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Space Chaser, Teutonic Slaughter & Comaniac im Konzert (Gladbeck, September 2016)

Thrash-Abriss in den Teestuben Rosenhügel

Eine Reise ins Irgendwo in Gladbeck, Ziel Teestube Rosenhügel. Kopfbilder zeichnen sich während der Fahrt ab, wie SeniorInnen mit Rollatoren zum nächsten Ortsverband-Kaffeetänzchen vorrollen, Tischchen mit Floraltischdecken und zarten Porzellantassen – und dann der Kulturschock, schon vorn an der Straße lungern Kuttenträger herum, in Richtung Eingang verdichtet sich sogar die langhaarige Horde, da wird Bier statt Tee getrunken, der Duft frisch gegrillter Würstchen legt sich sanft über das Gelände, bis aggressive Rhythmen das Metaller-Stelldichein aufmischen und gleich dreimal mit Thrash Metal die Teestube in ihren Grundmauern erschüttert wird – für die Nachbarn sicherlich der absolute Graus, für die ordentliche Zahl an Metalheads ein wahrer Ohrenschmaus. Gute Unterhaltung kann so einfach sein... endlich was los in Gladbeck, so zumindest ein paar der dort heimischen Szenevertreter, doch das „Metal in Gladbeck“ gilt auch weit darüber hinaus an diesem Samstagabend als Pilgerstätte.

Comaniac

Als heutigen Auftakt dürfen wir die aus dem schweizerischen Aarau angereisten Comaniac begrüßen. Ein paar der Anwesenden sind mit der Band schon vertraut, das Gros aber wird in der nun folgenden Spielzeit schon einmal förmlich weggeblasen – auch wenn der Sicherheitsabstand vor der Bühne was anderes vorgaukelt, der Applaus allerdings schon nach dem Opener „Coal“, übrigens ein komplett neues Stück, kann sich mehr als hören lassen.

„Hell fucking Gladbeck“ begrüßt Frontmann Jonas gleich mal nach „Suborned“ die Neugierigen vor der Bühne – auch die Nummer war übrigens neu und dürfte noch ein Überbleibsel aus der Suborned-Phase sein, bei denen Drummer Stefan und Klampfer Valentin aktiv waren. Das große Ausrasten bleibt zwar noch aus, aber auch so wird kurze Zeit später „Solitude“ mit reichlich Powerfäusten und Applaus herzlich abgefeiert.

Das Set besteht natürlich zum größten Teil aus dem im letzten Jahr veröffentlichten Full-Length-Debüt „Return To The Wasteland“, Jonas vergisst natürlich auch nicht, auf den Merchstand im hinteren Bereich hinzuweisen, wo dann auch so mache CD und ein paar Shirts in der Umbaupause den Besitzer wechseln werden.

Auf der Bühne selbst gibt es aber ein stark thrashschredderndes Feuerwerk, gerade Jonas dreht mal so richtig auf, die beiden Klampfer rennen sich gar fast gegenseitig um – Hut ab, sich als Opener mit derart dicken Eiern hier zu präsentieren. „Geil hier, support your local band“, schreit Jonas in die Runde, stimmt auf Teutonic Slaughter und Space Chaser ein und zusammen legen sie mit den beiden Rausschmeißern „1, 2, Rage“ und „Cut Throat“ nochmals eine mehr als schwitzige Duftmarke. Das wird dann auch mit fettem Applaus belohnt.

Setlist:

Coal
Suborned
Secret Seed
Solitude
The Rake
...And There Is No Job
1, 2, Rage
Cut Throat

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