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Staubkind, The Weyers im Konzert (Dresden, Oktober 2014)

Ein Abend, an dem sich Träume erfüllen

The Weyers geben einen gelungenen Einstand in den Abend

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Der Beatpol in Dresden gehört mit Sicherheit zu den Topadressen in Sachen alternativer Musik der Stadt. Ein kleines Problem hat er allerdings doch, und dies ist seine eigene Adresse. Kurz vor Stadtgrenze und damit ziemlich außerhalb gelegen, ist er nicht wirklich gut zu erreichen. Damit schließt sich allerdings auch Laufkundschaft aus, die Leute, die hierherkommen, sind tatsächlich wegen der Band da und verzichten damit auf etwaige Experimente. Zudem kann man sich an einer Location erfreuen, die ein besonderes Flair verspricht. Nicht viele Clubs können noch mit einem Balkon und einer Stuckdecke auftrumpfen.

Am heutigen Abend dürfen sich Staubkind über diesen Umstand freuen und auf ein hochmotiviertes, wie auch interessiertes Publikum hoffen. Die Berliner sind momentan auf ihrer „Alles was ich bin“-Tour, welches dem gleichnamigen neuen Album geschuldet ist.

The Weyers

Zeitiges Erscheinen lohnt sich auch heute. Nicht nur, dass man sich einen der raren Parkplätze sichern kann und nicht wie der anwesende Schreiberling noch fünfzehn Minuten durch sämtliche Nebenstraßen kreiselt, auch der Club ist so gut gefüllt, dass ein guter Sichtplatz noch wertvoller erscheint, als der Abstellplatz des fahrbaren Untersatzes. Denn dies scheint speziell bei dem Support The Weyers unerlässlich. Sollte man hier nur einen seitlichen Stellplatz sein eigen nennen, verpasst man zumindest optisch die Hälfte der Vorband. Dies ist rein mathematisch gesehen allerdings nicht wirklich erstaunlich, denn die Band besteht nur aus zwei Musikern.

The Weyers setzen sich aus den Brüdern Adrian und Lukas Weyermann zusammen und sind nicht etwa aus Großbritannien oder kommen gar über den großen Teich, nein Adi und Luke sind Anwohner des schönen Alpenlands Schweiz. Während der eine Geschwisterteil am Schlagzeug sitzend nunmehr eventuell von Boxen verdeckt wird, kann der andere mimikreich an Gesang und Gitarre überzeugen. Zwei Stimmen, zwei Instrumente und doch ein vollkommener Sound. Würden sich die Züricher nicht schon zeitig als Eidgenossen outen, man würde glauben, hier steht ein Duett, was das amerikanische Songwriting mit der Muttermilch aufgesogen hat.

Auch wenn den meisten der Zuschauer das Geschwisterpaar bislang gänzlich unbekannt sein dürfte, die Songs kommen bestens an. Zu Titeln wie „Time Waits“ oder „Big Mouth“ wird gut mitgegangen und der anfallende Applaus überschreitet ebenfalls deutlich einen Anstandsbeifall. The Weyers meistern immer wieder den Spagat zwischen kräftigen Rocktönen und ruhigen Momenten. Einen dieser beschaulichen Augenblicke wird dem Großvater der Brüder gewidmet. Eben dieser Opa hieß Adolf, wurde 100 Jahre alt und musste als Kind schon auf dem Bauernhof schuften. Für ihn gibt es nun „The Kid“ und damit eine großartige Ballade, die mit ihren stimmungsvollen Tönen und der bluesigen Note benommen macht.

Aber eine halbe Stunde ist leider auch schnell vorbei und damit auch dieser Support. Die Schweizer können vollkommen überzeugen, treiben in ihren ausgedehnten Instrumentalteilen an oder lassen das Publikum versunken vor sich hin treiben. Wer auf erdige Rocknummern steht, sollte dieses Duo auf jeden Fall auf seiner Liste haben.

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