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Soulfly, Layment, Failed Perfection im Konzert (Bochum, August 2010)

Ein kurzweiliger Abend mit zwei hervorragenden Vorgruppen

Layment konnten die Fans ebenfalls überzeugen

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Ganz schön mutig, mitten zwischen den großen Festivals, und so richtig kurz nach dem weltweit größten Metalfestival Wacken Open Air, eine Band für eine Clubshow zu buchen, zumal der Headliner Soulfly selbst auch auf dem W:O:A zockte. Trotzdem fanden sich gut 500 Fans ein, um auch schon bei den beiden lokalen Vorbands Failed Perfection und Layment mit ordentlicher Stimmung aufzuwarten.

Failed Perfection

Gute fünf Jahre bestehen nun die Jungs aus Bochum schon, doch erst als Failed Perfection ihr Line-Up komplettierten und stabilisierten, konnten sie ordentlich durchstarten. 2010 hatten sie ja schon im Februar den lokalen Supportslot für Hypocrisy inne, und auch beim Devil Side Festival 2010 konnten sie als kurzfristig eingesprungene Band vollauf überzeugen. Nächster Schritt auf der Karriereleiter für die Melodic Deather war nun die Show im Vorprogramm von Soulfly.

Ihre weichen Knie müssen sie schon während des Intros in der Garderobe in die hinterste Ecke verfrachtet haben, denn von Nervosität nicht der Hauch einer Spur. Die Matrix sah schon zu diesem Zeitpunkt gut gefüllt aus, allerdings hielten sich die Emotionen noch ein wenig zurück. Das hinderte dennoch das Quintett nicht daran, neben vorbildlichem Headbangen und ständigem Positionstausch auf der engen Bühne auch richtig gefällige Riffsalven ins Publikum zu schleudern. Zwar ist Rotlicht für die fotografierende Zunft schon fast ein Unding, aber wie die Combo auch im dichten Nebel nicht nur die Luft, sondern auch die Haarpracht verwirbelte, machte schon etwas her. Lediglich Gitarrist Schnitti konnte in diesem Punkt nicht ganz mithalten – schließlich gehört er zur Fraktion derer, die sich morgens mit einem Schwamm die Glatze polieren können.

Seltsamerweise spielten die Mannen nicht einen einzigen Song von der bisher veröffentlichten Demo-CD, sondern kredenzten ausschließlich neues Material. Dürfte eh unschädlich gewesen sein, weil die meisten Besucher erst nach diesem Auftritt Failed Perfection auf dem Einkaufszettel gepinnt haben dürften. Ist normalerweise Frontgrunzer Chris, der auch in der Matrix seinen durchtrainierten Oberkörper zur Schau stellte, Objekt der zumeist weiblichen Begierden, hatte diesen Abend überraschend Schnitti mehr Schnitte bei den weiblichen Fans, was ihn sichtbar auch ein wenig verlegen machte.

Konnten sich die Bochumer in ihrer kurzen Spielzeit immer mehr die Zuneigung der Fans erspielen, war der Applaus nach dem fabulösen Knüppelhammer „Daymares“ schon recht ausgelassen. Wer melodischen Death Metal mag, sollte sich diese Band auf dem persönlichen Radarbildschirm mit einem Fettstift markieren.

Setlist:

Intro
New Horizons
Born Under A Demon Sky
Failure Of The Almighty
Final Solution
Daymares

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Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging