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Stahlzeit im Konzert (Dresden, April 2015)

Gelungene Tribut-Show vor ausverkauftem Haus

Stahlzeit heizen mit viel Pyro kräftig ein

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In Zeiten, in denen die Mitglieder der Vorzeige-NDH-Band Rammstein lieber auf Solopfaden wandeln, als sich gemeinschaftlich neuen Werken zu widmen,  haben ihre zahlreichen Tribute-Bands mit Sicherheit Hochkonjunktur. Eine, die sich bereits seit Jahren einen guten Namen erspielt hat, ist Stahlzeit . Folgerichtig ist auch der Alte Schlachthof in Dresden schon weit vor Veranstaltungsbeginn ausverkauft.

Stahlzeit

Ohne Vorband, pünktlich auf die Minute und ohne Umschweife gehen Stahlzeit ans Werk. Zu „Sehnsucht“ fliegen die ersten Pyro-Kracher um die Ohren und lassen die ersten Reihen gehörig stramm stehen. Der Wachmacher verfliegt nun aber nicht im Leeren, sondern lässt den Saal auch in Sekunden auf Vordermann bringen und jede Textzeile mitsingen. Ohne Zweifel wird schon beim Start klar, dass Stahlzeit nicht nur bezüglich der Showeffekte, sondern auch musikalisch sehr dicht am Original liegen. Der Sound sitzt perfekt und die Stimmfarbe von Frontmann Heli tut ihr übriges, um einen fulminanten Auftakt hinzulegen.

Ohne Ansagen geht es in die nächsten Titel über und auch bei diesen bleiben die Spezialeffekte nicht aus; ob das brennende Mikro bei „Asche zu Asche“ oder der gekonnt gesetzte goldene Regen zu „Mutter“, Stahlzeit und vor allem auch ihre Crew beherrschen einfach ihr Handwerk. Eine kurze Unterbrechung folgt nun aber doch. Zum Ersten wird das Dresdner Publikum begrüßt und besondere Glückwünsche gibt es für einen Herrn, der hier seinen Junggesellenabschied feiert. „Wohlwollende“ Worte zum Thema Heirat, wie das Leben ist jetzt vorbei oder auch zur baldigen Abschiedsnahme vom Sex, fallen und werden von den Zuschauern mit einem Schmunzeln quittiert. Zusätzlich werden ein paar Sätze zum im November erscheinenden neuen Album von Maerzfeld, der eigentlichen Heimatkapelle, verloren. Hierbei kann man auch erfahren, dass es bereits im Spätherbst ein Wiedersehen gibt, was für deutliche Freude im Saal sorgt.

„Keine Lust“ ist der Wiedereinstieg ins Konzert und eigentlich so überhaupt nicht passend, denn davon ist hier absolut nichts zu spüren. Zu „Benzin“ schießen unbändige Feuersäulen in die Höhe und mit ihnen die Temperaturen in der Halle nach oben. Was allerdings für die meisten noch nicht reicht und so wird die Körpertemperatur mit rhythmischem Werfen der Pommesgabel ebenfalls gesteigert. Etwas Pause von der Körperertüchtigung gibt es bei „Mein Teil“, bei dem man unbedingt dem Anblick vom „Tastenficker“ Thilo im Kessel frönen muss. Die ersten Zeilen vom zynischen Abgesang auf das Land der unbegrenzten Möglichkeiten wird dem Publikum überlassen, so wird „Amerika“ zu einem weiteren stimmungsvollen Highlight des Abends.

Ob der mit Feuer gefüllte Trog zu „Ich tue dir weh“, der abgeschossene Feuerbogen bei „Du riechst so gut“, die perfekte Lichtshow oder die Schlauchbootfahrt von Basser Bora über dem Händemeer – Stahlzeit präsentieren sich immer wieder als würdiges Ebenbild von Rammstein, ohne sich aber ihre eigene Identität zu nehmen. Denn bei all der Ähnlichkeit sei vermerkt, dass sie doch ihren eigenen Stil haben.

Mit „Pussy“ wird schließlich das Set abgeschlossen, jedoch nur kurzfristig, denn die einsetzenden Jubel-und Klatscharien des Publikums kann man nicht einfach im Raum stehen lassen. Mit „Bück dich“ geht es in die Zugabe und als eine ausgedehnte, gepfiffene Einleitung ertönt, wird sogleich klar, dass nun „Engel“ folgt. Damit verabschieden sich Stahlzeit nach gut zwei Stunden exzellenter Show und werden noch lange von in Ekstase geratenen Zuschauern gefeiert.

Setlist:

Sehnsucht
Tier
Rammstein
Asche zu Asche
Spiel mit mir
Bestrafe mich
Mutter
Keine Lust
Benzin
Mein Teil
Amerika
Mein Herz brennt
Weißes Fleisch
Sonne
Ich tu dir weh
Ohne dich
Stripped
Du riechst so gut
Waidmanns heil
Feuer frei
Ich will
Pussy

Bück dich
Du hast
Engel

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