
  • I’m Fucking Metal
  • Bitchcraft
  • Drinking With The Devil
  • Atlantean Dawn
  • Give ’em Hell
  • Forces Of Hell
  • Start Raising Hell
  • Hellraiser
  • D.O.A.
  • We Want Metal
  • Metal Hangover
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