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Spectre Dragon im Konzert (Bielefeld 2007)

Zum Thema

Die Triple Thrash Treat Tour oder kurz TTTT rief und das liessen wir uns von The-Pit.de doch nicht zweimal sagen und machten uns auf den Weg zum Bielefelder Falkendom.

 

Wir wollten nun doch nun auch endlich die Livequalitäten der Lokalmatadoren Spectre Dragon antesten, die ja zuletzt mit ihrem Album „Beyond Creation“ in unserer Redaktion zu Freudentänzen geführt hatten. Und auf jeden Fall muss auch erwähnt werden, dass Spectre Dragon den NRW-Vorentscheid der Wacken Metal Battle für sich entscheiden konnten.

Also, wenn DAS nicht Gründe genug sind …

 

Heute Abend gab es der Bands nicht nur drei, sondern zu den Hauptakteuren der Tour gesellten sich an diesem Abend zusätzlich die Bielefelder Melodic Deather Spellbreaker sowie die Death/Thrasher Interdiction aus dem Ruhrpott.

 

Eröffnet wurde der hartmetallische Reigen von Spellbreaker mit ihren teils in deutscher Sprache gehaltenen Vocals. Sie legten ihre ganze Power in ihre Performance, bis dem Bassisten Henna eine Saite riss.

 

Doch anstatt zum Überbrücken der Zeit irgendwas musikalisches zu improvisieren, bis das Problem behoben war, verstummten die restlichen Instrumente und es lag allein an dem Zweimeter-Frontmann Robert, die Zeit zu überbrücken. Stimmungstechnisch verlief diese Unterbrechung jedoch leider ein wenig suboptimal, denn durch Sprüche liess sich das Publikum nicht so gut bei Laune halten, als wenn die Jungs es auf die musikalische Weise versucht hätten.

 

Dass nämlich die Jungs dem Publikum durchaus nicht unsympathisch waren, zeigte sich spätestens bei Amon Amarth´s „Pursuit Of Vikings“, was sie wirklich sehr gut hinbekommen haben und mit dem sie ihr Set und auch die Mähnen der Zuschauer gewaltig aufgemöbelt haben.

Okay, dieser Gig war erst der dritte der Band in diesem Line-Up. Was man den Jungs nun gar nicht vorwerfen kann, ist ein Mangel an Spielfreude, denn man merkte, dass sie heiss sind auf die Bretter, die die Welt bedeuten.

Um die nötige Routine zu erlangen, müssen mehr Gigs her für die Jungs … ich könnte mir gut vorstellen, dass da dann noch was geht …

 

Setlist Spellbreaker:

 

More

In Finsterer Nacht

Der Morgen Danach

Dein Herz

March To Hell

Pursuit Of Vikings

 

Winterdawn

 

 

Wie im übrigen wurde dann auch die erste Umbaupause recht kurz gehalten, was sicher nicht nur ich als angenehm empfand, da es nun recht zügig weitergehen konnte im Programm und die Stimmung nicht allzu sehr wieder herunterkühlte.

 

Nun war es dann an den Schweinfurtern Hatred mit ihrem Thrash Metal, den Flammen der Stimmung weiteres Futter zu geben.

Das Bühnenacting der Jungs zeigte, dass sie schon einiges mehr an Liveerfahrung intus hatten. Folglich wurde dem Publikum auch mehr Bühnenacting geboten, was die Fans der Band vor der Bühne mit schüttelnden Mähnen dankten. Kein Wunder, denn Frontmann Bacchus machte es den Anwesenden ja in bester Manier vor.

 

Doch trotz allem wollte der zündende Funke nicht so recht auf das Publikum überspringen. Zu unserer Verwunderung beendeten Hatred dann ihr Set, ohne den letzten dort aufgeführten Song gespielt zu haben.

Und wenn man ehrlich ist, hielt sich der Applaus am Ende ihres Sets auch recht im Rahmen.

 

Setlist Hatred:

 

Feel My Hate

To The Sky

Fractured

Cursed

Two Faced

Soulless

Metal Massacre

 

Die Hannoveraner Thrasher Cripper waren die nächsten. Und mit dem Beginn ihres Sets erreichte die Stimmung im Falkendom ein erstes Hoch.

 

Frontfrau Britta und ihre Jungs legten ein amtliches Pfund Power in ihre Liveshow. Diese Energie, die von der Bühne ausging, übertrug sich nahezu nahtlos auf das Publikum. Selbst Soundprobleme durch ausfallende Monitore bei Gitarrist Jonathan konnte die Band nicht aufhalten, dem Publikum einen superguten Gig zu servieren.

 

Für das Testament-Cover „Disciples Of The Watch” holte sich Britta flugs Spectre Dragon-Frontmann Mätty zu sich auf die Bühne, damit er ihr diesen Song zusammen in die Menge schmettern konnte. Und die Menge honorierte dieses Joint-Venture mit noch mehr Headbanging.

Die Hannoveraner, die dieses Jahr schon zum zweiten Mal bei dem slowenischen Metalcamp dabei sein werden, zeigten an diesem Abend einen beeindruckenden Gig, der schon professionelle Züge zeigte.

Was für ein erster Höhepunkt des Abends!

 

Setlist Cripper:

 

Break Out

Fire Walk With Me

Slowly Beaten Hate Machine

Black Terra

Vicious Condition / Inhibitor

Disciples Of The Watch (Testament) (feat. Mätty)

Trapped

 

Wake Up Dead

 

 

Nach dem sehr guten Gig von Cripper wurde es dann aber höchste Zeit für die Lokalmatadoren … für die Jungs, die der Grund dafür waren, warum wir uns auf den 200 km langen Weg nach Bielefeld gemacht hatten …

Richtig, endlich kam die Zeit für das Hell Commando von Spectre Dragon!

 

Die vier legten mit dem Opener „Burning Red Eyes“ ihres aktuellen Albums „Beyond Creation“ los … und wie! Sie offenbarten quasi ihr Motto, dem nichts mehr hinzuzufügen ist: „Join The Hell Commando!“

Dieses Motto zündete bei den Anwesenden im Publikum wie eine Bombe. Die Luft in dem Falkendom brannte, will heissen: Die Stimmung erreichte während ihres Sets den absoluten Höhepunkt des Abends.

 

Zu sicherlich nicht nur meiner Freude präsentierten die Jungs mit "The Angel Makers Of Nagyrev" und "Beyond Creation" sogar zwei megastarke, brandneue Songs, die von den Anwesenden ebenso frenetisch abgefeiert wurden wie das bekannte Material.

Zu dem Exodus-Cover „Bonded By Blood“ holte Mätty dann Crippers Britta auf die Bühne … ja, richtig aufgepasst, das hatten wir in umgekehrter Reihenfolge heut Abend schon mal. Und das Ergebnis war dann, dass die Fans vor der Bühne wieder mal alles gaben, um diesen Song inklusive eines ordentlichen Moshpits gebührend abzufeiern.

 

Diese Power und die Spielfreude, die Mätty, McZ, Henny und DraconiZ auf der Bühne zeigen, lassen erstens ihre Songs richtig zur Geltung kommen, und zweitens wissen die Jungs, wie man das Publikum auf seine Seite zieht.

 

Mit dieser dermassen starken Leistung verlassen die vier nach der Zugabe in Form des Songs „Out Of Spite“ leider dann schliesslich doch die Bühne … schade, denn sicher nicht nur für mich hätten sie noch viel länger zocken können.

 

Jedenfalls müssen sich die Jungs mit einer derart energiegeladenen Performance keine Sorgen machen, wenn sie am 05.05.07 anlässlich der Wacken:Metal:Battle nach Hannover fahren, um dort hoffenlich zu gewinnen.

Danke Spectre Dragon für diesen Gig, der den absoluten Höhepunkt des Abends bildete und der meine Erwartungen in denselben noch übertroffen hat!

 

Setlist Spectre Dragon:

 

Burning Red Eyes

Angel Makers Of Nagyrev

Bonded By Blood

Soul Harvest

Beyond Creation

Blood Addicted

Thrash Metal Legions

 

Out Of Spite

 

 

Eigentlich hätten Interdiction an dieser Stelle mit ihrem Death/Thrash leichtes Spiel haben können, denn die Meute war ja von Cripper und auch zuletzt von Spectre Dragon bestens auf Betriebstemperatur gebracht worden.

 

Leider sollte es dann aber so sein, dass das Intro der Band aus dem Ruhrpott auch so ziemlich das einzig Positive hängen blieb (eine Stimme vom Band referierte über seine Vorliebe für Fleisch …“…Ich liebe Fleisch in allen Variationen …“), was Schmunzeln in unseren Gesichtern hervorrief.

 

Die Band hätte es echt in der Hand gehabt … Schliesslich befanden sich während der ersten beiden Songs noch recht viele Fans vor der Bühne.

Allerdings dezimierte sich diese Zahl im Verlauf der weiteren Songs doch nachhaltig.

Man muss auch sagen, dass die Band sehr froh sein kann, dass das Publikum eine derartige Zerstörung von Musik-Klassikern wie „Perfect Strangers“ von Deep Purple so friedlich hingenommen hat. Dass sie den alten Popsong „Never Let Me Down Again“ derart instrumentierten, dass das Originalstück selbst für einen Metalfan besser zu vertragen wäre, ist schon schlimm.

 

Sogar als Sänger Markus die Bühne verliess, um die noch verbliebenen Leute durch kurzzeitiges Singen vor der Bühne zu mobilisieren, war da kein Funke mehr übrig, der hätte überspringen können.

Wieder auftretende Soundprobleme seitens der Gitarrenbox taten dann ihr übriges.

Am Ende ihres Sets gestaltete sich der Applaus dann auch recht spärlich.

Eigentlich hätten sie Jungs es wirklich in der Hand gehabt …

wie gesagt … eigentlich …

 

Schade, dass sie dies nicht geschafft haben, obwohl Spectre Dragon und co. vorher schon eine solch überzeugende und anheizende Arbeit geleistet hatten …

 

Setlist Interdiction:

 

M.R.F.

All Good Christians

Texan Crusader

RU486

War Fetish

Perfect Strangers

Never Let Me Down Again

Vortex

Storm Of Vengeance

The Last To Laugh

Return From The Edge Of Death

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