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Steelpreacher, Dragonsfire im Konzert (Bayreuth, November 2013)

Sehr klein, aber auch sehr fein

Das Metal und Durst Ding 2013 geht in die letzten Runden. Zwei Termine sind noch zu absolvieren, dann ist die Tour auch schon wieder vorbei. Am vorletzten Spieltag ist das Glashaus in Bayreuth als Spielstätte auserkoren worden. Mitten auf dem Campus versteckt ist die kleine, aber schnuckelige Kneipe gar nicht so einfach aufzuspüren. Ob die versteckte Lage das Problem ist, das ist nicht so einfach zu klären, aber die Besucher stürmen nicht gerade in Massen in die Kneipe mit der kleinen Bühne. Die Vorzeichen für einen gelungenen Konzertabend stehen im Vorfeld also eher sehr schlecht.

Dragonsfire

Um die Besucher zu zählen, reichen die Zehen und Finger eines einzelnen Menschen aus, als Dragonsfire den Abend eröffnen. Gleich zu Beginn machen Thassilo und Jan klar, dass es heute Abend nichts zu verschenken gibt. Die erste Forderung der Band lautet: Vier Jägermeister von der Bar und zwei stabile Reihen vor der Bühne von den Zuhörern. Die Oberfranken beweisen: Das ist alles kein Problem. Innerhalb kürzester Zeit ist der Fusel auf der Bühne angekommen und das die Band finanzierende Volk hat sich ebenfalls dicht vor dem Podest versammelt.

„Wir sind Dragonsfire und wir spielen Heavy Metal!“ schallte es durchs Glashaus und schon startet das Quartett mit „Blood For Blood“, einem Song vom 2010 erschienenen Album „Metal Service“. Das kleine Häufchen Publikum, welches sich im Glashaus versammelt hat, erweist sich von Beginn an als extrem feierwild. Thassilo hat kein Problem, die Zuhörer mitzureißen.

„Speed Demon“ ist das erste Lied vom gleichnamigen aktuellen Album und die griffige, schnelle Nummer verfehlt ihre Wirkung nicht. Die Headbanger sind inzwischen aufgewärmt und ab jetzt können Dragonsfire schon fast nichts mehr falsch machen. Es ist ja eine fast groteske Situation, denn oft sieht man volle Hallen, in denen einfach nichts geht und hier stehen um die zwanzig Menschen, die sich mit der Band den Arsch abrocken. Und zwar mit völliger Hingabe.

Einen ersten Moshpit gibt es dann bei „Dragonsfire Rockxxx“. Der Bandüberkracher kommt auch auf dem Campus in Bayreuth sehr gut an und außerdem unterstützen die Jungs von Steelpreacher die Band kräftig bei den Backingvocals. Insgesamt sorgt das für eine inzwischen wirklich richtig ausgelassene Stimmung. Auch die Fische werden bei Dragonsfire bedacht. „Steel Eel“ ist die Hymne für alle Fischer und es dauert ein wenig, bis die Geschichte zum Aal erzählt ist, obwohl Drummer Jan meint, er möchte zur Erklärung nicht zu weit ausholen. Ganz schleichend erhöht sich die Zuschauerzahl noch um das eine oder andere Individuum. Es sind zwar sicherlich immer noch keine dreißig Leute im Glashaus, aber es werden mehr. Um die „Der dunkle Turm“ – Saga von Stephen King geht es in „The Gunslinger’s Fate“. Die Gitarristen Timo und Basti posen um die Wette und Timo positioniert sich auf dem rechten Subwoofer, um dort abzurocken.

Inzwischen kommt mal wieder eine Runde Jägermeister auf der Bühne an, die Schlagwerker Jan ganz einfach damit rechtfertigt, dass er schwer erkältet ist. Nach einem kurzen Dank von Thassilo und Jan ans Publikum rollt die Kugel wieder und wir sind nun am Zenith des Konzerts angekommen. „Allied Forces“, „Burning For Metal“ und „Raging Fire“ räumen noch mal richtig auf. Vor allem der Mitsing-Mittelteil von „Burning For Metal“ kann zünden.

Im Anschluss gibt es noch einen Song mehr oder weniger extra für The-Pit.de. Nachdem sich der Kollege Jörg Müller darüber ausgelassen hat, dass der Song „Oath Of Allegiance“ wegen zu langen Ansagen ausfallen musste. Hier ist er nun, in Farbe und in voller Länge, trotz langer Ansagen.

Wieder rocken sich die Gitarristen sich den Arsch ab und es ist eine Freude, den Jungs beim Spielen zuzusehen. Dragonsfire haben so gut vorgelegt, wie es nur überhaupt möglich ist. In so einer schnuckeligen Location unter so schlechten Vorbedingungen einen solchen Abriss zu zelebrieren, das beweist wahres unterhaltsames musikalisches Können.   

Setlist:

  • Blood For Blood
  • Speed Demon
  • Wings Of Death
  • The Prophet
  • Dragonsfire Rockxxx
  • Steel Eel
  • The Gunslinger’s Fate
  • Allied Force
  • Burning For Metal
  • Raging Fire
  • Oath Of Allegiance
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Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann