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Splatterday Night Flavor 2013

Gute Stimmung bei zu wenig Besuchern im Zeughaus

Mit einer energiegeladenen Show wickeln Soul Demise ihre Fans um den Finger

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Soul Demise

Eine wahre Institution im Bereich Death Metal steht nun mit Soul Demise am Start. Bereits seit 1993 existiert die Band und macht die Metalwelt unsicher. 2010 ist das aktuelle Werk der Band, „Sindustry“, erschienen. Die Liveshows der Band haben vor allem wegen Fronter Roman einen Kultstatus. Der Shouter geht in seiner Performance völlig auf und liegt, steht, sitzt oder zappelt vor und auf der Bühne.

Einen personellen Weggang musste die Truppe kurz vor dem Auftritt verzeichnen. Der Basser hat der Combo den Rücken gekehrt und so stehen Soul Demise kurzerhand zu viert auf der Bühne im Zeughaus.

Mit dem instrumentalen „Rupture“ starten die Death-Metaller in den Auftritt. Vor der Bühne herrscht zwar kein Gedränge, aber so ziemlich alle Gäste des heutigen Abends befinden sich nun vor ihr. Dass die Gruppe ohne Tieftöner auskommen muss, fällt nicht sonderlich auf - im Gegenteil: Stimmen aus dem Zuhörerkreis sind sogar der Meinung, dass die Gitarrenläufe und die zweistimmigen Melodien so besser hörbar sind. Schon bei „Still Alive“ startet Frontkämpfer Roman seine furiose Show – und stößt sich den Kopf, als er zwischen den Boxen herumklettert.

Die Darbietung wirkt sehr entschlossen und selbst für die gewohnt aktive Band noch aufgeladener als sonst. Neben dem Sänger geben auch die Gitarristen Andreas uns Alex Vollgas. Immer wieder fliegen die Mähnen und manchmal hat man das Gefühl, dass sich die beiden Axtschwinger gegenseitig zum Headbangen animieren.

Bei „Cerebral Tumour“ schnappt sich der Fronter kurzerhand einen umherstehenden Stuhl, platziert ihn mitten auf der Bühne und singt die erste Strophe im Sitzen. Das wird ihm aber offensichtlich schnell langweilig und der Stuhl verschwindet wieder.

Eine Coverversion hat sich auch auf der Setlist der Death-Metaller eingeschlichen. „Blinded By Fear“ von At The Gates zündet, auch wenn viele offensichtlich gar nicht gleich kapieren, dass der Song nicht von Soul Demise ist.

Die Publikumsresonanz ist so gut, wie sie nur sein kann. Der Platz vor der Bühne ist ein einziger Moshpit und wo man auch hinsieht, feiern die Fans mit der Band.

Nach eingehender Prüfung befindet Roman, dass die meisten Anwesenden schließlich ihre Hüften noch ein bisschen mehr bewegen könnten, da diese ja noch keine Dreißig seien.

Mit „My Own Coffin“ sind Soul Demise schon fast am Ende des Auftritts angekommen. Die Zuhörer sind auch am Ende. Einige haben tatsächlich während des ganzen Konzerts, das inzwischen schon fast eine Stunde dauert, geheadbangt. Durchgehend. Als die Combo das Konzert beenden will, rechnen sie nicht mit den Zuhörern. Diese wollen nämlich mehr. Aus vollem Hals fordern die Anhänger der Truppe eine Zugabe.

Diese wird matürlich auch umgehend präsentiert. Die Walze „Try To Remember“ besiegelt das Konzert von Soul Demise und die Band hinterlässt nur verbrannte Erde - wie gewohnt, sozusagen.

Setlist:

  • Rupture
  • Still Alive
  • The Tempest
  • Evidence Of Spoken Words
  • Cerebral Tumour
  • Blinded By Fear
  • Deathless
  • Six Billion
  • Amnesia
  • World without Conscience
  • My Own Coffin
  • Acted Out Of Hate
  • Try To Remember
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